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07/12/2015 18:12 CET | Aktualisiert 07/12/2016 06:12 CET

Warum der Onlinehandel ökologisch punkten kann

Hero Images via Getty Images

Was früher der Weihnachtsmann mit seinem Schlitten gebracht hat, liefern heute die Fahrzeuge von DHL, UPS und Co aus. Die Einkaufsgewohnheiten der Deutschen haben sich dramatisch geändert.

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E-Commerce ist das Zauberwort und immer mehr Deutsche entdecken diese Art des modernen Shoppings für sich. Deutschland hat sich nach den USA und Großbritannien zum Online-Shoppingmarkt Nummer drei entwickelt, mit einem Umsatz von 45 Milliarden Euro im Jahr 2014.

Angesichts der riesigen Flotte von Auslieferungsfahrzeugen, fragt man sich, ob diese Art von Shopping denn überhaupt umweltfreundlich ist? Schenkt man einer Studie des Deutschen Cleantech-Institutes Glauben, dann kann der Couchsurfer, der seine Weihnachtsgeschenke, bei Amazon, Zalando und Co kauft, sein Gewissen auf einem sanften Ruhekissen ausruhen.

CO2 Bilanz besser als im stationären Handel

Trotz hoher Retourenquote und teilweise mehrmaliger Anfahrt durch den Paketzusteller können Kunden guten Gewissens online einkaufen. Denn im Durchschnitt werde dabei deutlich weniger CO2 produziert, als wenn die Käufer dasselbe Produkt im stationären Einzelhandel erwerben würden.

Selbstverständlich lassen die Ergebnisse einer Untersuchung immer Raum für Interpretationen, zumal bei der Berechnung des CO2 Ausstoßes.

Doch zumindest wenn die Kunden Elektronik, Bücher oder aber auch Möbel kaufen, nutzen sie überwiegend das eigene Auto und nicht etwa Busse oder Bahnen oder das eigene Fahrrad genutzt. Und hier punktet der Onlinehandel: Denn die gebündelten Verkehre der Lieferdienste, die auf ihren Touren je etliche Adressen anfahren, haben die bessere Energiebilanz - selbst bei Hinzurechnung der Retourenquoten.

Trotz der Einberechnung der Zurücksendungen oder der Mehrfachtouren, weil der Adressat gerade nicht zu Hause ist, kommt die Studie zum Schluss, könne der günstigere Klimafaktor-Vorteil des Onlinehandels nicht durch den stationären Handel kompensiert werden.

Nicht nur den CO2 Abdruck betrachten

Zur Nachhaltigkeitsdiskussion im Onlinehandel gehören jedoch nicht nur die Betrachtung von Lieferketten, vor allem auch das entsprechende Angebot der Händler gerät immer stärker in den Fokus der Verbraucher.

Nach einer Umfrage des Kölner ECC, sind Ehrlichkeit und Transparenz in der Kundenkommunikation quasi die „must haves" an für Internetanbieter.

Aktuell, so heißt es in der Untersuchung, könnten sich Online-Händler im Kontext Nachhaltigkeit dann wichtige Pluspunkte sammeln, wenn sie ihr Sortiment und den Versandprozess nachhaltig gestalten.

85 Prozent aller Online-Shoppern ist es wichtig, dass keine gesundheitsschädlichen Produkte angeboten werden. 81 Prozent wollen, das insbesonders langlebige und zweckdienliche Artikel beworben werden. Auch das Verpackungsmaterial spielt eine Rolle. 78 Prozent der Befragten achten darauf, ob überflüssige Verpackungsmaterialien eingespart werden.

Übrigens: 87 Prozent der Konsumenten würden Versandkartons mehrfach verwenden und 63 Prozent finden es gut, darauf hingewiesen zu werden, dass die Bestellung des gleichen Artikels in mehreren Größen oder Farben die Umwelt belastet. Darüber hinaus befürworten sechs von zehn Befragten Anreize, um keine Produkte zurücksenden zu müssen.

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