LIFESTYLE
16/05/2018 16:31 CEST

"Yanny" oder "Laurel": Millionen streiten darüber, was hier zu hören ist

Was hört ihr?

  • “Yanny” oder “Laurel” – das ist die Frage bei einem kurzen Audioclip, der sich im Internet rasant verbreitet.
  • Ein Magazin hat eine Erklärung dafür gefunden, warum wir völlig unterschiedliche Wörter beim Hören des Soundspur verstehen.
  • Im Video oben könnt ihr testen, ob ihr “Yanny” oder “Laurel” versteht. 

Es gibt Phänomene, die lassen am Verstand der Mitmenschen zweifeln. Ihr erinnert euch vielleicht noch an dieses blau-schwarze Kleid. Oder blau-goldene. Je nachdem.

Nun ist in den vergangenen Tagen ein kurzer Audioclip im Internet aufgetaucht. Nur ein paar Sekunden ist er lang. Eine computergenerierte Stimme liest ein Wort vor. Immer wieder.

Manche sagen, sie hören dabei den Namen “Yanny”. Der Verfasser dieser Zeilen gehört nicht dazu – er hört “Laurel”. Und zweifelt ehrlich gesagt am Verstand seiner Kollegen, die “Yanny” hören.

Eine kleine Abstimmung in der Redaktion der HuffPost ergab: Drei Kollegen hörten “Yanny”, drei hörten “Laurel” und zwei berichteten, für sie sage die Stimme eher so etwas wie “Yeahly”.

Wie kann das sein?

Das Ganze hat mit verschiedenen Frequenzen zu tun

Das US-Magazin “Spin” erklärt in einem Artikel das Phänomen.

► Warum Menschen komplett unterschiedliche Wörter wahrnehmen, hat mit verschiedenen Frequenzen zu tun – und unserer Fähigkeit, diese zu hören.

Die meisten Menschen hören Töne bis zu 20 Kilohertz. Der “Yanny”-Teil in der Audiospur bestehe größtenteils aus Frequenzen aus diesem Bereich um 20 Kilohertz, löst “Spin” das Rätsel auf.

Die Menschen, die “Yanny” hörten, verfügten über ein sensibleres Gehör in diesem Bereich – ”ähnlich wie Hunde, die einer Pfeife folgten”, schreibt das Magazin.

Wollt ihr auch einmal “Yanny” hören?

Um das Mysterium um “Yanny” und “Laurel” vollständig zu lüften, hat das Magazin die Audiospur bearbeitet. In der nach unten transponierten Audiospur soll “Yanny” zu hören sein für all diejenigen, die zur “Laurel”-Fraktion gehören.

Und in dieser Fassung ist es umgekehrt. 

Der Autor dieses Artikels jedenfalls zweifelt nun nicht mehr am Verstand seiner Mitmenschen, sondern an seinem eigenen Gehör. Auch bei der tieferen Version hörte er noch immer “Laurel”.  

Ist aber auch der schönere Name. 

(jg)