WIRTSCHAFT
26/09/2018 13:10 CEST

Studie: Private Verschuldung wächst so rasant wie zuletzt vor der Finanzkrise

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Kai Pfaffenbach / Reuters
Der Handelsplatz der Frankfurter Wertpapierbörse.

Die guten Nachrichten zuerst: Das private Vermögen von Geldanlegern ist im Jahr 2017 enorm gestiegen. Auf Sage und Schreibe 168 Billionen Euro weltweit, wie der “Spiegel” in Bezug auf eine Studie des Versicherungskonzerns Allianz berichtet. 

Die schlechten Nachrichten: Dem hohen Vermögenswachstum steht auch eine stark wachsende Verschuldung der Privathaushalte gegenüber, wie es zuletzt vor Ausbruch der Finanzkrise der Fall war.

So sehr steigen die globalen Schulden:

Laut der Studie sind die Schulden im Jahr 2017 um 5,5 Prozent gestiegen.

Zum Vergleich: So stark stieg die Verschuldung zuletzt im Jahr 2007 an – ein Jahr vor Beginn der weltweiten Bankenkrise, für die die Pleite der US-amerikanischen Investmentbank Lehman Brothers als Brandbeschleuniger gilt.

Insgesamt 40 Billionen Euro borgten sich private Haushalte allein im vorigen Jahr. Eine Zahl, die von den Studienverfassern als bedenklich bezeichnet wurde.

Das sind die reichsten Länder der Welt:

Insgesamt habe das Geldvermögen der privaten Haushalte sich in den vergangenen Jahrzehnten verzehnfacht. Das sei vor allem der Globalisierung zu verdanken, heißt es in der Studie.

Die reichsten Länder der Welt bleiben laut der Studie die Schweiz und die USA. Deutschland liege etwas abgeschlagen auf Platz 18.

(ll)