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29/09/2015 05:05 CEST | Aktualisiert 29/09/2016 07:12 CEST

Innovative Isarmetropole: Wie Startups und etablierte Unternehmen voneinander profitieren

Johannes Simon via Getty Images

Bekannt wegen des Oktoberfests, beliebt wegen der Nähe zu den Alpen, von einigen belächelt als „Millionendorf". München hat viele Gesichter. Eine Facette ist jedoch zu wenig offensichtlich verknüpft: München ist ein gutes Pflaster für Startups.

Die bayerische Landeshauptstadt ein gutes Pflaster für Startups? Ja! Exzellente Hochschulen, hochqualifizierte Arbeitskräfte, eine gute Infrastruktur und die hohe Lebensqualität sind für (Jung)Unternehmen hilfreich und wichtig. Was viele außerdem außer Acht lassen: München ist das Zentrum der deutschen High-Tech-Industrie. Hierzu zählt beispielsweise die Informations- und Kommunikationstechnik, die Biotechnologie oder Automotive.

Relevant für innovative Jungunternehmer ist jedoch nicht nur die Vielfalt der Branchen, sondern auch, dass viele große oder mittlere börsennotierte Unternehmen hier ihren Sitz haben. Nirgendwo in Deutschland gibt es mehr DAX-Unternehmen an einem Standort - nämlich sechs -, dazu sieben mittlere börsennotierte Unternehmen sowie sechs TecDAX und fünf SDAX Unternehmen. Aber auch die vielen KMUs in München - sie alle sind angewiesen auf Innovationen, um von der Digitalisierung nicht überrannt oder von disruptiven Technologien ins Abseits geschossen zu werden.

Die Startups bringen die Großen auf Kurs

Daher holen sich viele etablierte Unternehmen, statt den Wandel allein aus eigener Kraft zu gestalten, sinnvollerweise Startups und innovative Gründer mit ins Boot. Die Startups dienen den großen Firmen als Impulsgeber zur Erneuerung ihrer Produkte und zum Überdenken eingefahrener Strukturen oder überholter Denkweisen. Die etablierten Unternehmen wiederum stehen den „jungen Wilden" als Know-how-Geber, als Investor oder auch als Test- oder Referenzkunden zur Seite. Die Bandbreite ist groß. Und eine Vielzahl von Acceleratoren und Inkubatoren zeigt, dass Bedarf auf der einen wie auf der anderen Seite besteht.

Das Netzwerk erweitern mit Munich Startup

Lernen von anderen, Vernetzung von Groß und Klein - den bereichernden Austausch etablierter Unternehmen mit innovativen Startups will die Stadt München fördern, unterstützt von Partnern wie der IHK für München und Oberbayern, dem Freistaat und den Hochschulen. Dafür ins Leben gerufen wurde Munich Startup, das offizielle Startup Portal für München. Das Internetportal will die erste virtuelle Anlaufstelle für Startups und Gründungen in innovativen und technologieorientierten Branchen der Stadt München und der Region werden. Damit soll die hiesige Gründungsszene transparenter werden.

Die Vernetzung von Gründerinnen und Gründern mit möglichen Partnern, Investoren und Mentoren unterstützen soll auch das Kernstück der am 27. September offiziell gelaunchten Startup-Plattform: die Map. Die Stadtkarte des Münchner Ökosystems spiegelt als Verzeichnis aller relevanten Player der Münchner Gründerszene die breite Vielfalt des Standorts als Startup-Metropole wider. Außerdem zeigt sie Events, auf denen sich die Akteure dann im realen Leben vernetzen können. Bürgermeister Schmid stellte das Portal den über 3.600 Teilnehmern des internationalen Gründerfestivals „Bits & Pretzels" vor und freut sich auf den Austausch der Gründerbranche und die Synergieeffekte, die durch Munich Startup entstehen. Darüber hinaus unterstützt die Stadt High-Tech-Unternehmen und Startups. Für sie sollen künftig im Technologiezentrum MTZ rund 10.000 Quadratmeter Mietfläche zur Verfügung stehen. Außerdem gibt es die Idee, im Kreativquartier in der Dachauer Straße ein privates Startup-Zentrum einzurichten.

Schließlich sind neue, junge Unternehmen von übergeordneter Bedeutung für München als Wirtschaftsstandort: Sie schaffen Arbeitsplätze, fördern den Strukturwandel und tragen zur Innovationskraft der Region bei. So belegte München den 1. Platz von 69 hinsichtlich des Niveaus und der Dynamik der wirtschaftlichen Entwicklung in einem vergleichenden Städteranking von Ende 2014 (durchgeführt von IW Consult im Auftrag der Wirtschaftswoche und Immobilienscout 24). Mit entsprechender Vernetzung und gut genutzten Synergien soll und kann es so auch weitergehen.

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Die Isarmetropole ist ein gutes Pflaster für Startups (Foto Sigi Mueller)

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Durch die Verknüpfung von Altbekannten mit Innovationen profitiert München (Foto A. Kupka)

Gabriele Böhmer wird als Table Captain bei Bits & Pretzels mit dabei sein!

Um das Startup-Ökosystem zu stärken haben die Bits & Pretzels Veranstalter das Table Captain-Prinzip ins Leben gerufen. An jedem Tisch im Schottenhamel-Festzelt wird ein Gast mit besonderer Expertise (CEO, CTO, Investor, Professor, Chief-Editor, etc.), ein sogenannter Table Captain, sitzen. So haben alle Teilnehmer die Möglichkeit in einer angenehmen Networking-Atmosphäre in Konversation mit Experten zu treten und ihr Wissen auf ein anderes Level zu bringen.

Insgesamt werden 300 Table Captains bei Bits & Pretzels mit dabei sein!

  • LeserInnen der Huffington Post bekommen mit dem Zugangscode (BP_HuffingtonPost) auf Bits & Pretzels Tickets einen extra Discount von 10%.
  • Das Gründerfestival „Bits & Pretzels", eines der größten Gründerevents in Europa (www.bitsandpretzels.com), findet vom 27. bis 29. September statt. Über 3.600 Gründer, Investoren und Innovatoren aus aller Welt - vor allem auch aus den Tech-Hochburgen Silicon Valley, London, Tel Aviv, Berlin und natürlich aus München werden erwartet. Als Highlight werden am dritten Tag (29. September) alle 3600 Teilnehmer das Networking im Schottenhamel Festzelt auf dem Oktoberfest ausklingen lassen. Das ist eine Weltpremiere in der 205-jährigen Historie des Oktoberfests.
  • Speaker bei Bits & Pretzels: Unter anderem mit dabei sind die Größen der erfolgreichen digitalen Unternehmen wie Phil Libin (CEO Evernote), Mikkel Svane (Co-Founder & CEO Zendesk), Florian Leibert (Co- Founder & CEO Mesosphere), Pieter van der Does (Co-Founder & CEO Adyen), Florian Gschwandtner (Co-Founder & CEO Runtastic) und Niklas Oestberg (Delivery Hero). Weitere Speaker auf http://www.bitsandpretzels.com/speaker/.

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