POLITIK
16/08/2018 16:06 CEST | Aktualisiert 17/08/2018 14:13 CEST

ZDF-Journalistin Hayali nahm Geld von Amazon – so erklärt sie sich

Die Moderatorin bezeichnet sich trotz ihrer Industrie-Engagements weiter als "kritische Journalistin".

  • Die Journalistin Dunja Hayali ist eines der bekanntesten Gesichter des Senders ZDF. 
  • Jetzt kommt heraus: Hayali hat Jobs von großen Industrieunternehmen angenommen – sieht darin aber kein Problem. 
  • Im Video oben seht ihr, dass Hayali schon oft bewies, wie gelassen sie bei Anschuldigungen reagiert – so auch bei einem Hassbrief gegen die Moderatorin. 

Dunja Hayalis Worte haben in Deutschland Gewicht. 

Die ZDF-Moderatorin ist eine ebenso wichtige wie laute Stimme in der gesellschaftlichen Debatte in der Bundesrepublik. Sie äußert sich oft und häufig zu den Themen Flüchtlingspolitik, Rechtsruck, Feminismus, Klimawandel und allen Dingen, die die Deutschen gerade bewegen

Hayali ist also eine kritische Journalistin

Doch wie das Medienmagazin “Zapp” des Senders NDR jetzt herausgefunden hat, lässt sich Hayali regelmäßig von großen Firmen buchen und bezahlen, um für diese Events zu moderieren. 

Dunja Hayalis Nebenjobs: Novartis, BMW, Amazon, ... 

“Zapp” listet einige der Unternehmen und Organisationen auf, von denen sich Hayali allein in den vergangenen zwölf Monaten hat engagieren lassen: 

► Vom Pharmaunternehmen Novartis,

 

► Vom Autohersteller BMW,

 

► Vom Deutschen Beamtenbund,

 

► Von der Deutschen Stahlindustrie,

 

► Von der Amazon Academy,

 

► Von der Deutschen Automatenwirtschaft, also der Glücksspiel-Branche. 

Wie viel Geld Hayali für ihre Auftritte bekam, ist nicht bekannt.

Doch der bekannte Medienwissenschaftler Volker Lilienthal sagte “Zapp” zu den Engagements der ZDF-Journalistin: “Ich sehe da ein großes Problem, denn es ist ja überhaupt nicht wahrscheinlich, dass Frau Hayali über die Großunternehmen, die sie einladen und honorieren, nie wieder als Journalistin berichten muss.”

Dunja Hayali sieht in ihren Zuverdiensten kein Problem

Hayali selbst aber erklärte sich mit ihren Jobs außerhalb der Medienbranche konfrontiert für unbefangen. 

Sie sagte zu “Zapp”: “Ich schaue mir diese Unternehmen ganz genau an. Ich rede immer über die Dinge, die in den Branchen nicht besonders gut laufen.” 

Sie verstehe sich weiter als “kritische Journalistin”, sagte die 44-Jährige dem Magazin. 

(ame)