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09/01/2015 09:19 CET | Aktualisiert 11/03/2015 06:12 CET

10 Dinge, die gute Eltern für ihre Kinder tun

Wir Eltern verwenden viel Zeit und Energie darauf, auf die Dinge hinzuweisen, die unsere Kindern besser machen könnten. Es ist wichtig, diese Hinweise mit Anerkennung für das, was sie bereits wirklich gut machen, auszubalancieren. Wie Erwachsene auch, sehnen sich Kinder nach Anerkennung.

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Eines der Merkblätter, die bei meinen regelmäßigen Eltern-Workshops besonders gut ankommen, ist eine einseitige Übersicht über die besten Erziehungsmethoden.

Darauf sind zehn Kerngedanken aus meinem Workshop anschaulich zusammen gefasst und viele Eltern haben mir verraten, dass sie es am Kühlschrank befestigt und schon oft zu Rate gezogen haben. Auch wenn Sie diesen Workshop noch nicht besucht haben, kann diese Liste eine nützliche Stütze für den Umgang mit Kindern sein.

10 Dinge, die gute Eltern tun sollten:

1. Stehen Sie zu Ihrem Wort

Diese Regel funktioniert auf zweierlei Weise: 1. Stellen Sie keine Regeln auf, die Sie nicht konsequent durchsetzen können oder werden (weniger ist also mehr). Und 2. Halten Sie Ihre Versprechen ein.

Es ist wichtig, Kindern klar zu machen, dass Sie wirklich meinen, was Sie sagen. Das baut Vertrauen und Respekt auf.

2. „Erwischen" Sie Kinder, wenn Sie etwas gut gemacht haben und sagen Sie Ihnen genau, was Ihnen gefallen hat

Kinder möchten, dass Ihre Eltern stolz auf sie sind und blühen förmlich auf, wenn man ihnen konstruktives, positives Feedback gibt.

Wir Eltern verwenden viel Zeit und Energie darauf, auf die Dinge hinzuweisen, die unsere Kindern besser machen könnten. Es ist wichtig, diese Hinweise mit Anerkennung für das, was sie bereits wirklich gut machen, auszubalancieren. Wie Erwachsene auch, sehnen sich Kinder nach Anerkennung.

Wenn wir unsere Kinder loben, ist es wichtig, explizit zu sein. Anstatt nur zu sagen „Gut gemacht!" überlegen Sie sich, was genau Sie gut fanden und teilen Sie das mit: Ein Beispiel wäre: „Das war wirklich super, wie ruhig und geduldig du mit deiner kleinen Schwester umgegangen bist, als sie dich geärgert hat."

3. Nutzen Sie die Macht der natürlichen Konsequenz

Lassen Sie Ihre Kinder die natürlichen Folgen ihrer Handlungen und Entscheidungen tragen (es sei denn, ihre Gesundheit und Sicherheit werden dadurch gefährdet). Das ist für das Lernen maßgeblich.

Wenn Sie Ihren Kindern gewähren, die natürlichen Konsequenzen ihrer Entscheidungen zu tragen, vermeiden Sie auch Machtkämpfe, da Sie nicht einschreiten müssen. Wenn zum Beispiel Ihre Tochter an einem regnerischen Wintertag unbedingt ihre Sommersandalen anziehen möchte, erlauben Sie ihr das einfach (es sei denn, es ist so kalt, dass sie Frostbeulen kriegen könnte).

4. Weisen Sie den Weg

Bestrafungen unterdrücken lediglich bestimmte Verhaltensweisen. Teilen Sie Ihren Kindern auch mit (oder, wenn die Kinder älter sind, diskutieren Sie), welches Verhalten Sie stattdessen erwarten und loben Sie dieses ganz besonders.

5. Vermeiden Sie übertriebene Fürsorge

Fehler zu machen sowie Misserfolge und Enttäuschungen zu verkraften, sind wesentliche Lebenserfahrungen, die Kindern die Möglichkeit bieten, ihre Fähigkeiten zur Problembewältigung zu trainieren.

6. Achten Sie auf positive Berührungen

Untersuchungen haben übereinstimmend erwiesen, dass positive Berührungen (z. B. Umarmungen, zärtliches Tätscheln, Liebkosungen) ausschlaggebend für die gesunde Entwicklung von Kindern und ihr anhaltendes Wohlbefinden sind.

Achten Sie jeden Tag darauf, Ihre Kinder zärtlich zu umarmen oder zu tätscheln. Wenn Ihr älteres Kind keine Kuscheleinheiten mehr möchte, können Sie ihm immer noch liebevoll den Arm drücken oder auf die Schulter klopfen.

7. Differenzieren Sie zwischen Ihrem Kind und seinem Verhalten

Teilen Sie Ihrem Kind immer mit Worten oder Handlungen mit, dass Sie es lieben, egal was es angestellt hat (auch wenn sein Benehmen wirklich unmöglich war).

Wenn Ihr Kind ungezogen ist, sagen Sie „Mir gefällt dein Benehmen nicht." oder „Das ist nicht in Ordnung, weil...", anstatt „Was ist los mit dir?" oder „Du machst mich noch wahnsinnig!" Die letzten zwei Sätze spielen auf Scham- und Schuldgefühle an, um das Verhalten des Kindes zu ändern, anstelle einer autoritären und sachlichen Herangehensweise, die auf Vernunft und Mitgefühl basiert.

Achten Sie auch auf Ihre nonverbale Kommunikation (Körpersprache, Tonfall, etc.). Diese nonverbalen Hinweise haben eine große Wirkung und können die Bedeutung von Worten verändern.

8. Vermeiden Sie Standpauken wenn Ihre Kinder hungrig oder müde sind

Sind Kinder müde oder hungrig, können Sie sich auf das, was Sie ihnen beibringen möchten, nicht konzentrieren. Da das Ziel einer Standpauke ist, den Kindern etwas beizubringen, sollten sich Ihre Kinder in einem körperlichen und geistigen Zustand befinden, der es ihnen ermöglicht, aus ihren Fehlern zu lernen und sich beim nächsten Mal besser zu benehmen.

Stellen Sie die Angelegenheit zurück und kommen Sie auf das problematische Verhalten erst dann zu sprechen, wenn die Kinder ausgeschlafen/satt sind und sich alle etwas beruhigt haben.

9. Bringen Sie Ihren Kindern die „großen Drei" bei

Anstatt zu Ihrem Kind zu sagen „Du kannst alles", bringen Sie ihm die „großen Drei" bei: Übung, Geduld und Ausdauer. Diese Angewohnheiten sind die Grundpfeiler für den Erfolg.

10. Bringen Sie Ihren Kindern bei, Impulsivität zu kontrollieren

Bringen Sie Kindern bei, zu antworten (anstatt zu reagieren). Es ist in Ordnung, dass sie fühlen, was auch immer sie fühlen, aber es ist nicht in Ordnung, diese Gefühle impulsiv in Taten umzuwandeln (z.B. durch schlagen oder schreien). Das ist vielleicht eine der wichtigsten Fähigkeiten, die man seinen Kindern beibringen sollte.

Dieser Beitrag erschien zuerst bei "Psychology Today" und wurde aus dem Englischen übersetzt.

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