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07/02/2017 07:05 CET | Aktualisiert 08/02/2018 06:12 CET

15 Dinge, die mich an Papa nerven

Halfpoint via Getty Images

Liebe Männer, dieser Artikel ist nicht für euch gedacht. Nicht, dass ich auf meinem Blog jemanden diskriminieren möchte. Auf keinen Fall! Dennoch muss ich mir heute etwas von der Seele schreiben. Etwas, was mir an manchen Tagen zu Hause ganz schön auf die Nerven geht.

Liebe Mamis, deswegen richtet sich dieser Artikel vor allem an EUCH. Denn heute möchte ich ein wenig mein Leid klagen - und von meinem alltäglichen Wahnsinn mit Papa berichten. Und ich bin mir sicher, dass ich in der einen oder anderen eine Leidensgenossin finden werde, die versteht, warum ich oft genervt bin.

Aber nicht von mir! Denn ich bin ein wahrer (Roh-) Diamant. Würde jetzt Papa sicherlich felsenfest behaupten. Falsch! Denn obwohl ich wirklich froh bin, so einen tollen Mann an meiner Seite zu haben, gibt es doch viele Situationen, in denen ich die Hände über dem Kopf zusammenschlage. Hier meine Liste: 15 Dinge, die mich an Papa nerven ...

1. Multitasking - gibt´s (bei Papa) nicht

Ich muss mich um meinen Sohn kümmern. Völlig empört, dass ich die Frechheit besitze, ihn zu fragen, warum er die volle Windel nicht vom Fußboden räumen oder den Kochtopf schnell mal spülen konnte. Denn wenn Papa sich um unser Kind kümmert, dann muss er sich zu 100 Prozent auf diese Tätigkeit konzentrieren und kann absolut nichts anderes nebenbei erledigen.

2. Selber fündig werden? Fehlanzeige

Wo ist seine Trinkflasche? Wo ist der Schnuller? Wo ist seine Socke? Weiß ich nicht! Weißt du denn, wo sie sein könnte? Nein! Hast du denn wirklich keine Ahnung, wo sie ist? Neeein!!!

Anstatt vielleicht mal selber auf die Idee zu kommen, zu suchen und dementsprechend selber fündig zu werden - findet es Papa viel einfacher, mich mit Fragen zu löchern. In der Hoffnung, dass ich nach der dritten Fragestellung genervt aufgebe und für ihn suche.

3. Papas Sprüche - charmanter geht nicht

Ich gebe es zu, ich bekomme von Papa schon sehr viele Komplimente. Oft sagt er mir, wie gut ich aussehe und wie stolz er ist, dass er so eine kluge Frau hat. Doch dann haut er mir manchmal Sprüche um die Ohren, die alles andere als charmant sind.

Mehr zum Thema: Das Verhalten des Vaters beeinflusst das Leben einer Frau für immer

Neulich zum Beispiel, fragte er mich, warum ich denn so ätzende Laune hätte - und ob ich im Spiegel etwas gesehen hätte, was mir nicht gefallen hat ... Oder als ich ihn letztens lapidar gefragt habe, was er ohne mich machen würde, antwortete er ganz trocken: Party...

Einen habe ich noch: Als ich mich letztens selber in einem großen Spiegel mit einem halbwegs zufriedenen Gesichtsausdruck betrachtete, sagte er nur: Du weißt schon, dass dieser Spiegel schlanker macht?

4. Schmutzige Wäschehaufen

Sie liegen überall. Wild verstreut in der Wohnung. Papas Klamotten. Ich habe die Wahl. Entweder ignoriere ich sie und steige einfach über den schmutzigen Wäschehaufen drüber - oder ich räume sie weg.

Allerdinges gibt es manchmal auch kleine Lichtblicke. Denn es kommt tatsächlich vor, dass Papa seine Klamotten in die Richtung vom Wäschekorb bringt. Aber anstatt sie IN den Wäschekorb zu legen, schmeißt er sie AUF den Wäschekorb.

5. Warum schwer, wenn es auch einfach geht...

Ähnlich verfährt Papa auch mit den Kleidungsstücken von unserem kleinen Mann. Nachdem er ihn ausgezogen hat, pfeffert er Hose, Body und Co. in die hinterste Ecke des Kinderzimmers oder verstreut sie gut sichtbar kreuz und quer in der ganzen Wohnung.

Manchmal wird dabei auch die schmutzige mit der sauberen Wäsche vermischt. Ist immer noch einfacher, als ganz bis zum Wäschekorb gehen zu müssen...

6. Vom ordentlichen und unordentlichem Kleiderschrank

Ich gebe mir wirklich sehr viel Mühe, im Kleiderschrank meines Sohnes Ordnung zu halten. Mit ganz viel Liebe lege ich seine Klamotten zusammen und stapele sie penibel in den Regalen.

Papa wiederum reißt die Schranktür auf, holt mehrere Kleidungsstücke raus - ist doch überfordert bei der Fragestellung, was sein Sohn heute anziehen soll, schreit nach Mama (siehe Punkt 2) und stopft die Kleidungsstücke wieder rein. Bloß schnell die Schranktür wieder zu, damit er die Unordnung nicht sehen muss.

7. Geburtstag? Ach, du hast doch schon letztes Jahr ein Geschenk bekommen

Auf Papa ist Verlass. Jedes Jahr haben wir die gleichen Diskussionen, wenn ich ihn daran erinnere, dass ich doch bald Geburtstag habe oder dass Muttertag vor der Tür steht - und ob er sich schon Gedanken über ein Geschenk gemacht hat.

Dann fängt er immer an, ganz entrüstet mit irgendwelchen fadenscheinigen Argumenten und Verschwörungstheorien vonseiten der Konsumwirtschaft, um sich zu werfen. Zum Schluss fügt er noch ganz verzweifelt hinzu: Aber du hast doch schon letztes Jahr ein Geschenk zum Geburtstag bekommen...

8. Von Testosteron-geladenen Witzen und Macho-Rumgehabe...

Diese Testosteron-geschwängerten Sprüche. Ja, sie gehen mir gewaltig auf die Nerven. Denn Papas Macho-Rumgehabe imponiert mir nicht unbedingt (für Papa schwer zu verstehen) - und auch seine Testosteron-geladenen Witze finde ich nicht immer lustig (für Papa absolut nicht nachvollziehbar).

So spricht mein Mann gerne von Brüste anschnallen (meint er, den BH anziehen?), fragt mich, ob er mir beim Brüste tragen helfen soll (ähm, wie soll das in der Praxis aussehen?) und macht mir weitere unmoralische Angebote, die irgendwie nicht unbedingt stimmungsaufhellend sind.

(... und so kann Mann seine Potenz steigern)

Und heute morgen am Frühstückstisch referiert er, was er neulich in der Mopo gelesen hat. Und zwar wie ein Mann seine Potenz steigern könne (nicht dass er das nötig hätte). Mann müsse sich nur à la Arnold Schwarzenegger und Silvester Stallone (ein wenig Bruce Willis kann auch nicht schaden) in die Siegerpose mit angewinkelten Armen stellen, dabei ordentlich den Bizeps anspannen und ein bisschen diese Position halten.

Ich bin überfragt. Und was soll dann passieren? Dann schießt das Testosteron automatisch in den ganzen Körper... Wow! Dank Papa, habe ich heute mal wieder etwas dazugelernt.

Mehr zum Thema: "Die Beziehung zum eigenen Vater trägt eine Frau durch ihr ganzes Leben"

9. Papa macht im Haushalt viel mehr als Mami

Bei uns zu Hause gibt es ein großes Streitthema. Den Haushalt. Denn als emanzipierte Familie teilen wir uns die Hausarbeit. So hat jeder seine Aufgaben. Papa putzt das Badezimmer, saugt Staub, bringt den Müll raus und holt am Wochenende mit unserem Sohn Brötchen.

Und ich? Mache den Rest. Dabei kommt es immer wieder zu Streitigkeiten. Denn ständig ist er davon überzeugt, dass er viel mehr im Haushalt tut, als ich. Dabei fängt er an, mit mir heftig zu diskutieren.

Mit einer Engelsgeduld versuche ich, ihm dann aufzulisten, was ich alles tue: Kochen, Küche putzen, Wäsche, einkaufen... Ganz ehrlich, ich könnte minutenlang meine Auflistung fortführen und ihm dann nochmal aufzeigen, dass ich alles gründlicher mache als er...

Oh je, spätestens jetzt ist Papas Maß voll. Türenknallend wird dann ordentlich rumgemeckert und lauthals beteuert, wie kostbar seine Freizeit sei, die er nicht mit Putzen verbringen möchte.

10. Putzlappen? Werden völlig ignoriert

Apropos, putzen. Obwohl Papa nicht müde davon wird, immer wieder zu behaupten, dass er im Haushalt mehr macht als ich, finde ich es wiederum ziemlich ermüdend, ihn ständig daran zu erinnern, einige Dinge gleich zu erledigen.

Dass er zum Beispiel nach dem Händewaschen gleich einen Putzlappen in die Hand nehmen und die Wasserlachen vom Waschbecken wegwischen könnte, versteht er. Eigentlich. Theoretisch zumindest. In der Praxis sieht es jedoch anders aus. Da bleibt mir nichts anderes übrig, als jedes Mal hinter ihm herzuputzen.

11. Vorbereitung? Ach was, ich kann ja auch nach Mami rufen

Mittlerweile müssten wir beide in den täglichen Eltern-To-Dos durchaus routiniert sein - und beispielsweise das Wickeln, Baden und Co. aus dem Effeff beherrschen. Mami kann das.

Papa tut sich immer noch etwas schwer. Zumindest was die Vorbereitung betrifft. Aber das ist ja auch nur halb so wild, denn schließlich kann Mann ja auch nach Mami rufen (siehe wieder Punkt 2): Ich habe keine Windel, holst du den Schlafanzug, Maaamii, wir brauchen ein Handtuch ...!

12. Halb-sauberes Geschirr (= immer noch schmutzig)

Mein Mann hat eine ganz eigene Definition, was das Geschirrspülen angeht. Denn in seiner Welt gibt es tatsächlich neben schmutzigem und sauberem Geschirr auch halb-sauberes. Halb-sauber? Wirst du dich jetzt fragen? Halb-sauber bedeutet bei ihm: Schnell den Kochtopf (weil er gerade dazu verdonnert wurde) mit Wasser an-spülen und beiseite stellen.

Für ihn ist damit die Aufgabenstellung mit Bravur gemeistert und somit auch abgeschlossen. Wenn ich dann aber später komme, den Kochtopf vom Abtropfgestell in den Schrank räumen möchte, mich wundere, dass der Topf noch schmierig und fleckig ist, bekomme ich von Papa folgende Antwort: Ja, ich habe ihn ja auch nur halb-sauber gemacht.

13. Der schlechteste Spülmaschinen-Einräumer der Welt

Ich merke es immer wieder. Papa hat überhaupt keinen Bock, die Spülmaschine einzuräumen. Doch aufgepasst (liebe Männer), da gibt es einen effektiven Trick, wie man dieser Aufgabe entkommen kann. Zum schlechtesten Spülmaschinen-Einräumer der Welt werden.

Diesen Trick wendet zumindest mein Mann an. Denn wenn er gerade mal zwei Teller, eine Schüssel und einen Becher einräumt, ist die Spülmaschine voll.

14. Essenskrümel. Sie verfolgen mich überall

Sie verfolgen mich in der ganzen Wohnung. Ob auf dem Fußboden, in der Couchritze oder auf der Küchenzeile - sie sind überall. Papas Essenskrümel. Denn anscheinend findet es mein Mann als unmännlich, auf einem Teller zu essen.

Da wird halt mal eine Handvoll Chips in den Mund reingestopft oder zwischendurch ganz legere der Toast verdrückt. Natürlich alles ohne einen Teller zu verwenden. Und auch am Esstisch findet es Papa wohl sehr cool, einen halben Meter neben dem Teller zu essen...

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15. Deine Muddah ay...

Zugegeben, es gibt Dinge an mir, von denen auch Papa genervt ist. Da wäre in seinen Augen das ganze Accessoires-Gedöns, das überall in der Wohnung rumliegt und nur als lästiger Staubfänger dient, die vollgestopfte Schublade in der Küche oder mein chaotischer Schreibtisch.

Und wenn Papa dann völlig genervt ist, wendet er sich hilfesuchend an unseren Sohn: Deine Mutter (sprich: Muddaah) ay...Sorry, lieber Papa. Auch wenn du damit recht haben könntest, aber auch dieser Spruch nervt gewaltig.

Kleiner Nachtrag

Und wenn es jetzt doch den einen oder anderen Mann geben sollte, der trotz meiner Warnung, diesen Artikel gelesen hat - dann möchte ich ein paar kurze Worte an euch richten. Liebe Männer, auch wenn ihr behauptet, dass wir Frauen kompliziert sind, ist es mit uns eigentlich ganz einfach.

1. Respektiert einige Regeln (und haltet sie vor allem ein), denn sie dienen dem (ordentlichen) Allgemeinwohl.

2. Zeigt ein wenig Eigeninitiative und überlegt zum Beispiel selber, wo der Schnuller sein könnte.

3. Und auch ein kleines Geschenk nebenbei, kann bei uns Frauen schon wahre Wunder bewirken...

Wie sieht es bei euch zu Hause aus? Was nervt dich an Papa? Bitte, bitte erzähle mir davon. Denn ich möchte auch gerne mal über das Leid von anderen lachen. Hinterlass hier einen Kommentar oder schreibe mir eine Mail an mami.bloggt@yahoo.de - ich freue mich auf deine Geschichte.

Der Beitrag erschien ursprünglich auf Mami bloggt.

Hier findet ihr das Buch der Autorin Mami Bloggt.

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