POLITIK
08/03/2019 21:16 CET | Aktualisiert 08/03/2019 21:19 CET

Weltfrauentag bei der HuffPost: Heute mal anders – oder doch nicht?

Anadolu Agency via Getty Images
Die berühmte Statue "Fearless Girl" an ihrem Stammplatz vor dem New York Stock Exchange. Seit einigen Tagen steht sie in London.

Na, ist es euch aufgefallen? Dass heute irgendetwas anders war? Dass die HuffPost heute anders berichtet hat, als an den restlichen 364 Tagen im Jahr? 

Wir hoffen ja: Nein, absolut nicht. 

Aber, ihr erinnert euch gerade bestimmt, heute ist der Internationale Frauentag. In Berlin haben die Menschen sogar frei. Und auch wenn es fraglich bis absurd ist, dass es so einen besonders hervorgehobenen Tag überhaupt braucht – einen einzigen, für rund 50 Prozent der Menschheit –, die Zahlen über die mangelnde Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau, gerade auch in Deutschland, sind traurig eindeutig

Jede Aktion am heutigen Tag kann da nur eine symbolische sein, die auf diese Missstände hinweist. Ein Zeichen gegen Diskriminierung, für Gleichberechtigung. 

Das Zeichen der HuffPost: Heute hatten wir nur Frauen auf der Seite.

Als Protagonistinnen unserer Artikel, als Interviewpartnerinnen, als Expertinnen, als Akteurinnen und Handelnde. Eine Besonderheit, die eine Selbstverständlichkeit betonen soll. 

Denn klar, heute musstet ihr auf die Donald Trumps, die Recep Tayyip Erdogans, die Wladimir Putins, die Emmanuel Macrons, Jean-Claude Junckers und Horst Seehofers, die Mark Zuckerbergs, Jeff Bezoz’ und Florian Silbereisens der Welt verzichten. Macht ist weiterhin erschreckend männlich.

Aber eben nicht ausschließlich. Die Geschichte der (Nachrichten-)Welt ist eben längst nicht die bloße Biographie großer Männer, wie es der schottische Autor Thomas Carlyle behauptete. Frauen prägen unser aller Leben, auch weit jenseits von Angela Merkel, Theresa May oder Christine Lagarde. Sie führen, bestimmen, bedenken, bezweifeln und bewirken.

Jeden Tag, nicht nur heute. Und nicht, weil sie Frauen sind, sondern Menschen. Politikerinnen, Künstlerinnen, Aktivistinnen, Lotte Normalbürgerinnen mit vollkommen individuellen Vorstellungen und Interessen.  

Heute deshalb bei uns zu lesen

► Die Aktivistin Luisa Neubauer ist überzeugt, dass wir den Klimawandel noch stoppen können – wenn wir drei Voraussetzungen erfüllen.

► Die SPD-Politikerin Delara Burkhardt ist 26 und bald vielleicht die jüngste Abgeordnete im EU-Parlament. Hier verrät sie, wie sie es in Brüssel mit Salvini, Seehofer und Kurz aufnehmen will.

► Die Fotografin Annika Weertz ist genervt von Geschlechteridealen. Sie zeigt Frauen anmutig und Männer nackt und verletzlich. Die Kritik an ihren Bildern ist ihr so scheißegal wie Beyoncé.

► Die Linke Alexandria Ocasio-Cortez auf der einen, die Moderate Nancy Pelosi auf der anderen Seite: Droht den Demokraten eine Spaltung? Wir haben die US-Politikwissenschaftlerin Jennifer Victor gefragt

► Ska Keller ist die Spitzenkandidatin der Grünen für die Europawahl. In der HuffPost kritisiert sie die Gestaltung der EU-Urheberrechtsreform – und nimmt ältere Politiker in die Pflicht.

► Nach wie vor sprechen wir nicht gerne über das Thema Menstruation. Unsere Redakteurin Agatha Kremplewski fragt zurecht: Warum eigentlich nicht?

► Madeleine Henfling hat erstritten, dass Abgeordnete ihre Kinder mit in den Thüringer Landtag nehmen dürfen. Ein Gespräch über Benachteiligung, Quoten und Stammtischrunden.

► Die Menschenrechtlerin Musola Catherine Kaseketi ist mit einer Gehbehinderung aufgewachsen, wurde vergewaltigt, als sie 14 war – heute inspiriert sie Frauen in ganz Afrika.

Die HuffPost war heute also einmal anders.

Aber dann auch wieder nicht: Wir haben über Missstände, spannende Geschichten und inspirierende Personen berichtet. Über Ereignisse und Probleme, die die Welt bewegen. 

So wie jeden Tag. 

(lp)