BLOG
03/01/2017 11:26 CET | Aktualisiert 04/01/2018 06:12 CET

5 fundamentale Wahrheiten, an die du dich im neuen Jahr täglich erinnern solltest

iStock

Fällt es Dir manchmal auch schwer im Alltag das wirklich Wichtige von Unwichtigem auseinander zu halten? Jeden Tag werden wir mit so vielen Ablenkungen bombardiert, ob Zuhause, in der Arbeit oder durch die Medien inkl. Facebook & Co. Und wenn wir nicht aufpassen finden wir uns plötzlich in einem Alltagstrott wider, der relativ wenig mit dem zu tun hat wie wir unser Leben tatsächlich gestalten möchten.

Folgende 5 fundamentalen Wahrheiten sind für mich immer wieder extrem effektive Werkzeuge um die Dinge im größeren Kontext zu sehen und Wichtigem von Unwichtigem zu unterscheiden.

#1 Ich werde sterben

Steve Jobs hatte mal gesagt:

"Mich zu erinnern, dass ich bald tot sein werde, war für mich das wichtigste Werkzeug, das mir geholfen hat, alle diese großen Entscheidungen zu treffen.

Weil fast alles - alle äußeren Erwartungen, der ganze Stolz, die ganze Angst vor dem Versagen und der Scham - diese Dinge fallen einfach weg angesichts des Todes und es bleibt nur mehr das, was wirklich wichtig ist." 

Wahrscheinlich könnten wir uns so manchen Streit und andere Frustrationen ersparen, wenn wir uns diese Tatsache nur oft genug vor Augen führen würden. Denn dann erkennen wir wie kostbar unsere Zeit tatsächlich ist und würden sie nicht so leichtsinnig verschwenden.

Bei großen Entscheidungen ist es für mich auch immer ein extrem effektives Mittel. Wenn ich in der Vergangenheit manchmal meine Entscheidung angezweifelt habe meinen hochbezahlten Job als Investment Analyst für eine ungewisse Zukunft als Yogalehrer eingetauscht zu haben, dann half mir diese Erinnerung immer weiter. Meine Prioritäten waren sofort wieder klar und ich wusste was für mich zählt in meinem Leben.

#2 Ich weiss nicht woher ich komme und wohin ich gehe

Ich erinnere mich noch zurück, wie ich mir vor vielen Jahren als kleiner Junge oft die Frage gestellt habe woher ich eigentlich gekommen bin bevor ich auf dieser Welt landete und wohin ich irgendwann mal gehe, wenn ich sie wieder verlasse. Ich hatte oft das Gefühl als ob ich der einzige bin, der sich das fragt und irgendwann ist die Fragerei dann wohl verschwunden.

Erst als ich mich dann nach vielen Jahren zum ersten mal mit dem Thema Spiritualität beschäftigt habe, wurde mir klar, dass diese Frage in vielen Traditionen eine entscheidende Rolle einnimmt. Nicht in der Form wie ich es bisher von der Religion kannte, wo einem als Kind gesagt wird, dass das so und so ist und man das dann eben "glauben" kann oder nicht.

Indem ich die Tatsache anerkenne und mir immer wieder vor Augen führe, dass ich die Antwort auf diese Fragen nicht kenne, nehme ich plötzlich meine gesamte Umwelt anders war und sehe die Dinge durch eine andere Brille. Wir sind oft so beschäftigt in unserem Leben und vergessen dabei die Tatsache, dass wir diese fundamentale Frage nicht beantworten können.

Probier's einfach mal aus. Geh draußen eine Runde spazieren (am besten irgendwo in der Natur) und führe Dir diese simple Tatsache vor Augen und beobachte genau was dabei in Dir passiert. Frag Dich selbst "woher komme ich und wo bin ich hier überhaupt?".

#3 Ich bin winzig klein innerhalb des Kosmos

Eine weitere Tatsache, die man nur all zu leicht vergisst. Ich glaube wir alle sind uns darüber bewusst, dass da draussen ein riesiges Universum ist. Aber wie riesig es tatsächlich ist, erstaunt mich jedes mal aufs Neue. Es ist nicht wirklich in Worte zu fassen, da die Größenordnungen nur noch für die wenigsten Menschen begreifbar sind.

Mich daran zu erinnern, hilft mir oft Probleme in das rechte Bild zu rücken. Probier es mal aus wenn du Lust hast!

Dieses Video zeigt uns die Größenverhältnisse auf verblüffende Weise:

#4 Es existiert eine Intelligenz in mir, die grenzenlos ist

Albert Einstein soll einmal gesagt haben

"Es gibt zwei Arten sein Leben zu leben: entweder so, als wäre nichts ein Wunder, oder so, als wäre alles eines. Ich glaube an Letzteres."

Obwohl wir so winzig klein sind in diesem Kosmos, scheint in uns eine Intelligenz zu existieren, die unter anderem Nahrung in einen menschlichen Körper umwandeln kann. Ist das nicht ein unfassbares Wunder?

Werkzeuge wie Meditation ermöglichen es uns langsam nach innen vorzudringen und diese unendliche Intelligenz zu erfahren.

#5 Meine Dauer auf dieser Erde ist extrem kurz

Der deutsche Mann wird im Durchschnitt 78 Jahre alt, die Frauen haben es etwas besser und werden 83 Jahre alt. Unsere aktuelle Zeitrechnung begann vor ungefähr 2.000 Jahren. Die Menschen existieren seid ungefähr 200.000 Jahren auf der Erde. Die Erde existiert seit ca. 4,6 Milliarden Jahren. Und der Urknall an dem alles scheinbar irgendwie begonnen hat, soll vor 13,8 Milliarden Jahre stattgefunden haben.

Das sind große Zahlen. Wie kann man es sich besser vorstellen? Wenn man die Lebensdauer der Erde auf 24h skaliert und die Erde um 0 Uhr begann, dann gibt es die Menschen erst seit ca. 23:58:43 Uhr, oder anders gesagt seit 77 Sekunden. Unser eigenes ca. 80-jähriges Leben entspricht dann innerhalb dieses 24h-Tages nicht einmal einem einzigen Wimpernschlag.

Dieses Video schafft es auf ganz lustige Weise die Verhältnisse zu verbildlichen:

Wenn Du Lust hast, experimentiere einfach mal etwas mit diesen fünf Tatsachen. Wenn Du das nächste mal dabei bist Dir über etwas Sorgen zu machen oder Dich aufzuregen, rufe Dir diese 5 Tatsachen in Erinnerung. Vielleicht genügt auch schon eine einzige. Schau was passiert! Gerne kannst Du ein Kommentar hinterlassen wie es Dir dabei ergangen ist!

Liebe Grüße,

Fabian Merkle

Lesenswert: