POLITIK
16/03/2019 14:05 CET | Aktualisiert 16/03/2019 14:32 CET

Wieder Gewalt bei Gelbwesten-Protesten – massive Ausschreitungen in Paris

DPA
Eine Barrikade brennt bei "Gelbwesten"-Protesten auf dem Champs-Elysees.

► Eingeschlagene Scheiben, brennende Autos: Bei Protesten der Gelbwesten ist es am Samstag in Paris wieder zu gewalttätigen Ausschreitungen gekommen.

► Vor allem auf den Champs-Élysées und rund um den Triumphbogen an der Spitze der Prachtmeile kam es zu Zusammenstößen zwischen der Polizei und teils vermummten Demonstranten. Die Polizei setze Tränengas ein – nach offiziellen Angaben gab es bis zum Mittag Dutzende Festnahmen. 

► “Es besteht kein Zweifel, dass sie zu Gewalt aufrufen und in Paris Chaos säen”, reagierte Innenminister Christophe Castaner. Professionelle Randalierer hätten sich unter die Demonstranten gemischt. Er forderte die Polizei auf, mit Härte auf die Angriffe zu reagieren. 

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Für die Gelbwesten-Bewegung ist es ein entscheidendes Wochenende. Am vergangenen Samstag hatten so wenig Gelbwesten wie noch nie seit Beginn der Proteste im November demonstriert. Zahlreiche Führungsfiguren der Gruppe hatten anschließend relativ einhellig dazu aufgerufen, an diesem Samstag in Paris zu demonstrieren.

Es ist das 18. Wochenende in Folge, an dem die Bewegung gegen die Reformpolitik von Frankreichs Präsident Emmanuel Macron demonstriert. Am Freitag endete der erste Teil von Macrons Bürgerdebatte, die er ins Leben gerufen hatte, um die Krise in den Griff zu kommen.

Der Triumphbogen, den die Polizei gegen die Angreifer absicherte, ist im Rahmen der Demonstrationen auch ein wichtiges Symbol. Bei Ausschreitungen während der Gelbwesten-Proteste im vergangenen Dezember wurde das Wahrzeichen der Hauptstadt schwer beschädigt – Randalierer drangen damals in das Nationalsymbol Frankreichs ein.