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18/12/2016 08:33 CET | Aktualisiert 19/12/2017 06:12 CET

Cenegiz Ehliz: Cashback-Systeme müssen auch für den stationären Handel gedacht werden

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Alle kennen sie, die Meilen oder Punkte, die man beim Kauf von Dienstleistungen oder Produkten auf Kundenkarten und- konten sammelt.

Schon seit vielen Jahren gibt es Bonusprogramme, die die Bindung an einen Anbieter erhöhen sollen, Omas und Opas erinnern sich möglicherweise sogar noch gut an die Sammelmarken des Konsums, den es ja nicht nur in der ehemaligen DDR, sondern in ganz Deutschland gab.

Ohne Elektronik geht es nicht

Inzwischen sind die meisten Programme elektronisch geworden und auch in der digitalen Welt angekommen. Doch einen Haken haben die meisten Bonussysteme: Sie bleiben in der eigenen Welt und bei vielen Systemen gibt es kein bares Geld zurück, sondern Sachwerte. Für den kleinen Einzelhändler, für den Fleischer oder Bäcker um die Ecke sind diese System schlicht zu teuer.

Treue- und Cashback: Der Unterschied

Im Onlinebereich gibt es hingegen eine Reihe von Cashback-Systeme, die im Gegensatz zu den klassischen offline- Bonusprogramme, die die Treue von Kunden zu ihren Lieblingsshops belohnen. Anstatt bei Einkäufen Punkte gut geschrieben zu bekommen undzu sammeln, die dann für Prämien eingetauscht werden müssen, sammeln Kunden bei Cashback-Systemen bei jedem Einkauf echtes Geld.

Bislang eher Ketten als Einzelhandel

Nun gibt es auch für den lokalen stationären Handel ein System, das ihm ermöglicht, an solchen Bonussystemen teilzunehmen. „Wichtig", so Cengiz Ehliz von der weeconomy AG, „dass hier der lokale Handel profitieren wird, da er nun endlich seinen Kunden ein adäquates System anbieten kann."

Kern der Produktes sind eine App hinter der sich ein umfassendes Online-Portal verbirgt. Die Bonuspunkte können, so erklären die Macher des Systems, dann direkt mit dem nächsten Einkauf bei einem der teilnehmenden Betriebe verrechnet werden, so dass der finanzielle Vorteil sich direkt bemerkbar macht.

Kryptowährung

„Trotz der gewährten direkten Barrabatte hat der Einzelhandel einen direkten Vorteil, nämlich einen prognostizierte von sieben bis zehn Prozent, dass die Rabattgewährung bei weitem übersteigt," berichtet Michael Scheibe, der Co-Founder des Projektes. Das, was uns von anderen Systemen unterscheidet, ist die Tatsache, dass die Bonuspunkte auch direkt auf das jeweilige Konto als Bargeld ausgezahlt werden könne, also ein wirklich finanzieller Vorteil entsteht. In Zeiten von Bitcoins und Co gehören auch „wees" zu den sogenannten Kryptowährungen, die man sich bei angeschlossenen Händlern als echtes Geld anrechnen oder sich über das eigene Girokonto auszahlen lassen.

In Onlineshops erzielte wee können nur beim Händler vor Ort verrechnet werden. Ein wee entspricht einem Euro, einem Franken, perspektivisch auch einem Dollar, einem Pfund oder 100 Rubel. Das System errechnet die unterschiedlichen Währungen in Echtzeit, inklusive Währungsschwankungen.

Da das System App-basiert ist, kann es entsprechend weltweit eingesetzt werden.

Ab Mitte Dezember soll es nun aber erst einmal in Deutschland, Österreich, Italien, Frankreich, Slowenien, Slowakei, Schweiz, Polen, Tschechien starten, wo man mit einem Roll-Out beginnen will.

In Zeiten, da der Online-Handel dem stationären Betrieben den Rang abzulaufen droht, könnte ein derartiges System möglicherweise eine Trendumkehr sein, denn nun können eben nicht nur die großen Ketten, sondern auch der Mittelstand diese Karten ausgeben, und dies mit vielfältigen Möglichkeiten der Kommunikation mit dem Endkunden.

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