POLITIK
28/12/2018 07:07 CET | Aktualisiert 28/12/2018 10:37 CET

"Trumps Amtsenthebung unausweichlich": Watergate-Journalistin zählt Trump an

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► Die durch ihre Berichterstattung über den Watergate-Skandal des Ex-Präsidenten Richard Nixon bekannt gewordene Journalistin Elizabeth Drew ist sicher: Donald Trump wird seines Amtes enthoben werden.  

► Drew schreibt in einem Gastbeitrag für die “New York Times” unter dem Titel “Die Zwangsläufigkeit einer Amtsenthebung”: “Eine Amtsenthebung gegen Präsident Trump scheint nun unausweichlich.”

► Der Druck durch die Bevölkerung und die Demokraten, ein entsprechendes Verfahren gegen Trump einzuleiten, werde im kommenden Jahr immer weiter wachsen, schreibt Drew. 

Im Video oben seht ihr: Wird Donald Trump des Amtes enthoben? So funktioniert das Impeachment.

Warum die Journalistin Trumps Amtsenthebung für unausweichlich hält: 

Drew erwähnt die vielen Vergehen, die Trump vorgeworfen werden; vor allem die Untersuchungen des Sonderermittlers Robert Mueller zu möglichen Absprachen des Trump-Lagers mit Russland. 

► Schon jetzt gibt es in diesem Zusammenhang laut Drew genug Beweise, um Trump aus dem Amt zu werfen. 

Doch die Watergate-Expertin hält ein verfrühtes Ende der Amtszeit des US-Präsidenten vor allem aus einem anderen Grund für wahrscheinlich: Trump verliere massiv an Rückhalt in der eigenen Partei. 

Die großen Verluste bei den Midterms im November, die immer neuen Justiz-Skandale, das Personalchaos im Weißen Haus, die unruhigen Märkte –  all das verunsichere die Republikaner. Drew schreibt:

“Mit Trumps politischem Status, der schon seit geraumer Zeit schwach ist, geht es rasant bergab. [...] Mir schien es immer so, dass Trumps turbulente Präsidentschaft nicht aufrecht zu erhalten sein würde und dass die wichtigsten Republikaner irgendwann entscheiden würden, dass er ein zu großes Risiko für die Partei oder eine zu große Gefahr für das Land ist.”  

Welchen einzigen Ausweg Drew für Trump sieht: 

Die präsidiale Krise in den USA habe für den Fall, dass Trump bald ein Verbrechen vorgeworfen werde, nur zwei mögliche Ausgänge, schreibt Drew. 

1. Der US-Präsident tritt – wie damals ein von der Amtsenthebung bedrohter Nixon – zurück. 

2. Trump versucht, ein Amtsenthebungsverfahren zu überstehen. 

Während diesem müsste auch ein großer Teil der Republikaner für ein Ende der Trump-Präsidentschaft stimmen. Das wurde bisher als unwahrscheinlich betrachtet – doch Drew glaubt, die Loyalität der Partei für Trump sei überschätzt.

“Am Ende werden sich die Republikaner für ihr eigenes politisches Überleben entscheiden”, schreibt die Journalistin.  

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