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21/03/2015 09:59 CET | Aktualisiert 21/05/2015 07:12 CEST

Wie animiere ich meinen Partner dazu, dominant zu sein?

In meinen Augen kann man eine Neigung nur heraus kitzeln, ist sie nicht vorhanden, so wird sie nicht irgendwie erschaffen werden können. Es wäre ein Schauspiel, was vielleicht kurzfristig befriedigt, aber auf Dauer eher mehr Probleme schafft als es sie lösen würde.

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In meinen Augen kann man eine Neigung nur heraus kitzeln, ist sie nicht vorhanden, so wird sie nicht irgendwie erschaffen werden können. Es wäre ein Schauspiel, was vielleicht kurzfristig befriedigt, aber auf Dauer eher mehr Probleme schafft als es sie lösen würde.

Wie bei eigentlich jedem Thema der Paarsexualität, ist der Schlüssel zum Erfolg die gelungene Kommunikation. Wer seine Wünsche nicht kommuniziert, braucht einen der sehr seltenen Partner, welche diese intuitiv erkennen können. Sorry, die meisten von uns Männern verfügen nicht über diese tolle Fähigkeit und wir müssen daher Hinweise bekommen.

Tja das Problem ist, dass für die meisten von uns Sex auch eine sehr große Egosache ist. Das Gefühl zu haben, die Partnerin nicht befriedigen zu können, ist für fast alle Männer eine Vorstellung, die sehr unangenehm ist. Also geht behutsam mit dem starken Geschlecht um wenn es um die Männlichkeit geht. Dominanz ist eben etwas, das für viele der Männer der Ausdruck von Männlichkeit ist. Sind wir euch also nicht dominant genug, verstehen das nicht wenige als direkten Angriff auf ihre Männlichkeit.

Wie also das sensible Männerego dahin stupsen, nun endlich mal ein echter Kerl zu sein? Noch dazu, wo uns die Gesellschaft doch immer beizubringen versucht, dass dieses Rollenklischee Männlichkeit eigentlich gar nicht erwünscht ist. So, nun habe ich die Männerwelt genug in Schutz genommen.

Der erste Schritt ist, dem Partner Sehnsüchte zu gestehen. Hierzu gibt es verschiedene Wege. Kein Mann wird sich gegen positives Feedback wehren. Also wenn Frau nun etwas lauter stöhnt, wenn er sie endlich mal im Vorspiel gegen die Wand drückt oder ihre Hände fixiert, so verstehen einige von uns diese subtilen Hinweise, weil nicht das gesamte Blut im Lendenbereich ist, sondern auch unser Gehirn noch funktionstauglich bleibt.

Diese Sorte von Mann merkt es sich, und da erlebte Lust neue Lust erzeugt und auch das Ego kitzelt, kommt er vielleicht „ganz von allein" darauf, Frau härter anzupacken und bestimmter im Schlafzimmer zu führen.

Wer das Pech hat, mit einem nicht sehr aufmerksamen Liebhaber gesegnet zu sein oder wer seinen Partner einfach nicht wohlgemeint manipulieren, nein, ich meine natürlich sanft in die richtige Richtung schubsen will, dem bleiben noch andere Methoden. Klassisch ist das offene Gespräch, dazu solltet ihr in einer entspannten Situation sein und keinen Stress haben, dann sind Männer und Frauen meist am offensten. Auch nach dem Sex sind solche Gespräche möglich, wenn er nicht direkt einschläft oder im Sexkoma liegt.

Wie immer sollte es keine Vorwürfe geben, und Wünsche sind natürlich besser als Forderungen, außer du willst in die Rolle der Domina schlüpfen. "Ich will" oder "du musst/sollst" ist keine Formulierung, die zielführend ist. Formuliere offen und habe das "Euch" im Blick, nicht nur dich, also besser ist ein „was hältst du von", „also ich fände es schön wenn wir mal", usw. Nicht vergessen, viele von uns Männern sind sehr sensibel, nicht nur in Bezug auf unsere Männergrippen (alias kleiner Schnupfen).

Eine andere Möglichkeit ist es, eine erotische BDSM Geschichte für deinen Partner zu schreiben und wenn du nicht so kreativ bist, dann such dir eine im Netz und gib sie ihm zu lesen, gerne mit dem Hinweis, wie sehr dich das erregt hat. Achte dabei darauf, dass die Geschichte auch nach Möglichkeit Elemente enthält, von denen du weißt, dass sie deinen Partner ansprechen. Wenn du nicht mal weißt was ihn anspricht, dann solltest du dringendst ein offenes Gespräch mit ihm suchen.

Was auf keinen Fall geht ist, den anderen mit seinen Bedürfnissen zu überfahren, wobei das leider einer der häufigsten Fehler ist. Frau beschäftigt sich seit Wochen oder gar Monaten mit dem Thema BDSM und ihr Kopfkino geht immer weiter.

Wenn sie dann endlich das Gespräch mit ihrem Partner sucht, sprudelt alles aus ihr raus. Das Problem dabei ist, der Mann hat sich in der Regel sehr wenig oder gar nicht mit dieser Thematik beschäftigt und fühlt sich davon vollkommen überfahren. Kopfkino ist etwas, das sich nach und nach aufbaut, und genau das wird nun bei ihm nicht klappen, da er noch gar nicht so weit ist, er muss dort abgeholt werden wo er gerade steht, also quasi bei null.

Mit dem nötigen positiven Feedback, schönen gemeinsamen Erlebnissen und vor allem der dazu nötigen Veranlagung wird er dich sehr schnell einholen, aber diese Chance musst du ihm auch geben. Einen Kaltstart von 0 auf 100, das kriegen nur sehr wenige Männer hin und jene die scheitern, werden sich nur sehr schwer auf einen zweiten Anlauf mit dir einlassen.

Hier eine Zusammenstellung von dem, was für Einsteiger besonders interessant sein dürfte:

Habt Spaß!

Euer Gentledom

Ausgewählte weiterführende Tipps:

1. Wie gestalte ich eine erste Session?

2. Worauf sollte ich als Einsteiger auf devoter Seite achten?

3. Worauf sollte ich als Einsteiger auf dominanter Seite achten?


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