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10/08/2015 12:37 CEST | Aktualisiert 10/08/2016 07:12 CEST

"Ghosted" - und jetzt?

Thinkstock

Zugegeben, in unserem Zeitalter bedeuten Dating-Trends selten etwas Gutes - der neueste ist aber besonders besorgniserregend.„Ghosting" heißt das Phänomen, das uns zurzeit beschäftigt.

Noch nie gehört? Als „Ghosting" bezeichnet man das Einfach-nicht-mehr-melden eines Dates, Freundes oder sogar Partners. Kommt euch irgendwie bekannt vor? Ist auch leider gar nicht so selten. Mal wird die Person ganz einfach (mehr oder weniger gekonnt) ignoriert, mal auf sämtlichen Kanälen geblockt. Wer so etwas tut? Ziemlich viele Menschen. Nicht die feine Art - aber offenbar ein „Trend", mit dem wir klarkommen müssen.

5 Tipps, wie ihr mit „Ghosting" besser umgeht

1. Die Gründe kennen

Warum einfach nicht mehr melden, statt ehrlich zu sein? Ein simples „Tut mir Leid, aber es passt einfach nicht" oder sogar ein vorgeschobenes „Ich habe momentan überhaupt keine Zeit" wären besser als jemanden einfach aus seinem Leben zu verbannen. Wer das tut, ist feige und ziemlich herzlos. Sollte dir das als Erklärung nicht reichen, hilft nur eins: Nachfragen! Meldet sich die Person dann immer noch nicht - oder blockt dich sogar - weißt du, dass es keinen Sinn macht, noch weiter über sie nachzudenken.

2. Die Situation verarbeiten

Die meisten von uns haben die Angewohnheit, den Fehler bei uns selbst zu suchen. Deshalb ist es wichtig, sich klarzumachen: „Es ist nicht meine Schuld!" Fest steht, selbst wenn du etwas falsch gemacht hättest, wäre „Ghosting" nicht akzeptabel. Was kann so schlimm sein, dass es einer Person keinen anderen Ausweg lässt, als sich plötzlich nicht mehr zu melden? Die Tatsache, dass es keine Erklärung gibt, macht es schwerer, die Situation zu akzeptieren. Doch egal wie gern du die Person hattest, du solltest wissen: In einer Beziehung hätte sich der „Ghoster" bei Problemen vermutlich genau so verhalten. Spätestens dann hätte es mit euch ohnehin nicht funktioniert.

3. ...und damit abschließen

Sei enttäuscht, sei wütend - und dann lerne, darüber zu lachen. Es ist wie es ist, und die Situation ewig zu hinterfragen bringt dich nicht weiter. Auch, wenn es weh tut: He's just not that into you.

4. Weiterleben

Wer dich einmal aus seinem Leben gestrichen hat, wird das so schnell nicht rückgängig machen. Auf eine Erklärung wartet man wahrscheinlich vergeblich, und die verschwendete Zeit ist es nicht wert. Ablenkung ist die Lösung! Stürz dich in die Arbeit, geh mit Freunden aus, verlieb dich neu. Finde heraus, was dir hilft. Was nicht hilft, ist, der Person hinterherzulaufen. Im besten Fall streichelt es das Ego des „Ghosters", im schlimmsten Fall gibt es ihm nur noch mehr Gründe, sich nicht bei dir zu melden.

Die Devise lautet: Fake it 'til you make it. Tu so, als würde es dir nichts ausmachen, dann macht es dir auch irgendwann nichts mehr aus. Versprochen.

5. Optimistisch bleiben

Nicht jeder, den du kennenlernst, ist ein „Ghoster". Bleib offen für neue Kontakte und vermute nicht hinter jeder unbeantworteten Nachricht einen Geist. Sich zu verschließen führt nur dazu, dass man selbst zum „Ghoster" wird - und das kann doch nicht die Lösung sein?

Und sollte sich der Geist doch noch mal melden, überleg dir gut, was du tust. Hat er eine richtig gute Ausrede parat oder nur ein beiläufiges „Hey, wie geht's"? Letzteres lässt vermuten, dass ihm einfach nur langweilig ist und er sein Verhalten nicht wirklich bereut. Solltest du ihm nicht verzeihen können, ist es Zeit, endgültig mit ihm abzuschließen.

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