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27/06/2018 07:58 CEST | Aktualisiert 27/06/2018 10:21 CEST

Ex-AfD-Referentin erhebt Vorwürfe: So behandelt die AfD interne Gegner

In Ihrem Video-Blog spricht die von der AfD entlassene Mitarbeiterin Lena K. Klartext.

Carsten Koall via Getty Images
Demonstration der AfD (Symbolbild)
  • Die ehemalige AfD-Referentin Sachsen-Anhalts, Lena K., erhebt schwere Vorwürfe gegen die AfD.
  • Am Montagmorgen hat sie Bauschaum im Auspuff ihres Autos entdeckt.

Lena K. sieht blass aus, ihre Miene ist fassungslos. 

“Es ist jetzt der zweite Anschlag auf mich verübt worden”, sagt die Ex-AfD-Referentin Sachsen-Anhalts in ihrem Video-Blog, in dem sie als “Jelena Polittusowka” auftritt. 

Die Auspuffrohre von Lena K.’s Auto wurden mit Bauschaum verstopft. Ein Polizeisprecher bestätigte am Montag der regionalen Tageszeitung “Volksstimme”, dass sie deshalb am Montagmorgen Anzeige erstattet habe. Nun ermittle die Polizei wegen Sachbeschädigung. 

Die frühere Referentin der AfD-Landtagsfraktion scheint davon überzeugt zu sein, dass die AfD dahinter steckt. Vor etwa einem Jahr habe der AfD-Mann Robby S. einen Notruf missbraucht, um sie in die Psychiatrie einzuweisen, erzählt sie in ihrem Video-Blog. 

Schon in der Vergangenheit erhob Lena K. schwere Vorwürfe gegen AfD-Mitglieder

Medien berichteten über den Fall.

Robby S. behauptete, Lena K. habe versucht, sich umzubringen. Laut ihrer Aussage habe er damit lediglich versucht, die von der AfD entlassene Mitarbeiterin unglaubwürdig zu machen. Sie wehrte sich mit der Hilfe eines Anwalts gegen die Einweisung in die Klinik. 

Auch im November 2016 geriet Lena K. in die Schlagzeilen. Damals warf sie dem Staßfurter Landtagsabgeordneten Matthias Büttner vor, sie in einem Hotelzimmer sexuell belästigt zu haben. Büttner bestreitet die Vorwürfe. Er zeigte Lena K. unter anderem wegen Verleumdung an. 

Die junge Frau wendet sich mit ihrem Video nun an die Öffentlichkeit. „Ich bin eine starke Frau, ich bin eine Kämpferin“, sagt sie. „Ich lasse mich nicht einschüchtern. Ich gehe bis zum Ende.“

Ob wirklich AfD-Mitglieder den Auspuff mit Bauschaum verstopft haben, ist bisher aber nicht bewiesen.  

(mkl)