POLITIK
02/12/2018 07:46 CET | Aktualisiert 02/12/2018 08:45 CET

Weil Merkel fehlte: Dieser beinahe Unbekannte spielte bei G20 Bundeskanzler

Es war nicht das einzige Kuriosum in Buenos Aires.

Luisa Gonzalez / Reuters

Es sind mitunter bizarre Geschichten, die der G20-Gipfel schreibt.

►  Die argentinischen Gastgeber vergessen, dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron ein Empfangskomitee zu schicken. Stattdessen schüttelt der die Hand eines Flughafenmitarbeiters – ausgerechnet in gelber Weste, dem Symbol der aktuellen Massenproteste in Frankreich gegen Spritpreiserhöhungen.

►  US-Präsident Donald Trump düpiert den argentinischen Präsidenten Mauricio Macri und trotte(l)t bei der offiziellen Begrüßung einfach an ihm vorbei von der Bühne.

►  Und: Bundeskanzlerin Angela Merkel muss im Linienflieger anreisen, weil die Regierungsmaschine versagt. Bemerkenswerter noch: Während Merkel stundenlang fehlt, vertritt ein bei vielen wohl gänzlich Unbekannter die Regierungschefin. 

Röller ist Bundeskanzler für wenige Stunden

Ihr Wirtschaftsberater Lars-Hendrik Röller, bislang nur Insidern bekannt, rückt ganz nach vorn an den Tisch der Mächtigen. So darf – oder muss – Röller mit US-Präsident Donald Trump plaudern, denn die USA waren neben Deutschland platziert.

Sean Gallup via Getty Images

Röller ist quasi ein paar Stunden Kanzler.

Der zweithöchste Repräsentant am ersten Gipfeltag ist Finanz-Staatssekretär Wolfgang Schmidt, der auch mit im Raum sitzen darf, in der zweiten Reihe direkt hinter Trump. Vor einem Jahr noch holte Schmidt einige der G20-Spitzenpolitiker als Hamburger Staatsrat vom Flughafen ab.

Nun saß er mittendrin. 

(ame)