POLITIK
29/09/2018 09:14 CEST | Aktualisiert 30/09/2018 15:58 CEST

Wo selbst die Antifa der NPD Respekt zollt: Der Erfolg der Rechten in Eisenach

HuffPost-Podcast – Folge 8: Wie es ein NPD-Politiker schafft, die bürgerliche Mitte anzusprechen

HuffPost / Marco Fieber
Von links nach Rechts: Ulrike Quentel, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Eisenach und Beauftragte der Partnerschaft für Demokratie Eisenach und Wutha-Farnroda, NPD-Politiker Patrick Wieschke und Grünen-Politiker Joachim West.

Chemnitz, 27. August, ein Montagabend.

Hunderte Menschen marschieren durch die Innenstadt. Sie skandieren nicht nur “Merkel muss weg”, “Ausländer raus! oder “Widerstand!”, sondern auch “Wir sind die Fans – Adolf Hitler Hooligans”. Die Menge applaudiert.

Nach dem tödlichen Messerangriff auf Daniel H. marschierten Ende August, Anfang September an mehreren Tagen rechte Politiker, Neonazis, Hooligans, aber auch normale Chemnitzer Bürger durch die sächsische Großstadt.

Seitdem fragt sich Deutschland: Wie kam es zu diesem Bündnis? Warum haben die Rechten inzwischen so viel Anschluss an die gesellschaftliche Mitte gefunden, vor allem in Ostdeutschland?

Mögliche Antworten versucht der neue HuffPost-Podcast im thüringischen Städtchen Eisenach finden.

Der HuffPost-Podcast:

Im Podcast “Borschtsch & Bananenweizen” spricht HuffPost-Redakteur Marco Fieber mit Vertretern aus Politik, Gesellschaft, Wissenschaft und Kultur über Ostdeutschland, die dortigen Probleme und Herausforderungen, aber auch Besonderheiten und Erfolge. Wir nehmen die Hörerinnen und Hörer mit auf eine Reise: In einen Teil Deutschlands, der immer noch viel zu wenig Aufmerksamkeit erfährt. 

Wo NPD und Grüne gleichauf sind

Schon seit 2009 Jahren sitzt die NPD dort erst mit zwei, seit 2014 mit drei Abgeordneten im Stadtrat. Bei den Bundestagswahlen vor einem Jahr fuhr die rechtsextreme Partei in dem Wahlkreis das drittbeste Ergebnis bundesweit ein, in Eisenach selbst war die NPD mit 4,1 Prozent fast gleichauf mit den Grünen – und das trotz eines AfD-Stimmenanteils von 19 Prozent.

Die NPD ist inzwischen in der Eisenacher Stadtgesellschaft fest verwurzelt. Sie gibt sich radikal und bürgerlich.

Der beängstigende Erfolg der Rechten hat vor allem mit einem Mann zu tun: Dem NPD-Politiker Patrick Wieschke. Wie clever der 37-Jährige agiert, zeigt ein Besuch vor Ort. 

Die Audio-Reportage hört ihr im folgenden Podcast, den ihr auch auf Spotify und bei iTunes abonnieren könnt:

(ben)