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22/03/2016 06:12 CET | Aktualisiert 23/03/2017 06:12 CET

Die Illusion der Trennung überwinden

Frederic Cirou via Getty Images

Hast du dich manchmal gefragt, warum du dich oft so allein und abgeschnitten fühlst? Warum du immer wieder den gleichen schmerzvollen Gefühlen ausgesetzt bist? Warum du so viel Angst vor dem Verlust von geliebten Menschen oder Sicherheiten hast?

Das Seltsame ist, dass sich jeder von uns von Zeit zu Zeit diese Fragen stellt. Wir alle fallen gelegentlich in einen irrationalen Schmerz, den wir uns nicht erklären können. Scheinbare Kleinigkeiten, aber auch Verluste oder Veränderungen, öffnen überraschend tiefe Gefühle, die wir sonst vor anderen und oft auch vor uns selbst verstecken. Wir fühlen uns dann ungeliebt, als Versager, nicht mit anderen verbunden und abgeschnitten vom Lebensstrom. Oft fragen wir uns dann nach dem Sinn des Ganzen.

Woher kommen diese starken Gefühle von Getrenntheit und Angst?

URWUNDE UND SEELENPOTENTIAL

Jede Seele ist schon eine lange Zeit auf dieser Erde unterwegs. Du hast am Anbeginn deiner Reise auf der Erde gewusst, dass du im höchsten Ausmaß Trennung, Einsamkeit, Angst und Kampf erleben wirst. Du selbst hast die Erde als Schulung für deine Seele gewählt, weil du wusstest, dass du nirgends eine so rasche Erweiterung deiner Seele erfahren kannst wie hier.

Wir wussten alle am Anbeginn unserer Reise um unsere individuelle Grundfähigkeit und darum, was unsere Aufgabe ist. Wir liebten es, einen Körper zu haben und über seine Sinne wahrnehmen zu können. Wir waren begeistert über die Möglichkeiten hier auf diesem Planeten. In allen Schöpfungsmythen ist diese begnadete Zeit auf der Erde bekannt als das Paradies und der Garten Eden. Wir erinnern uns alle daran und sehnen uns danach zurück.

Jeder von uns machte jedoch am Anbeginn seiner Erdenreise die gleiche Erfahrung hier: Gewalt, Angriffe oder Herabsetzung. Für jede Seele war dies ein massiver Schock, der Angst und große Unsicherheit zur Folge hatte. Die "Urwunde" war geboren, brannte sich in unsere Zellen als massiver Schock ein.

Von dem Moment an glaubten wir nicht mehr an die Einheit, sondern an die Trennung von anderen, und erinnerten uns nicht mehr an unsere Herkunft. Der dichte Schleier des Vergessens entstand. Wir verloren den Zugang zu unserer Seelenessenz: der Wahrheit darüber, was und wer wir wirklich sind.

Doch jetzt ist es Zeit für uns, diese Illusion der Trennung zu erkennen. Dafür müssen wir den Schutzpanzer herablassen, mit dem wir unsere Urwunde schützen. Wir müssen zulassen, dass sie berührt wird - auch, wenn dies mit Schmerzen verbunden ist. Denn wo unser größter Schmerz ist, ist auch unsere größte Kraft.

Viele von uns wurden vor allem in den letzten Jahren immer wieder in Situationen geführt, die genau diese tiefste Wunde von Getrenntheit, Unwertigkeit, Ohnmacht in uns berührte. Doch das hat alles seinen Sinn. Durch das Öffnen der Wunde - und das Zulassen der alten Gefühle - ist es möglich, dass wir uns mit unserem Urkern aussöhnen und wieder Zugang zu unseren Grundfähigkeiten, unserer Seelenessenz zu bekommen. So finden wir zu dem, was wir in Wahrheit sind.

Was hilft dir durch die Seelenkrise, die das Öffnen deiner Urwunde auslöst?

1. JA ZUM HIERSEIN

Sei einverstanden mit deiner Reise auf der Erde und fühle in jedem Moment die Dankbarkeit, hier in einem Körper mitspielen zu können. Dafür kannst du dich jetzt entscheiden! Denn dieses JA setzt in deinen Zellen die Erinnerung an den freudigen Beginn deiner Reise als Seele in Gang - und du bist wieder in deiner Uressenz und somit in deinem wahren Zuhause jenseits von Trennung.

2. EMOTIONEN ZULASSEN

Was wäre, wenn du alle deine Emotionen zulassen würdest? Wenn du den Schmerz, die Enttäuschung, das Versagen und die Angst einfach zulassen und den Widerstand dagegen aufgeben würdest? DU BIST DAS. Du bist es jetzt. Nur wenn du alles sein kannst, dir zugestehst, dass alles sein darf, dann bist du wirklich frei. Wir sind in diesen Zeiten aufgerufen, uns unseren uralten angesammelten Emotionen zu stellen. Oft geht es nicht darum, sofort eine optimale Lösung und Erleichterung zu finden. Dadurch, dass wir diese uns behindernden Gefühle neu erfahren und annehmen, werden sie aufgelöst.

3. EIN MUTIGES HERZ

Dein JA zum Leben und Sein und deine Herzkraft gibt dir den Mut, dich über alle Konventionen und Ängste in dir hinwegzusetzen. Folge deiner innersten Freude und drücke sie im Außen aus.

Als erstes aber verzeihe dir all die vielen Momente, in denen es dir scheinbar an diesem unerschrockenen Mut mangelte. Verzeihe dir jetzt alle Situationen, in denen du dich anders verhalten, anders hättest sein sollen - es war einfach noch nicht an der Zeit. Jetzt ist eine neue Zeit, und du wirst viele Gelegenheiten bekommen, dich zu erfahren und deinen Mut zu erproben.

Schau in dich hinein und finde heraus, was dich nährt und was deine wahren tiefsten Herzenswünsche sind. Habe den Mut, dieser Sehnsucht konsequent zu folgen. Wenn deine Herzkraft und somit dein Selbstwert stabil bist, dann hast du wieder deine Urkraft verankert und somit alle Unterstützung auf deiner Seite.

4. NICHT IDEAL SEIN

Ein Ideal zu erfüllen, kostet uns ständig enorme Lebenskraft. Du musst dich in dir verbiegen, viele Anteile verleugnen, du setzt dich unter Druck, bemühst dich endlos, viele Erwartungen zu erfüllen, und versuchst alles, gut und geliebt zu sein. Aber so kehrst du niemals heim zu dir selbst.

Bei dem ganzen Prozess geht es nicht darum, dass du einem "Ideal" entsprichst oder der große aufgestiegene Meister des neuen Zeitalters wirst. Es geht einzig und allein darum, dass du wahrhaftig wirst und somit ganz. Dass du Dich in Deiner Ganzheit erkennst und bejahst.

5. SELBSTWERT AKTIVIEREN

Alle sogenannten Probleme, die wir mit anderen Menschen, aber auch im materiellen Überleben oder dem Ausdruck unserer Fähigkeiten haben, lassen sich auf einen gleichen Nenner reduzieren: Mangel an Selbstwert. Es ist der durch die Urwunde entstandene und tief in uns verwurzelte Glauben, dass wir nie gut genug sind und nicht um unserer selbst willen geliebt werden können. Wenn du deinen Selbstwert erhöhst, erlebst du all deine Beziehungen als perfekt und nimmst dadurch den Druck von dir, etwas vom anderen zu brauchen. Wenn wir uns aus der Abhängigkeit, dass der Andere uns gute oder schlechte Gefühle macht, befreien, bleiben wir im eigenen Feld stabil.

6. Intuition

Verlasse dich nur auf deine eigene Intuition, egal, was dir alle anderen erzählen und wie verwirrt und süchtig nach Erklärungen und Rat du bist. Letztendlich kehre immer zu deinem innersten Gefühl zurück: Und wenn du jetzt nichts siehst, dann vielleicht morgen oder in ein paar Wochen. Sei still, warte. Nimm dankbar liebevolle und neutrale Unterstützung an, aber spüre tief in dich hinein, was es wirklich ist. Das kann dauern. Lass dir diese Zeit.

7. Flexibilität

Eins der wichtigsten Dinge, die wir in dieser Zeit zu lernen haben, ist Flexibilität. Das bedeutet, biegsam und offen für Veränderungen zu bleiben, sich dem weisen Fluss des Lebens hinzugeben und nicht gegen den Strom zu kämpfen. Flexibel sein heißt, dass das, was gestern gut für dich war, es heute nicht mehr sein muss. Das betrifft unsere Gewohnheiten, die Ernährung, unsere Freundschaften, unsere Arbeit, unsere Art zu leben. Unsere Seele ändert sich rasch und dehnt sich weit aus in neue Welten hinein. Das bedeutet, dass sie das Alte loslassen möchte und neue, andere Gegebenheiten braucht.

8. FREIHEIT

Je klarer und wacher du in dir wirst, umso mehr lichten sich die uralten Schleier der Illusion von Trennung von unserer Ur-Quelle. Unsere Vorstellung von Getrenntheit lösten alle Emotionen von Angst aus, die den Schleier nach und nach verdichteten, bis wir glaubten, dies wäre die Realität. Weil wir nicht mehr die Wahrheit erkannten, fühlten wir uns leer und ungeborgen. Das war der Beginn der Ohnmacht. Aber es endet alles am gleichen Kern: Das bist du.

Das zu wissen, ist die grundlegende Befreiung. Du bist nicht an Emotionen gebunden oder mit Menschen oder Situationen verstrickt. Du bist frei, weil du in jedem Moment die Wahrheit erkennst.

www.salimutra.de

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