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22/09/2018 16:15 CEST | Aktualisiert 22/09/2018 16:15 CEST

Zukunft ist Kopfsache: Wie machen wir die Welt neu?

Wie macht man die Welt neu? Diese Frage stammt aus dem Neuen Testament. „Seht, ich mache alles neu“, wird Jesus in der Offenbarung des Johannes zitiert. Es geht darum, wie Worte in Taten verwandelt werden. Das Neue entsteht immer dann, wenn es eine Offenheit gegenüber dem Möglichen gibt, das bereits im Wirklichen verankert ist. Dieser Thematik widmet sich der aktuelle Sammelband „Visionäre von heute – Gestalter von morgen“. Hier steht nicht im Fokus, wer oder was Menschen sind, sondern darum, was sie aus sich (selbst) und ihrem Leben machen. Dabei steht nicht das Sein im Vordergrund, sondern das Können.

Das Buch entstand unter dem Vorsatz, die Perspektive möglichst breit zu ziehen und biografische Ansätze, Ideen und Thesen aus den interdisziplinären Bereichen zusammenzubringen. Dabei geht es nicht um eine Ansammlung von Fakten, sondern um Lebenserzählungen und Handlungsmotiven von Menschen in einer stetig sich wandelnden Welt, in der Wissen allein die Zukunft nicht sichern kann. Wir leben in einer Zeit, in der sich alte Gewissheiten wie finanzielle und körperliche Sicherheit, Geschlechterrollen, soziale Schichten, religiöse Bindungen, nationale Grenzen auflösen oder aufzulösen scheinen. Neue Leitlinien und Identitäten sind bestenfalls verschwommen in Sicht. Gerade in Zeiten der Unsicherheit braucht es deshalb Können, um mit neuen Problemen umzugehen.

Im Sammelband werden Menschen vorgestellt, die neben ihrer Neigung zu handeln auch bereit sind, zu geben und zu teilen. Zu den Autoren gehören: Felicitas Birkner, Wolfgang Grupp, Karin Helle, Horst Herberg, Alexandra Hildebrandt, Manja Hies, Tatjana Kiel, Wolfgang Köbler, Dagmar Fritz-Kramer, Olaf Krebs, Matthias Krieger, Tobias Loitsch, Fredmund Malik, Reiner Meutsch, Tina Müller, Werner Neumüller, Claus-Peter Niem, Tim Polifke, Ina Schmidt, Jonathan Sierck, Nicole Simon, Alexander Stoeckel, Thi Loan Strasser, Marion Weissenberger-Eibl, Philipp von der Wippel, Tobias Wrzesinski.

Jede/r von ihnen hat auf seine Weise eine Vision in die Welt gebracht, Resonanz geschaffen und etwas bewegt. Alle vereinen den Träumer, Realisten und Kritiker in sich. Sie schaffen (ihre) Zukunft, indem sie Träume entwickeln und sie dann mit kritischem Blick in Realität umwandeln. Der von Walt Disney geprägte Begriff Imagineering steht für ihre Koordination.

Aber auch Neugier gehört zu ihren wichtigsten Eigenschaften. Sie brauchen sie, um auf Änderungen in ihrem Umfeld zu reagieren und zu lernen. Ohne neugierige Fragen und Erkenntnisdrang, ohne Versuch und Irrtum könnten sie ihren Weg zu mehr Erkenntnis nicht gehen. „Neugierde ist der Ursprung von Innovation. Sie erfordert Mut. Mut benötigt Leidenschaft. Deshalb müssen wir dafür brennen, was wir tun und brauchen Berufungen statt Berufe“, schreibt Philipp von der Wippel, Geschäftsführer von Project Together https://www.projecttogether.org/, Deutschlands führendem Inkubator, der Lösungen für gesellschaftliche Herausforderungen entwickelt, in seinem Beitrag. Da Neugier innere Freiheit braucht, ist für ihn die Selbstfindung der Startpunkt der Neugier: „Innovation beginnt bei uns selbst. Zukunft ist Kopfsache.“

Springer Gabler

Visionäre von heute – Gestalter von morgen - 2018 Inspirationen und Impulse für Unternehmer. SpringerGabler Verlag, Berlin, Heidelberg 2018.