POLITIK
22/07/2018 09:19 CEST

Weißhelme aus Syrien evakuiert: Deutschland will Helfer aufnehmen

Rund 800 Menschen wurden gerettet.

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  • Mitglieder der Zivilorganisation Weißhelme in Syrien haben das Land in Richtung Israel verlassen.
  • Sie sollten binnen drei Monaten von Deutschland, Großbritannien und Kanada aufgenommen werden. 

Die Retter werden zu Geretteten. 

Israel hat Mitglieder der syrischen Zivilorganisation Weißhelme und deren Familien aus einem Kampfgebiet im Süden Syriens gerettet.

► Die israelische Armee teilte am Sonntag mit, die Menschen seien in unmittelbarer Lebensgefahr gewesen. Ihre Rettung sei auf Anweisung der israelischen Regierung und auf Bitten der USA und mehrerer europäischer Länder erfolgt.

► Einen Bericht der “Bild”-Zeitung, demzufolge es sich um 800 Mitglieder der syrischen Hilfsorganisation Weißhelme handelt, konnte eine israelische Armeesprecherin in Tel Aviv am Sonntag nicht bestätigen.

In der “Bild” heißt es, über die Evakuierung der Weißhelme habe es in den vergangenen Wochen “Geheim-Verhandlungen zwischen den USA, Russland und dem syrischen Regime” gegeben.

Auch Deutschland soll Weißhelme aufnehmen

“Der Transfer der syrischen Flüchtlinge durch Israel ist eine außergewöhnliche humanitäre Geste”, hieß es in der Mitteilung der Armee. “Die Zivilisten sind in ein Nachbarland (Israels) gebracht worden.”

Die jordanische Nachrichtenagentur “Petra” berichtete, es handele sich um 800 syrische Zivilisten.

► Jordanien habe ihre Durchreise genehmigt. Sie sollten binnen drei Monaten von Deutschland, Großbritannien und Kanada aufgenommen werden.

Die Betroffenen hätten in der syrischen Zivilverteidigung gearbeitet und seien aus Gebieten geflohen, die syrische Regierungstruppen erobert hätten.

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Weißhelme im Einsatz in Damaskus.

Regierungstruppen hatten im Juni im Süden Syriens eine Offensive begonnen und in den vergangenen Wochen bereits zahlreiche Orte übernommen.

Viele Menschen flohen in das Gebiet nahe der israelischen Grenzlinie auf den besetzten Golanhöhen. Israel hat in den vergangenen Jahren Tausende verletzter Syrier ärztlich behandelt, ist aber nicht bereit zur Aufnahme von Flüchtlingen.