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07/11/2015 05:56 CET | Aktualisiert 07/11/2016 06:12 CET

Man wird ja wohl noch sagen dürfen in diesen schönen Lande

ODD ANDERSEN via Getty Images

Kommentar:

Die Stimmung kippt. Was als nett gemeinte Plauderecke in den letzten Jahren für kurzweilige Unterhaltung sorgte, verkommt zu einer Ansammlung von Sofapolitaktivisten. Man reibt sich die Augen.

Auf Facebook liest man auf einmal dass Freunde den Einsatz von Gummigeschossen auf Flüchtlinge befürworten.

Mehrere größere deutsche Onlinezeitungen blockieren die Kommentare, zu viele vergiftete Wörter werden anonym an die virtuellen Wände geschmiert. Das macht mich traurig. Zuerst verlieren wir unsere Sprache, dann verlieren wir unseren Respekt. Wir teilen uns auf in schwarz und weiß.

Ich bin ein typischer schwäbischer Maultaschenultra. Engstirnig, politisch interessiert und nur in der Kneipe laut. Regional verbunden, bergverliebt und mit manchen Vorurteil bewaffnet. Was mir an Deutschland immer gefallen hat? Unsere hitzige aber immer faire Diskussionskultur. Politisch war ich nie wirklich aktiv.

Als Berufsmusiker und wöchentlicher Kulturkolumnist für die wöchentliche Briefkastenzeitung versucht man im Alter lieber neutral zu bleiben. Die Entwicklungen der letzten Monate haben mich dazu bewegt, folgenden Song zu schreiben. Vielleicht bewegt er die eine oder den anderen sich künstlerisch zu positionieren. Man darf sich gerne mal zoffen in der großen WG Deutschland, dabei sollte man aber die demokratischen Grundsätze in diesen schönen Lande nicht vergessen.

Irgendwann mal reicht es dem schwäbischen Wutbürger. Dann muss es einfach raus. Eine kommerzielle Einzelveröffentlichung ist nicht vorgesehen.

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