NACHRICHTEN
10/01/2019 10:38 CET | Aktualisiert 10/01/2019 13:10 CET

Wetter-Experte zum Winter-Chaos: "Das ist der Anfang einer Schneekatatrophe"

Der Schnee sorgt für Chaos in weiten Teilen des Landes.

  • Sturmtief Benjamin sorgt auch heute wieder für massive Schneefälle in weiten Teilen Deutschlands.
  • Am Wochenende kommt ein Sturm auf uns zu, der sich zu einer Schneebombe entwickelt.
  • Im Video oben seht ihr, welche Regionen besonders davon betroffen sind. 

Was wir am Donnerstag erleben, ist erst der Anfang einer Schneekatastrophe. Es schneit massiv in Sachsen und Thüringen und entlang der Alpen. In München liegen bis zu 15 Zentimeter Schnee und in Gera bis zu 30 Zentimeter. Auf der Zugspitze liegen jetzt schon 3,25 Meter Schnee und es soll den ganzen Tag weiter schneien. 

Südlich der Donau hat sich eine geschlossene Schneedecke gebildet, die nach Süden hin immer mehr zunimmt. In den Hochlagen liegt der Schnee meterhoch. Am Donnerstag kommen nochmal bis zu 50 Zentimeter Neuschnee oben drauf.

Mehr zum Thema:Schnee-Chaos in Deutschland – 5 Wetter-Entwicklungen, die ihr kennen müsst

Behinderungen im Bahn- und Flugverkehr: Verkehrschaos bahnt sich an 

Auf den Autobahnen droht Verkehrschaos, zudem sind die Straßen sehr glatt. Es kommt auch zu Behinderungen im Bahn- und Flugverkehr. Im Süden muss definitiv mehr Zeit für die Fahrten eingeplant werden. Viele Pässe und Straßen sind bereits gesperrt. Die Lawinengefahr ist zudem hoch bis sehr hoch.

Im Westen und Norden merkt man von dem vielen Schnee kaum etwas. Die Höchstwerte liegen hier über dem Gefrierpunkt und es ist zwar kalt, dafür trocken und teilweise freundlich. Nur in den Bergen liegen ein paar Zentimeter Schnee, allerdings deutlich weniger als im Süden und Osten.

In der Nacht zu Freitag hört der Schneefall endlich auf und die Wolken ziehen ab. 

Mehr zum ThemaSchnee-Chaos – Mitarbeiter sitzen in Reha-Zentrum fest – Bundeswehr muss anrücken

Bis zu minus 20 Grad in den Alpen 

Die Tiefstwerte liegen bei drei Grad Celsius im Norden und minus acht Grad Celsius in München. Es klart in der Nacht auf, wodurch es über dem Neuschnee in den Alpen auf  minus 15 oder sogar minus 20 Grad Celsius abkühlt. 

Am Freitag kommt der Regen und Schneeregen weiter nach Süden. Die Schneefallgrenze steigt auf ungefähr 700 Meter, daher wird es im Osten eher regnen und später an den Alpen wieder schneien.

Neuer Sturm am Wochenende 

Am Samstag kündigt sich dann schon wieder ein Sturm an, der uns am Sonntag auch erreicht. Es kommt in ganz Deutschland zu orkanartigen Böen bis 110 Kilometer pro Stunde. Dazu regnet es sehr stark.

Mehr zum Thema:Warnstufe Rot in 27 Landkreisen – wie es mit dem Sturm und Schnee weitergeht

Der Regen geht an den Alpen in Schneefall über und bringt bis Montagmorgen nochmal einen neuen Meter Neuschnee. Der Sturm sorgt auch noch für starke Schneeverwehungen. Am Wochenende kann es in den Alpen schnell lebensgefährlich werden. Der Schneefall lässt erst am Dienstag so richtig nach.

Die besten Vorhersagen für euren Ort findet ihr auf weather.com.

(chr)