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19/06/2018 16:06 CEST

Burger King bietet russischen Frauen 40.000 Euro für Sex mit Fußball-Stars

"Vorwärts! Wir glauben an dich!”

Bloomberg via Getty Images
Ein Burger-King-Restaurant in Moskau
  • Burger King Russland will mit einer widerlichen Aktion den künftigen Erfolg der russischen Fußball-Nationalmannschaft sichern.
  • Der Fast-Food-Riese bietet Frauen 41.000 Euro und lebenslang Burger – wenn sich diese von einem Fußball-Star schwängern lassen.

Die russische Fußballnationalmannschaft ist perfekt ins heimische Turnier gestartet: 5:0 gegen Saudi-Arabien. Die Spieler, der Trainer, die Fans – alle glücklich.

Nur Burger King Russland bangt offenbar um die künftige Qualität des Teams – anders ist die jüngste Werbemaßnahme des Unternehmens nicht zu deuten.    

Der Fast-Food-Riese veröffentlichte auf dem russischen sozialen Netzwerk “VKontakte” einen widerlichen Aufruf:

“Burger King bietet im Rahmen seiner sozialen Verantwortung allen Mädchen eine Belohnung, die von den Stars des Weltfussballs schwanger werden.

Jede erhält 3 Millionen Rubel (rund 41.000 Euro, Anm. d. Red.) und eine lebenslange Versorgung mit Whoppern. Mädchen, die in der Lage sind, Kinder mit den besten Fußballergenen zu zeugen, werden den Erfolg der russischen Nationalmannschaft für mehrere Generationen legen.

Vorwärts! Wir glauben an dich!” 

Screenshot
Der Aufruf von Burger King Russland

“Seid ihr noch ganz richtig im Kopf?”

Der Aufruf sorgt vor allem bei den weiblichen Nutzern für Empörung. Die Burger-Kette hätte ein “neues Tief” erreicht, ist da noch ein harmloserer Kommentar. 

“Was? Seid ihr noch ganz richtig im Kopf?”, fragt eine Mariana. 

► Nutzerin Denja fordert: “Sie sollten wegen Diskriminierung des Geschlechts verklagt werden. Ist denn eine Frau besser als ein Mann?”

► Und ein Ilja schreibt sarkastisch: “Lasst uns gewöhnliche Mädchen zu  Prostituierten machen.”  

Viele Nutzer finden an der Aktion allerdings nichts Anstößiges. Doch was würde Tamara Pletnjowa dazu sagen?

“Ich bin keine Nationalistin, aber ...”

Die Moskauer Abgeordnete hatte kurz vor Beginn der Fußball-WM Russinnen vor Sex mit Ausländern gewarnt. Aus solchen One-Night-Stands gingen Kinder hervor, die fallengelassen oder nur bei ihren Müttern aufwachsen würden, sagte Pletnjowa, die auch Vorsitzende des Familienausschusses in der Staatsduma ist.

Die 70-jährige Politikerin von der Kommunistischen Partei sagte dem Radiosender Goworit Moskwa: “Wir müssen unsere eigenen Kinder zur Welt bringen. Ich bin keine Nationalistin, aber trotzdem.”

Auch Burger King will scheinbar nur das Beste – zumindest für die Zukunft des russischen Fußballs. 

Mit Material der dpa.

(ks)