POLITIK
12/03/2018 17:28 CET

Zahl der neu ankommenden Flüchtlinge erneut gesunken

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Michael Dalder / Reuters
Flüchtlinge an der deutsch-österreichischen Grenze bei Simbach am Inn im November 2015

► Die Zahl der neu nach Deutschland gekommenen Flüchtlinge ist im Februar weiter auf 11.000 gesunken, wie das Bundesinnenministerium am Montag in Berlin mitteilte. Das waren knapp 1300 weniger als im Januar dieses Jahres.

► Das ist deutlich weniger als in den Jahren zuvor: 2017 waren es im Februar etwa 14.300 Aslyerstanträge gewesen, 2016 gut 66.100 und 2015 knapp 22.800.

► Die meisten Geflüchteten kamen zuletzt aus Syrien, Irak und Nigeria.

Darum ist die Statistik wichtig:

Die Große Koalition will den Zuzug pro Jahr auf 200.000 Menschen begrenzen. Steigt die Zahl der Flüchtlinge im Sommer nicht deutlich, könnte das ohne zusätzliche Maßnahmen funktionieren. 

Rechnet man nicht nur die Zahl der Asylerstanträge, sondern auch die der Folgeänträge, kommt man auf 12.490 Anträge im Februar. Da das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf) im Februar über 21.300 Anträge entschieden hat, ist es also gelungen, weiteren Rückstau abzuarbeiten. 

Das müsst ihr noch wissen:

Die Zahl der noch nicht entschiedenen Asylanträge beim Bundesamt lag Ende Februar allerdings immer noch bei knapp 55.300. Vor einem Jahr hatte das BAMF noch einen Berg von mehr als 333.800 Altfällen gezählt.