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16/05/2018 15:59 CEST | Aktualisiert 16/05/2018 15:59 CEST

Wie man sich von einem Menschen verabschiedet, der nie gelebt hat

Über Tot- und Fehlgeburten sprechen wir nicht – doch betroffene Eltern brauchen Aufmerksamkeit.

mactrunk via Getty Images

Um den Tod eines geliebten Menschen trauern wir zusammen mit Großeltern, Geschwistern und Freunden. Wir erinnern uns an schöne gemeinsame Momente, die uns zeigen: Der Mensch war da und hat am Leben teilgenommen. Doch wie können wir uns von einem Menschen verabschieden, den außer den eigenen Eltern niemand kennenlernen konnte?

Stirbt ein Kind bereits vor oder während der Geburt, stehen die Eltern plötzlich im leeren Kinderzimmer vor ungetragenen Stramplern; für sie wird jeder Gang zum Supermarkt zum Spießrutenlauf, vorbei an Nachbarn und dem freundlichen Kassierer. 

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Sie alle haben den Bauch der werdenden Mutter über Monate wachsen sehen. Es gibt außer der Zeit der Schwangerschaft keine Erinnerungen oder Erlebnisse, keine gemeinsame Vergangenheit. Das macht es Angehörigen und Freunden schwerer, die Trauer nachzuvollziehen.

Was trauernden Eltern helfen würde, darüber habe ich mich mit einem Ehepaar unterhalten, dessen Tochter bereits im Mutterleib starb. Außerdem habe ich Menschen getroffen, die sie unterstützen: eine Hebamme und eine Seelsorgerin, eine Fotografin und eine Bestatterin.

Verstorbene Kinder werden in diesem Zusammenhang “Sternenkinder” genannt. Aber wer sind sie eigentlich?

Sigrid Marz
Ein Grab auf dem Sternchenfeld des Waldfriedhofs "Lauheide" in der Nähe von Münster

Wer sind Sternenkinder und welche Rechte haben sie?

Die genaue Herkunft des Begriffs “Sternenkinder” ist unklar. Ein religiöser Bezug liegt nah: Das Kind ist nun im Himmel oder als Sternchen am Himmel. In erster Linie aber wird der Begriff in Selbsthilfegruppen von betroffenen Eltern – ob religiös oder nicht – gebraucht. Die Trauernden können ihn für sich persönlich interpretieren und ihn nutzen, um ihren Verlust besser zu beschreiben.

Wie häufig sind Sternenkind-Geburten?

Im Jahr 2015 wurden in Deutschland 737.575 Babys lebend geboren. Im gleichen Jahr starben 2405 Kinder kurz nach der Geburt (innerhalb der ersten 28 Lebenstage; Neugeborenentod) oder vor ihrem ersten Geburtstag am sogenannten plötzlichen Kindstod. Diese Sternenkinder haben eine standesamtliche Geburtsurkunde mit ihrem Namen.

Bei tot geborenen Kindern unterscheidet der Gesetzgeber zwischen Tot- und Fehlgeburt:

Als Totgeburt gelten Kinder mit einem Geburtsgewicht von mehr als 500 Gramm. Im Jahr 2015 wurden 2.787 Babys still geboren. Diese Zuschreibung kommt daher, dass der erwartete Schrei nach der Geburt ausbleibt. Auch sie sind beim Standesamt gemeldet.

Vor dem Gesetz gilt eine Totgeburt als Entbindung, der Mutter stehen mindestens 8 Wochen Mutterschutz sowie eine Hebammen-Nachsorge zu.

Die betroffenen Frauen haben kein Anrecht auf Mutterschutz

Babys, die mit einem Gewicht unter 500 Gramm im Mutterleib sterben, gelten als Fehlgeburt. So schwer sind sie bei einer normalen Entwicklung etwa in der 24. Schwangerschaftswoche.

Offizielle Zahlen gibt es nicht, denn diese sogenannten “kleinen Geburten” sind nicht meldepflichtig. Wie viele Schwangerschaften in den ersten Wochen mit einem Frühabort enden, ist nicht genau zu sagen. Viele Frauen wissen nicht einmal, dass sie schwanger waren.

Studien schätzen, dass für 31 bis 50 Prozent aller Schwangerschaften solch ein Risiko besteht. Dieses sinkt mit jeder Woche. Mit dem Eintritt ins zweite Schwangerschaftsdrittel liegt es bei weniger als 1 Prozent.

Während frühe Fehlgeburten entweder mit einer starken Blutung oder durch Ausschabung die Gebärmutter verlassen, werden tote Kinder ab der zwölften Schwangerschaftswoche geboren.

Fehlgeburten wurden mit dem Klinikmüll entsorgt

Eine Geburts- oder Sterbeurkunde gibt es für fehlgeborene Kinder nicht. Zudem besteht für die Frau kein Anspruch auf Mutterschutz. Allerdings hat sie ein Recht auf Hebammenbetreuung sowie, im Falle einer Krankschreibung, auf Lohnfortzahlung.

Aber aus der Perspektive der Eltern ist eine gesetzliche Anerkennung wichtig. Sie wollen die Wertschätzung für den Tod eines Menschen, den sie verloren haben. Der Zeitpunkt des Todes spielt für sie dabei keine Rolle.

Einen Erfolg erkämpften sich die Eltern von Sternenkindern im Mai 2013: Seitdem dürfen sie ihr fehlgeborenes Kind ins Familienstammbuch eintragen lassen. Bis dahin konnte ein toter Fötus mit weniger als 500 Gramm vor dem Gesetz nicht als amtliche Person anerkannt werden.

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So war es üblich, Fehlgeburten gemeinsam mit Gewebe- oder Organteilen sowie anderem “infektiösen Material” als Klinikmüll zu entsorgen. Das Ehepaar Barbara und Mario Martin erreichte 2012 mit seiner Petition die Änderung der Personenstandsverordnung, die damit auch fehlgeborene Kinder von Sterneneltern wertschätzt und würdigt.

Sterneneltern erleiden einen existenziellen Verlust

Sigrid Marz
Sterneneltern Silke und Martin mit dem Ultraschallbild von Amelie

Silke und Martin aus Münster sind Sterneneltern. Sie erzählten mir, wie sie den Tod ihrer Tochter Amelie in der 18. Schwangerschaftswoche und die Zeit danach erlebten.

Amelie hatte sich im Mutterleib mit Ringelrötelnangesteckt, eine Bluttransfusion misslang. Am 8. März 2012 hörte Amelies Herz auf zu schlagen.

Sie haben uns gesagt: 'Wir machen den Monitor aus, sie wird jetzt sterben.' Ich habe nur noch geschrien. Silke

Bereits am nächsten Tag wird die Geburt eingeleitet, denn Amelie soll auf natürlichem Wege auf die Welt kommen. Am 10. März wird sie geboren.

Ich habe mich noch nie so hilflos gefühlt. Martin

Nicht nur die Eltern trauern. Amelies großer Bruder malte wochenlang Bilder für seine Schwester. Um sich an sie zu erinnern, hat die Familie viele Rituale in ihren Alltag eingebaut. Zum Beispiel lassen alle an ihrem Geburtstag Luftballons am Grab steigen.

Wir haben sie auch ins Stammbuch eintragen lassen, als das möglich war. Das war uns wichtig, auch damit die Geschwister später wissen: Da gab es noch jemanden. Silke

Eine pinkfarbene Kiste beherbergt die wenigen, dadurch umso wertvolleren Erinnerungen an die kurze Zeit mit Amelie: Ultraschallbilder, Fotos, aber auch Briefe, Karten und Geschenke von Freunden, die Silke und Martin nach Amelies Tod erhielten.

Sigrid Marz
Die Erinnerungsbox: Darin bewahren Martin und Silke Fotos, Briefe, Karten und Geschenke von Freunden auf, die sie nach Amelies Tod bekamen.

Ich habe sie gefragt, wie sie die Nachricht Freunden und Bekannten mitgeteilt haben. Telefonisch oder schriftlich? Silke und Martin entschieden sich, eine lange E-Mail zu verschicken, mit erklärenden Worten und mit dem Text des Liedes “Still” von Jupiter Jones.

Wir haben dieses Lied auf dem Rückweg aus der Klinik gehört, und es hat genau unseren Verlust beschrieben, dass alles stillsteht und man sich fragt, wie es weitergeht. Silke

Sie erinnern sich: Die meisten Freunde und Arbeitskollegen reagierten betroffen, nahmen Anteil; ein paar liebe Worte per SMS, eine Karte, ein Blumenstrauß vom Abteilungsleiter. Einige wenige zogen sich zurück, aus Unsicherheit, aus Angst, etwas Falsches zu sagen

Ich kann verstehen, dass viele Menschen Berührungsängste in einer solchen Situation haben. Aber eine kurze Nachricht reicht, auch wenn man nur schreibt: ‘Ich bin sprachlos, es tut mir leid.’”, sagt Martin.

Eine Frau sagte zu mir: ‘Du bist noch jung, du kannst noch weitere Kinder bekommen.’ Ich weiß, sie war mit der Situation überfordert. Aber das ist etwas, was Eltern, die ihr Kind verloren haben, niemals hören sollten”, sagt Silke

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Tod und Trauer sind niemals einfach. Jeder Mensch hat seine Art, damit umzugehen. Auch Martin und Silke hatten unterschiedliche Strategien: Während Martin sich zurückzog, suchte Silke aktiv nach Hilfe sowie Trost und fand sie bei anderen betroffenen Müttern, die oft einfach nur zuhörten. Auch der Glaube hat ihr geholfen.

Diese Menschen helfen zuerst

Aus aktuellen Studien wissen wir: Trauerarbeit ist wichtig für Sterneneltern, um das Erlebte zu verarbeiten. Während früher das tot geborene Kind möglichst schnell “entfernt” wurde, wird heute Eltern und Kindern Zeit eingeräumt, sich voneinander zu verabschieden.

Sigrid Marz
Jutta Rath (links) ist leitende Hebamme im Franziskus-Hospital und arbeitet zusammen mit Elisabeth Frenke, die auch als Seelsorgerin für Sterneneltern da ist.

Jutta Rath und Elisabeth Frenke gehören zu den ersten Menschen, die betroffenen Eltern vor, während und nach der Geburt ihres toten Kindes beistehen.

Jutta Rath ist seit dem Jahr 1999 leitende Hebamme am Franziskus-Hospital in Münster. Pastoralreferentin Elisabeth Frenke kümmert sich dort seit Oktober 2017 um die Seelsorge und unterstützt Sterneneltern während sowie nach dem Klinikaufenthalt. 

Wir hören zu, bieten Beistand, auch rein praktisch zum Beispiel durch eine Schmerztherapie. Und wir erklären, warum und wann eine Geburtseinleitung stattfindet. Jutta Rath
Eben haben sie noch überlegt: ›Wie gestalten wir den Wickeltisch?‹ Und dann stehen sie vor der Überlegung, wie sie ihr Kind beerdigen möchten. Niemand ist darauf vorbereitet. Elisabeth Frenke

Beide betonen, wie wichtig der würdige Umgang mit den toten Kindern sei. Sie erhalten Kleidung oder werden in eine kleine Decke gehüllt. Außerdem ermutigen die beiden Frauen die Eltern, aber auch Großeltern oder Geschwister, das Kind anzuschauen, zu halten und ihm einen Namen zu geben. 

Den Tod realisieren, begreifen im wahren Wortsinn, das ist für den Trauerprozess wichtig. Jutta Rath
Dann können sie von 'Marie' sprechen, nicht von der Fehlgeburt. 'Marie' ist ihr Kind, egal ob sie 10 oder 39 Wochen im Bauch war. Elisabeth Frenke

Elisabeth Frenke erzählt, dass Eltern ihre Kinder oft stundenlang bei sich hätten. Für sie sei das eigene Kind immer schön und geliebt. Diese gemeinsame Zeit ist aber begrenzt.

Umso wichtiger seien für die Eltern Erinnerungsstücke wie Kleidung, eine Geburtskarte mit Fußabdrücken oder einer Haarlocke, und Fotos. Manchmal, so erzählt Jutta Rath, kämen Eltern nach einem Jahr und fragten nach diesen Bildern.

Wir machen Fotos der Kinder und archivieren diese. Oft braucht es einfach Zeit. Jutta Rath
Für alle Eltern gibt es das Angebot einer Segensfeier oder Namensgebungsfeier. Elisabeth Frenke

Wie wichtig Erinnerungen sind, weiß auch die Fotografin Jule Lauterbach.

Jule Lauterbach fotografiert seit sechs Jahren freiberuflich Brautpaare und Neugeborene – eine Passion, sagt sie. Seit dem Jahr 2016 ist sie zudem ehrenamtliche Sternenkind-Fotografin bei “Dein Sternenkind”. Sie erzählt, wie sie dazu gekommen ist:

Sigrid Marz
Jule Lauterbach fotografiert Sternenkinder, damit ihre Eltern eine Erinnerung an sie haben.

Durch die Neugeborenen-Fotografie habe ich eine Familie kennengelernt, deren zweites Baby ich fotografiert habe. Die Mama zeigte mir ein Bild ihres ersten Kindes, das bei der Geburt gestorben war. Da habe ich gemerkt, wie wichtig ihr dieses einzelne Foto ist, denn es ist die komplette Erinnerung an dieses Kind.

So können die Eltern nicht nur sich selbst erinnern, sondern ihr Kind auch Angehörigen und Freunden vorstellen, die es in der kurzen Zeit nicht sehen konnten, oder – wie sie sagt – manchmal auch nicht sehen wollen. Denn Berührungsängste haben gelegentlich auch die Eltern selbst.

Die Eltern sind froh, dass sie durch Fotos etwas Bleibendes haben

Ich schaue mir das Kind an, sage, wie schön es ist. Die Kleinsten liegen in Körbchen oder Tücher gewickelt. Dann mache ich Fotos vom Sternenkind alleine, oder mit Eltern oder Geschwistern zusammen.

Am Ende erfahre sie immer große Dankbarkeit, sagt Jule Lauterbach. Die Eltern seien froh, dass sie das kleine Wesen als Mensch wertschätze und ihm durch die Fotos etwas Bleibendes gebe.

Sigrid Marz
Auf dem Telgter Waldfriedhof Lauheide.

Nach dem Tod ihres Kindes müssen die Eltern auch die Entscheidung treffen, wie sie es beerdigen lassen wollen.

Die Beerdigung ist selten traditionell

Da Bestattungsrecht Ländersache ist, variiert die Bestattungspflicht und -möglichkeit von Bundesland zu Bundesland. In Nordrhein-Westfalen beispielsweise dürfen sowohl Tot- als auch Fehlgeburten durch die Eltern auf einem Friedhof beigesetzt werden.

Einzelbestattungen sind ebenso möglich wie Sammelbestattungen; letztere organisieren meist die Kliniken und laden die Eltern dazu ein. Für fehlgeborene Kinder gibt es in vielen Städten sogenannte Sternenkind-Felder wie zum Beispiel das Sternchenfeld auf dem Telgter Waldfriedhof Lauheide.

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Bestatter wie Luise Penseler aus Dresden unterstützen Sterneneltern bei der schwierigen Frage nach der Beerdigung, zeigen Möglichkeiten auf und erledigen den lästigen Papierkram. Der sensible Umgang mit Eltern eines verstorbenen Kindes ist inzwischen Teil der Ausbildung.

Schmerz ist menschlich und Trauer braucht Zeit

In der Beratung möchte ich den Eltern zeigen, dass der Schmerz um das verlorene Kind in dem Moment menschlich ist und die Trauer ihre Zeit braucht, unabhängig davon, ob es ein ‘gelebtes Leben’ war oder nur wenige gemeinsame Minuten.

Dazu gehört auch, dass Luise Penseler das Kind beim Namen nennt, um es so wertzuschätzen. Besonders wichtig sei es aber, so die junge Bestatterin, zuzuhören: Was möchten die Eltern, was können sie in ihrer jetzigen Situation überhaupt leisten und wo brauchen sie Hilfe?

Fast alles darf dem verstorbenen Kind mitgegeben werden: persönliche Kleidung, kleine Kuscheltiere oder Briefe, aber auch selbst gemalte Bilder von Geschwisterkindern. Selten seien die Beerdigungen traditionell.

Im Gegenteil: Eine Trauerfeier kann individuell gestaltet werden, mit ausgesuchten Liedern oder Luftballons.

Manchmal ist 'anders' in diesem Moment der für einen selbst richtige Weg. Wir haben Familien betreut, die gemeinsam den Sarg des Kindes bemalt haben. Auch wenn dies zunächst ein schwerer Schritt ist, haben so alle in der Familie die Möglichkeit, den Abschied ganz persönlich zu gestalten. Luise Penseler

Auch Luise Penseler betont, wie wichtig Erinnerungen für die Eltern seien. Deshalb wird zudem eine Kerze angezündet, die die Familie später mitnehmen kann. 

So haben sie ein 'Erinnerungslicht', das sie auch zu Hause anzünden können und das sie durch die erste Zeit begleitet. Luise Penseler

Diese Zeit ist der erste Schritt auf dem Weg zurück in den Alltag.

So kannst auch du helfen

Die Gespräche mit Silke, Martin und all den Helfern zeigen, dass nach dem Klinikaufenthalt, nach einer Beerdigung die Trauerarbeit noch lange nicht zu Ende ist. Viele Kontakte zu Menschen sind Sterneneltern kurz nach dem Kindstod eine Qual. Ich habe alle Interviewpartner gefragt, welche Zutaten die Trauerarbeit erleichtern können:

Bücherund Internet: Oftmals ziehen sich Eltern anfangs zurück und suchen auf eigene Faust nach Informationen und Antworten. In Foren können sie sich anonym mit anderen Betroffenen austauschen.

Gespräche: Sterneneltern erhalten in der Klinik oder von der Nachsorgehebamme Adressen lokaler Selbsthilfegruppen und Gesprächskreise, in welchen sie Gleichgesinnte treffen können. Professionelle Hilfe gibt es in Form von ausgebildeten Trauerbegleitern, Beratungsstellen oder Psychologen.

Kurse: In speziellen Rückbildungskursen bleiben die Frauen nach Fehl- oder Totgeburt unter sich. Geburtsvorbereitungskurse bei Folgeschwangerschaften, die oftmals von Sorgen und Verlustängsten der werdenden Eltern überschattet werden, gehen auf die besonderen Bedürfnisse von Sterneneltern ein.

Gedenktage: Für viele Eltern ist es das Schlimmste, zu vergessen. Neben persönlichem Geburts- und Todestag gibt es auch offizielle Gedenktage, die Sternenkinder in Erinnerung halten: Worldwide Candle Lighting oder der Pregnancy and Infant Loss Remembrance Day

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Wichtiger als alle Beratungsstellen, Kurse oder Gruppen – darin sind sich alle einig – sind Familie und Freunde. Also auch du!

Eine Karte, eine SMS – deine Anteilnahme spendet Trost. Ja, es ist nicht einfach, die Trauer der Eltern auszuhalten. Versuche dennoch zu zeigen: Ich bin da, ich höre dir zu. Vielleicht kannst du einkaufen gehen oder Geschwisterkinder zum Kindergarten bringen, denn selbst alltägliche Dinge sind für betroffene Eltern anfangs kaum zu bewältigen.

Am Ende ist Geduld und Nachsicht erforderlich, denn es braucht unter Umständen viel Zeit, den Tod des eigenen Kindes zu verarbeiten.

Dieser Artikel ist zuerst bei Perspective Daily erschienen.