WIRTSCHAFT
11/03/2019 14:29 CET | Aktualisiert 11/03/2019 14:40 CET

Brexit: Finanzfirmen ziehen fast 1 Billion Euro aus Großbritannien ab

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Der City geht die Luft aus. 

► Laut einer Studie des Thinktanks New Financial muss Großbritannien durch den Brexit mit enormen Einbußen im Finanz- und Bankenbranche rechnen.

► Wie der “Spiegel” berichtet, ziehen mehr als 275 Finanzfirmen Vermögenswerte von insgesamt 1,2 Billionen US-Dollar (rund 890 Milliarden Euro) aus dem Vereinigten Königreich in europäische Standorte ab.

► Dies entspreche fast 10 Prozent der gesamten Vermögenswerte des Landes, die hauptsächlich von großen Banken und Investmentbanken – aber auch von Vermögensgegenständen von Versicherern (35 Milliarden Britische Pfund) und von Anlagenverwaltern (65 Milliarden Pfund) – stammten.

Zum Vergleich: Das Bruttoinlandsprodukt des Vereinigten Königreichs betrug 2,6 Billionen US-Dollar. 

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Der Studie zufolge würden durch den Brexit rund 5000 Beschäftigte an neuen EU-Standorten eingestellt. Die stärkste Anziehungskraft habe demnach Irlands Hauptstadt Dublin. Hierhin zählten die Experten 100 Umzüge von Stellen aus London.

Viele Firmen ziehe es auch nach Luxemburg (60 Umzüge), Paris (41), Frankfurt (40) und Amsterdam (32). Frankfurt sei vor allem für Banken, Amsterdam für Handelsplattformen und Handelshäuser von Interesse, wie es weiter heißt. 

► New-Financial-Chef William Wright befürchtet, dass sich diese Entwicklung in den kommenden Jahren noch steigern könnte. Wright sagte der Nachrichtenagentur Reuters:

“Das wird Großbritanniens Einfluss in der europäischen Finanz- und Bankenbranche verringern, die Steuereinnahmen aus dem Wirtschaftszweig verringern und die Finanzdienstleistungsausfuhren in die EU verringern.”

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Am Dienstag soll das britische Parlament erneut über einen Austrittsvertrag aus der EU abstimmen. Wie es dann weitergeht, seht ihr in dieser Grafik: 

huffpost

(ll)