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18/03/2018 16:17 CET | Aktualisiert 18/03/2018 16:17 CET

Workshop-Wednesday: Wir beantworten Eure Fragen

Fragen zum Thema Liebe, Sex und dem anderen Geschlecht.

skynesher via Getty Images

Immer wieder leisten die Peers von Jugend gegen AIDS großartige Aufklärungsarbeit an Schulen. Dabei haben Jugendliche die Chance, Fragen zum Thema Liebe, Sex und dem anderen Geschlecht zu stellen und beantwortet zu bekommen. Wir haben auch in diesem Monat ein paar für euch zusammengestellt.

Kann zu viel masturbieren negative Folgen haben?

Dahingehend können wir euch beruhigen: Nein, kann es nicht. Im Internet kursieren etliche Gerüchte, zum Beispiel von einem Jugendlichen der 43 mal onaniert hat und dann leblos aufgefunden wurde. Natürlich stellt man sich gleich die Frage: Zieht Selbstbefriedigung Risiken nach sich? Die alleinige Todesursache kann es zumindest nicht sein. Und außerdem ist es das natürlichste überhaupt und wichtig für unseren Körper. Es verringert Stress und schüttet Glückshormone aus. Studien haben sogar belegt, dass bei Männern, die häufiger onaniert haben, das Risiko für Prostatakrebs sinkt. Da sage nochmal einer, es wäre schlecht.

Blutet ein Mädchen, wenn sie zum ersten mal Geschlechtsverkehr hat?

Das kommt darauf an, wie ihr Jungfernhäutchen (Hymen) beschaffen ist, denn das ist schließlich von Mädchen zu Mädchen unterschiedlich. Wenn das Hymen reißt, spüren die meisten nur ein leichtes Ziehen oder Brennen. Eine Blutung tritt nur bei etwa 25 Prozent der Mädchen auf. Und wenn es blutet, dann nur ganz wenig. Natürlich kann es auch sein, dass das Jungfernhäutchen schon vorher, zum Beispiel beim Sport, gerissen ist. So muss es auch gar nicht wehtun. Alles in allem ist es weniger schmerzhaft als es sich viele vorstellen.

Die Frau kommt nicht. Selbstmord?

Ein definitives Nein! Nein, und nochmals nein! Wenn jeder, der seine Freundin nicht zum Orgasmus gebracht hat, auch nur solche Gedanken hegt, gebe es sehr wahrscheinlich eine unschöne Katastrophe. Im direkten Vergleich miteinander kommen Frauen viel seltener zum Höhepunkt als Männer. Von 10.000 Befragten, gaben lediglich 27 Prozent der weiblichen Probanden an, zum Höhepunkt zu kommen. Meist liegt das an verschiedenen Faktoren wie Stress, Schamgefühl oder das man sich selbst unter Druck setzt und zu viel erwartet. Das hindert Frauen daran, den Kopf auszuschalten und kann so auch den Orgasmus verhindern. Es ist ja kein Geheimnis: Die meisten Frauen kommen eher durch Petting oder Selbstbefriedigung. Besonders wenn die Beziehung noch frisch ist, man vielleicht das erste Mal miteinander schläft, sollte man sich darüber keine Sorgen machen. Übung macht bekanntlich den Meister.

Schön, dass ihr nachfragt!

Aufklärung ist ein Thema, das oft mit viel Gelächter und Peinlichkeiten zu tun hat. Trotzdem sollte es niemandem unangenehm sein, Fragen zu stellen, auf die man gerne eine Antwort wüsste. Und dafür sind wir da! Traut euch und habt keine Scheu. Denn nur, wer mutig genug ist, um lieber einmal mehr als einmal zu wenig nachzufragen, kann mit einem sicheren und guten Gefühl seine Sexualität ausleben und genießen. Eure Fragen machen unsere Arbeit erst zu der, die sie ist. Also denkt dran:

Do what you want. Do it with love, respect and condoms.

Lust auf mehr? Dann geht’s hier direkt zum letzten Reality Check und hier zum letzten #WorkshopWednesday.