ENTERTAINMENT
11/10/2018 16:07 CEST

Wie Lady Gaga in “A Star is Born” durch Zufall die Rolle ihres Lebens landete

Vom Pokerface zum gefeierten Hollywoodstar.

  • Lady Gaga hat mit ihrer Rolle in “A Star is Born” ihr Comeback gefeiert.
  • Dabei erhielt sie die Hauptrolle der Ally nur durch einen Zufall.
  • Im Video erfahrt ihr, warum Lady Gagas Karriere vor wenigen Jahren von Fans und Experten noch als beendet angesehen wurde.

Für Stefani Joanne Angelina Germanotta ist früh festgestanden: Sie will eines Tages ein Star werden.

Spätestens seit vergangener Woche ist klar: Das ist ihr gelungen. In Hollywood gibt es gerade wenige, die so sehr gefeiert werden wie die 32-Jährige. Lady Gaga, der Name, unter dem sie die meisten wohl eher kennen, ist gerade am Höhepunkt ihrer Karriere.

Mit ihrer Rolle als Ally in “A Star is Born” an der Seite des “Oscar”-nominierten Schauspielers Bradley Cooper begeistert Gaga gerade tausende Kritiker und Fans. Sie gilt mit ihrer Darbietung in dem Hollywood-Film nun sogar als eine der heißesten Anwärterinnen auf den “Oscar” 2019. 

► Allerdings rechnete mit diesem Comeback vor wenigen Jahren wohl kaum noch jemand.

Christopher Polk via Getty Images
Lady Gaga enttäuschte mit Auftritten ihrer "Artpop"-Tour im Jahr 2014

Lady Gagas Karriere stand noch vor wenigen Jahren vor dem Aus

Nach ihren Erfolgen mit dem ersten Album “The Fame” und dem ähnlich erfolgreichen Album “Born this Way” floppte ihr drittes Album “Artpop” im Jahr 2014. Auftritte aus dieser Zeit enttäuschten Fans und Kritiker, ihr Manager trennte sich von ihr, Gaga durchlebte eine schwere depressive Phase. Viele waren sich sicher: 

► Lady Gagas Karriere stand kurz vor dem Aus.

Eine harte Nachricht für die Sängerin, die schon in jungen Jahren als Wunderkind gehandelt wurde.

Gaga widmete sich zunehmend auch der Schauspielerei

Nach der musikalischen Enttäuschung und dem ebenso verhaltenen Erfolg ihres Jazz-Albums sowie des fünften Albums “Joanne” widmete sich die Sängerin neben der Musik auch der Schauspielerei. Bereits in ihrer Jugend hatte sie über zehn Jahre lang eine renommierte Schauspielschule in New York besucht.

Doch trotz ihrer Erfolge in der US-amerikanischen Serie “American Horror Story”, für die sie 2016 mit einem “Golden Globe” ausgezeichnet wurdeerhielt sie die Rolle in “A Star is Born” eher durch einen glücklichen Zufall.

Die Geschichte ihrer Figur Ally, die durch einen Auftritt in einer Bar den Rockstar Jackson kennenlernt, gleicht sehr der Geschichte von Lady Gagas Kennenlernen mit Schauspieler Bradley Cooper. 

Barcroft Media via Getty Images
Ein Herz und eine Seele: Lady Gaga und Bradley Cooper scheinen sich gesucht und gefunden zu haben.

Bradley Cooper entschied sich durch Zufall für Gaga

Zwar trafen sich beide vor fünf Jahren bereits bei der Comedy-Show “Saturday Night Live”, allerdings war es eher ein Auftritt bei einer New Yorker Charity-Veranstaltung 2016, die Lady Gaga ungewollt die Rolle brachte.

Bradley Cooper hatte gerade erst den Vertrag als Regisseur in “A Star is Born” unterschrieben und überlegte, wer die weibliche Rolle übernehmen könnte. Ursprünglich war Beyoncé für die Rolle eingeplant. 

An besagtem Abend sah er Lady Gaga den Song “La Vie en Rose” performen.

Bei einer Pressekonferenz verriet er später über den Auftritt: “Es schoss wie ein Diamant durch mein Gehirn. Ich liebte die Art, wie sie sich bewegte, der Klang ihrer Stimme.” Für ihn sei sofort klar gewesen, dass er keine andere für die Rolle haben wollte.

Produktionsfirma wollte andere Schauspielerin für die Hauptrolle

Am nächsten Tag rief er Lady Gagas Agenten an, fuhr zu ihr nach Malibu. Sie lud ihn auf aufgewärmte Spaghetti ein, sie sangen gemeinsam, filmten sich dabei und schickten das Video der Produktionsfirma “Warner Bros”. Zwar gab diese der Produktion darauf vorerst grünes Licht, allerdings machte “Warner Bros” später schnell klar: 

► Sie hatten Zweifel an Gagas schauspielerischem Talent. Sie wollten lieber eine andere, erfahrenere Schauspielerin. Das erzählte Produzent Bill Gerber dem Filmmagazin “Cinemablend”.

Wen genau die Produktionsfirma für die Rolle haben wollte, sagten sie allerdings nicht.

Letztlich überzeugte Bradley Coopers Begeisterung an Lady Gaga und ihre Performance alle Zweifler. 

Heute steht fest: Das Risiko, Lady Gaga für den Film zu casten, machte sich für alle Beteiligten bezahlt. Der Film spielte im Kino bereits nach weniger als einer Woche weltweit über 61 Millionen Euro ein und begeisterte in Deutschland bisher knapp 200.000 Kinobesucher.

(nmi)