LIFESTYLE
14/06/2018 21:57 CEST

Wegen freizügigen Fotos ist eine russische Lehrerin jetzt ihren Job los

Die 26-Jährige kann die Entscheidung nicht verstehen.

  • Eine russische Lehrerin hat ihre Stelle verloren, weil sie freizügige Fotos von sich postete.
  • Sie posierte für einen Model-Job im Bikini vor einem Bekleidungsladen.
  • Die Aufnahmen seht ihr im Video oben.

Die russische Lehrerin Viktoria Popova wird erst einmal keine Schüler mehr unterrichten: Ihre Schule in Omsk feuerte sie. Dabei posierte die Frau nur für ein Bekleidungsgeschäft der Stadt.

Auf den Fotos, die sie auch auf ihrem Instagram-Account teilte, ist die 26-Jährige in Badekleidung zu sehen. Die junge Frau trägt auf den Fotos einen Bikinislip und ein langes gepunktetes Bikinoberteil im Pin-Up-Style der 50er-Jahre.

Ein normales Strand-Outfit

Am Strand würde ihr Outfit wohl ungewöhnlich zugeknöpft wirken. Die Eltern der Kinder an der Omsker Schule sahen die Angelegenheit allerdings anders: Die “freizügigen Fotos” würden ihren Ruf als ernstzunehmende Lehrerin verletzen und seien für ihren Beruf unangebracht. Das berichtet die Onlinezeitung “The Siberian Times” über die Vorwürfe der Eltern.

Zu Popovas Überraschung kosteten die harmlosen Fotos ihr letztlich den Job als Lehrerin. Die 26-Jährige zeigt für diese Entscheidung kein Verständnis.

Der Zeitung sagte sie: “Es tut mir leid, aber ich habe ja keinen Männerladen beworben. Menschen machen eben heutzutage Fotos. Man macht Fotos auf Reisen und postet sie ja auch online. Das war einfach nur eine Werbung für ein Geschäft.”

Mehr zum Thema: Grundschullehrerin wird gefeuert, nachdem Eltern dieses Video von ihr sehen

Um Solidarität zu beweisen, veröffentlichten bereits über 3.000 vorwiegend russische Lehrerinnen Fotos von sich in Badekleidung mit unter dem Hashtag #AuchLehrerSindMenschen. Sie wollen sich für die ungerechte Behandlung Popovas einsetzen.

Eine Agentur bot ihr einen neuen Job an

► Für Popova gab es letztlich ein Happy End: Die Agentur NGS Omsk bot ihr einen Vertrag als Model an, nachdem die Geschichte ihrer Kündigung in den Medien die Runde gemacht hatte.

“Wir versprechen ihr, dass sie auch mehr verdienen wird als in ihrem vorherigen Job”, sagte die Agentur der “The Siberian Times”. “Anders als ihre ehemalige Schule steht unsere Firma für besondere und mutige Menschen, deren Hobbies wir respektieren.”

(ll)