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22/09/2018 14:59 CEST | Aktualisiert 23/09/2018 11:40 CEST

Zwei Studenten spielen McDonalds Streich – und bekommen dafür 25.000 Dollar

Mit einem kleinen Streich haben die beiden den Fast-Food-Riesen McDonalds zum Umdenken gebracht.

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  • Bei einem Besuch im McDonalds fiel zwei Studenten auf, dass keines der Werbemodels so aussahen, wie sie selbst.
  • Also haben sie heimlich ein eigenes Werbeplakat dort ausgehangen.

Manchmal können kleine Dinge eine große Wirkung entfalten. So auch der Streich zweier Studenten aus Houston. Als Jevh Marvilla und Christian Toledo in einem McDonalds-Restaurant in Pearland, Texas aßen, fiel ihnen auf, dass unter den Werbeplakaten in dem Laden kein einziges sahen, welches Asiaten zeigte.

Die beiden Amerikaner, die selbst asiatischen Migrationshintergrund haben, fanden es traurig, dass Menschen wie sie, dort nicht vertreten waren.

Also hatten sie eine Idee: Sie wollten ihr eigenes Poster, das sie selbst zeigt, dort aufhängen.

In einem Video auf YouTube zeigen die beiden, wie sie es gemacht haben.

Streich mit einem gekauften McDonalds-Shirt und Hilfe von Freunden

Sie versorgten sich mit ein wenig Essen aus dem McDonalds-Restaurant und nahmen in üblicher Werbeplakat-Manier ein Foto von sich und dem Essen auf.

Das bearbeiteten Sie dann am Computer so, dass es wie die anderen Poster in dem Restaurant aussahen und ließen es in einer Online-Druckerei drucken.

Der spannendste Moment war dann das Aufhängen im Restaurant.

Jevh Marvilla hatte sich im Vorfeld ein McDonalds-Shirt aus einem Second-Hand-Laden geholt, um sich als Mitarbeiter auszugeben, sollte sie jemand entdecken.

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Sie platzieren Freunde im McDonalds direkt vor der Wand, wo sie das Poster aufhängen wollten.

In einem Moment, als die Mitarbeiter des Restaurants beschäftigt waren, hingen die Freunde das Plakat auf und verließen es danach schnell und möglichst unauffällig.

Nach 51 Tage hing das Plakat noch immer im McDonalds-Restaurant

In dem Glauben, dass Plakat würde bald entdeckt werden, hatten sie es nur mit einem leichten Klebeband an der Wand befestigt, damit es leicht abzunehmen war.

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Doch als die Freunde 51 Tage später wieder in dem McDonalds waren, hing das Plakat noch immer dort.

Marvilla machte davon ein Foto, welches auf Twitter viral ging. Über eine Million Likes und über 250.000 Retweets bekam der Post.

Die Geschichte wurde so bekannt, das auch die US-Moderatorin Ellen Degeneres auf sie aufmerksam wurde und die beiden Studenten in ihre Show einlud.

Begeistert von der Guerilla-Aktion für mehr Sichtbarkeit von Asiaten in Amerika, hatte die Moderatorin eine Überraschung für die beiden vorbereitet. Sie überreichte ihnen jeweils einen Scheck von 25.000 US-Dollar.

Doch das Geld kam nicht von ihr, es war von McDonalds, um den beiden für ihre Aktion zu danken und um sie und ihr Bild in einer neuen Marketing-Kampagne zu nutzen.

Mit einem kleinen Streich haben die beiden also den Fast-Food-Riesen McDonalds zum Umdenken gebracht.

“Es ist verrückt, wie viel ein Streich und ein Tweet verändern können”, sagte Jevh gegenüber “NBC-News”. Doch er hat auch eine Forderung:

“Die ganze Welt ist ein Sammelbecken von verschiedenen Kulturen, es ist Zeit, dass die Medien das auch abbilden.”

(jr)