LIFESTYLE
24/03/2018 12:58 CET | Aktualisiert 02/08/2018 12:54 CEST

USA: Liste offenbart widerliche Aufnahmerituale der Uni-Verbindungen für Frauen

Die Verbindung wurde mittlerweile von der Universität verbannt.

  • Immer wieder stehen Studentenverbindungen für sexualisierte Aufnahmerituale in der Kritik
  • Nun tauchte eine besonders pikante Liste mit Ritualen für amerikanische Studentinnen auf
  • Im Video oben seht ihr andere ekelhafte Aufnahmerituale an einer australischen Universität

In den USA haben sogenannte Fraternities und Sororities, also Studentenverbindungen, einen hohen Stellenwert. Sie gelten als der Stolz vieler Universitäten, da sie seit Jahrzehnten die angehenden Akademiker vereinen und unter anderem zu wohltätigen Taten motivieren. Wer es geschafft hat, Teil einer angesehenen Verbindung zu werden, gilt als Vorzeige-Student.

► Allerdings tauchten in den vergangenen Jahren immer wieder pikante Details aus Kreisen der Studentenverbindungen auf, die den Schein trüben.

77 kritische Aufgaben für weibliche Mitglieder

Besonderes Ansehen genießt die Verbindung “Alpha Phi Omega”, die an 350 amerikanischen Universitäten zu finden ist. In der Vereinigung, die seit 1925 existiert und seit 1976 auch für Frauen geöffnet wurde, ist nun eine Liste im Internet aufgetaucht. Und die zeigt ein ganz anderes Bild der hoch angesehenen Verbindung, die sonst eher für ihre Wohltätigkeit bekannt ist.

Darauf zu sehen sind 77 Aufgaben, von denen die weiblichen angehenden Mitglieder der Verbindung der Lehigh University in Pennsylvannia auf einer Schnitzeljagd so viele wie möglich meistern sollen.  

Dabei wurde jede Aufgabe unterschiedlich gewichtet. Je sexueller und frauenverachtender, desto mehr Punkte gab es für die jeweilige Aufgabe.

Die Schnitzeljagd fand bereits im vergangenen Jahr statt, woraufhin die Verbindung im Dezember vom offiziellen Büro für Studentenverbindungen der Universität verwiesen wurde.

Das berichtete unter anderem das Nachrichtenportal “wmfz”. Als offiziellen Grund wurde aber nicht etwa die sexuellen Aspekte, sondern der Missbrauch von Alkohol und Drogen genannt. 

Je sexueller, desto mehr Punkte

Erst jetzt tauchte ein Foto der Aufgabenliste des besagten Abends auf. Über deren Inhalt regten sich zurecht viele Menschen in den sozialen Netzwerken auf.

Auf der Liste fanden sich demnach Punkte wie:

► Sing einen Penis an, wie als wäre er ein Mikrofon (10)

► Habt Sex auf der Uni-Toilette (20)

► Gebt zwei Jungs gleichzeitig einen Hand-Job (10)

► Hab einen Dreier (20)

► Stecke dir zwei Penisse gleichzeitig in den Mund (20)

Nur jeweils einen Punkt gibt es hingegen für Aufgaben wie:

► Mache Crowdsurfing auf einer Party (1)

► Singe Karaoke im Funhouse (1)

► Tanze den Chicken-Dance während du dir Hühnchen bestellst (1)

Wichtig sei dabei auch, dass jede bestandene Handlung festgehalten werde müsse. So stehe es als Regel auf dem Zettel. 

Frauenverachtende Aufnahmerituale am Campus

Welche Aufnahmerituale männliche Studenten durchgehen müssten, ist nicht bekannt. Es ist allerdings schockierend, wie sexistisch und frauenverachtend ein gewöhnlicher Abend in der Studentenverbindung gestaltet werden könnte.

Gerade auch weil deren Universität in Pennsylvannia seit dem 2014 mit einer staatsweiten Kampagne gegen sexuelle Belästigung Schlagzeilen macht.

Und das in Zeiten von #MeToo.

Wie “NBC” berichtete, ist die Studentenverbindung bis zum Jahr 2020 vom Campus der Lehigh Universität verbannt worden.

Es sei aber unwahrscheinlich, dass es sich hierbei um einen Einzelfall gehandelt habe. Das zeigen die Berichte der letzten Monate.

Dieser Fall beweist dennoch, dass das Thema Sexismus und Frauenverachtung immer noch hohe gesellschaftliche Relevanz hat.

(nmi)