POLITIK
08/09/2018 18:28 CEST

Weil er Trump nicht zujubelte: Secret Service schmeißt Mann aus Arena

“Ich wollte einfach ehrlich reagieren ..."

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Der Mann im Flanellhemd hinter Trump war dem Secret Service nicht begeistert genug vom US-Präsidenten. 
  • Auf seiner Rally am Donnerstagabend steht ein Mann im Flanellhemd hinter Donald Trump, der von der Rede des US-Präsidenten sichtlich entgeistert ist. 
  • So entgeistert, dass der Secret Service den Mann laut dessen Aussage aus der Arena verbannte. 

Er konnte offensichtlich nicht glauben, was er da hörte. 

Ein junger Mann im Flanellhemd ist über Nacht zur Internet-Sensation in den USA geworden – weil er eine Wahlkampfveranstaltung von Donald Trump besuchte und die Worte des US-Präsidenten mit absolut entgeisterter Mimik kommentierte. 

Etwa, als Trump wieder einmal über seinen Wahlsieg schwadronierte, bei dem er zwar nicht die Mehrheit der Wähler für sich gewann – was ja aber auch viel leichter gewesen wäre, als wie er nur über die Wahlmänner und -frauen zu gewinnen. 

Oder, als Trump behauptete, er habe unglaublich viel Rückhalt in der Bevölkerung

Doch was viele Nutzer auf Twitter als lustige Reaktion auf die wilde Rede des US-Präsidenten feierten, war dessen Team offenbar zu unverschämt. 

Denn der Mann in dem Flanellhemd wurde vom Secret Service der Arena verwiesen. Noch während Trumps Rede. 

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Tyler Linfesty über Trumps Sicherheitsleute: “Sie sagten mir, ich solle nicht wieder kommen”

Der im Internet als “Flanellhemd-Mann” bekannte Trump-Zuhörer heißt mit richtigem Namen Tyler Linfesty und ist 17 Jahre alt. 

Auf einem Video ist zu sehen, wie ihn eine Mitarbeiterin Trumps bittet, die Zuschauerränge hinter dem US-Präsidenten zu verlassen

Linfesty sagte der Zeitung “Billings Gazette”, in der Folge habe ihn der Secret Service in Gewahrsam genommen und zehn Minuten lang befragt. 

“Sie haben mich gut behandelt, aber sie sagten mir, ich solle nicht wieder kommen”, sagte Linfesty der “Gazette”. Dann habe er die Arena verlassen müssen. 

“Ich weiß, warum sie mich entfernt haben. Sie haben uns vorher gesagt, wir sollen enthusiastisch sein und Trump zujubeln. Aber ich wollte ihm nicht zujubeln, ich fand das was er sagte nicht gut”, sagte Linfesty. 

Als Grund für seine offenen und ehrlichen Reaktionen auf Trump sagte der 17-Jährige der Zeitung: “Ich wollte einfach ehrlich reagieren. Wenn ich nicht mit ihm einer Meinung war, dann konnte man das sehen. Aber wenn ich mit ihm einer Meinung war, dann habe ich auch geklatscht.”