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03/08/2015 09:11 CEST | Aktualisiert 03/08/2016 07:12 CEST

"Mitbürger, die Flüchtlinge verteufeln, sind eine Schande für unser Land"

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Flüchtlinge hat es schon immer gegeben. Die Völkerwanderung war eine riesige Fluchtbewegung vor den Hunnen. Lange war Amerika das gelobte Land der Flüchtlinge aus Europa, besonders stark aus Irland.

Ohne diese Flüchtlinge, die ihre Fähigkeiten mitbrachten, hätten die USA sich nie zur Weltmacht entwickelt. Nach dem letzten Krieg wurden viele Deutsche aus Polen und der Tschechoslowakei vertrieben und haben, obwohl sie von den Alteingesessenen scheel angesehen wurden, durch ihren Fleiß zum Wirtschaftswunder beigetragen.

Bei der heutigen Flüchtlingsbewegung aus Afrika und dem vorderen Orient müssen zwei Aspekte berücksichtigt werden, z. T. gilt das auch für den Balkan:

1. Die humanitäre Seite: Menschen in Not zu helfen, sollte jeder Mensch als Pflicht ansehen, wofür auch Opfer gebracht werden müssen.

2. Die wirtschaftliche Seite: Fliehen tun ja nicht die Dummen, sondern die Intelligenten und Wagemutigen, die in ihrer Heimat keine Chancen sehen. Oft sammelt die ganze Familie, um einem hoffnungsvollen Sprössling die Flucht zu ermöglichen. Und unsere Wirtschaft braucht dringend intelligente Nachwuchskräfte.

Dass weit rechts organisierte Mitbürger Flüchtlinge verteufeln und damit Ängste bei den Mitbürgern schüren, ist eine Schande für unser Land. Zum Glück gibt es überall genügend Gegenbewegungen, die sagen: "Liebe Flüchtlinge, es ist gut, dass ihr hier seid."

Es sollte in unserem reichen Land möglich sein, diese Menschen angemessen unterzubringen und zu betreuen.

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