POLITIK
29/06/2018 16:38 CEST | Aktualisiert 29/06/2018 17:28 CEST

Wie ein Opfer sexueller Gewalt für Trump gegen Opfer sexueller Gewalt vorgeht

Wie Candice Jackson von einer Kleinstadt-Bibliothekarin zu einer Top-Mitarbeiterin im US-Bildungsministerium wurde.

Getty
Candice Jackson (Dritte von rechts) bei einer Wahlkampfveranstaltung von Donald Trump. 

Candice Jacksons Berufung für einen hochrangigen Job im Amt für Bürgerrechte des US-Bildungsministeriums hätte ein Grund zur Freude sein können. 

Jackson ist Stanford-Absolventin, Anwältin und Aktivistin. Sie hat ein kontroverses Buch über die Frauen geschrieben, die den ehemaligen Präsidenten Bill Clinton der sexuellen Nötigung bezichtigten.

Und sie hat selbst einen sexuellen Angriff überlebt und ist mit einer Frau verheiratet. Jackson weiß also, wie wichtig Bürgerrechte sind, wie wichtig es ist, Minderheiten und Frauen vor Diskriminierung und Gewalt zu schützen. 

Als Donald Trumps Bildungsministerin Betsy DeVos sie im vergangenen April aussuchte, um kommissarisch die Bürgerrechts-Behörde zu leiten, war das für viele Menschen in den USA deshalb ein Hoffnungsschimmer.

“Diese Berufung sollte den linksliberalen Menschen Mut machen”, sagte Michael J. Petrilli der “New York Times”. Er ist der President des Thomas-B.-Fordham-Instituts, einer Denkfabrik für konservative Erziehung.

“Man dachte, dass diese Regierung gegen Lesben, Schwule, Bisexuelle, Transgender und Frauen eingestellt ist”, schimpfte Petrelli nach Jacksons Nominierung. “Ich glaube, wir müssen abwarten und sehen, was passiert.”

Für Clintons Ankläger, deren Geschichte Jackson in ihrem Buch erzählt hat, war ihre Ernennung zur Leiterin des Amts für Bürgerrechte ein große Freude. Mit Jackson hatten sie eine Fürsprecherin gefunden, als wenige andere bereit waren, diese Rolle zu übernehmen.

“Ich liebe dieses Mädel”, sagt Juanita Broaddrick. Sie wirft Bill Clinton vor, sie 1972 in einem Hotelzimmer in Little Rock missbraucht zu haben – während des Gouverneur-Wahlkampfes in Arkansas. Jackson “war ebenfalls ein Missbrauchs-Opfer”, merkte Broaddrick an.

“Wenn du ein Opfer bist, dann weißt du, welche Fragen du stellen musst und von welchen Themen du dich fern hältst. Und du weißt, wie man jemanden dazu bringt, dass er sich wohlfühlt. Candice hat das sofort geschafft. Ich hatte stets eine hohe Meinung von ihr, ihrer Arbeit und von dem, was sie tut.”

Doch jetzt, 14 Monate nachdem Jackson ihren Job angetreten hat, ist die Meinung vieler Opfer von sexuellen Übergriffen über sie ins Wanken geraten.

Ein Skandal gleich zu Beginn

Kurz nach ihrer Ankunft in Washington, fand sich Jackson bereits im Mittelpunkt eines nationalen Skandals wieder. Im Juli 2017 berichtete die “New York Times”, dass Bildungsministerin Betsy DeVos sich bei sexuellen Übergriffen an Schulen und Universitäten lieber mehr um die Angeklagten, statt um die Ankläger kümmern will.   

Jackson sagt über diesen Plan ihrer Behörde: “Die Anschuldigungen – 90 Prozent davon – fallen unter die Kategorie ‘wir waren beide betrunken’, ‘wir hatten uns getrennt und sechs Monate später wurde gegen mich ermittelt, weil sie entschieden hat, dass unser letzte Nacht zusammen nicht ganz in Ordnung war.’”

Sofort schlug Jackson Wut entgegen. Der demokratische Senator Patty Murray verlangte ihren Rücktritt, ebenso wie seine Amts- und Parteikollegin Kirsten Gillibrand. Diese sagte, Jacksons Äußerungen seien “ihrer Position im Bildungsministerium unwürdig”.

Und Jackson entschuldigte sich. Aber sie behielt ihre machtvolle Position im Amt für Bürgerrechte.

► Unter ihrer Leitung – und der von DeVos – gab das Amt für Bürgerrechte Transgender-Studenten fast völlig auf.

► Eine einst aktive und enthusiastische Belegschaft wurde maßgeblich beschnitten.

► Und im Mai leitete das Bürgerrechtsbüro neue Ermittlungen an der Yale Universität ein – wegen der angeblichen Diskriminierung gegen Männer.

“Ich möchte, dass der Konservativismus dominiert”

Jackson ist ein perfektes Aushängeschild für eine bestimmte Kategorie von Trump-Unterstützern: eine Person, die immens von den vermehrten Schutzmaßnahmen für Frauen und Minderheiten profitiert hat, aber ihr Leben dem Kampf widmet, diesen Schutz für andere zu untergraben. 

Jackson ging schon früh in die professionelle Politik. Als 17-jährige Studentin am Los Angeles Valley College, nahm sie 1995 ein Praktikum im Büro der republikanischen Abgeordneten Linda Smith in Washington an. Sie nahm ihren Job ernst.

“Unter anderem ging sie für mich von Haustür zu Haustür”, erinnert sich Smith. “Sie war immer sie selbst. Sie war sehr stark, sehr einzigartig und hatte ihre eigenen Vorstellungen. Für mich war das nicht selbstverständlich.” 

Smith, eine überzeugte Sozialkonservative, war ein Liebling von Jacksons Eltern. Ihr Vater Richard “Ricky Lee” Jackson ist Arzt, Country-Musiker, ein konservativer Blogger und gescheiterter Kongress-Kandidat. Ihre Mutter Jeanine arbeitet als Beraterin und hilft dabei, die Arztpraxis der Familie zu leiten.

Nach ihrem Praktikum bei Smith ging Jackson an die Stanford Universität. Die ersten zwei Jahre verbrachte sie hauptsächlich bei der “Stanford Review”, einer konservativen Campus-Zeitung, die von Peter Thiel, dem späteren Mitbegründer von PayPal, mit ins Leben gerufen wurde.

An Silvester 1997, als sie noch zum Nachwuchs im College zählte, heiratete Jackson Brent Mayhugh, einen Polizisten aus Clark County, Washington. Auf den Seiten des Review wetterte sie gegen positive Diskriminierung, Feminismus und die Multikulturalität.

“Die wirklichen ‘Probleme, die Frauen beschäftigen’ sind die persönliche Freiheit, die wirtschaftliche Unabhängigkeit und das richtige Maß an Staatsgewalt in unserem Leben”, schrieb sie im April 1998 in einer Kolumne über die Aktivitäten des “Women’s Community Center” – einer in den 1970er Jahren gegründete Campus-Organisation, in der Frauen ihre Erfahrungen zum männerdominierten Akademikerleben austauschen können.

In ihrem Abschiedsjahr bei der Review schrieb Jackson: “Ich möchte, dass sich das Gleichgewicht verschiebt. So, dass der Konservatismus dominiert und der Liberalismus zur Minderheit wird.”

Jacksons Abrechnung mit der “liberalen Frauenfeindlichkeit”

Im Jahr 2005 erscheint Jacksons Buch über die mutmaßlichen Opfer sexueller Gewalt durch den ehemaligen US-Präsidenten Bill Clinton: “Their Lives: The Women Targeted by the Clinton Machine”.

Ein Großteil des Buches dient als Manifest gegen die liberale Politik. Jackson behauptet, Bill Clintons mutmaßlicher Machtmissbrauch sei nicht nur ein Indikator für Frauenfeindlichkeit oder Liberalismus, sondern auch für “liberale Frauenfeindlichkeit”, eine Kombination aus beidem.

Ihr Argument ist, dass Politik – einschließlich der Beteiligung und des Eingreifens der Regierung -  sei ein ähnlicher Missbrauch der “Macht” wie eine Vergewaltigung.

Doch “Their Lives” zeigt auch Jacksons stundenlange Interviews mit Clintons mutmaßlichen Opfern und die wirklichen Bemühungen, sie ernst zu nehmen.

Die von Jackson interviewte Broaderick sagt:

“Ich bin dankbar dafür, dass sie gemeint hat, wir seien es wert, ein Buch über uns zu schreiben. Sie kam zu mir nach Hause und verbrachte einige Tage hier. Nur um zu schauen, wie mein Leben aussieht. Es war, als hätte ich den Tag mit einer Freundin  verbracht, auch wenn ich alt genug bin, um ihre Großmutter zu sein. Sie ist sogar mit mir zur Schule meines Enkels gefahren, um ihn abzuholen. Und sie war ein Teil meines täglichen Lebens. Es hat einfach Spaß gemacht. Ich habe es gehasst, dass sie wieder gehen musste.”

Jacksons Mitgefühl, sagt Broaddrick, stamme daher, dass sie selbst angegriffen wurde.

In “Their Lives” schreibt Jackson, sie sei von einer Freundin missbraucht worden, die sie schon seit ihrer Kindheit kenne und dass sie, wie viele andere Überlebende, anfangs Probleme mit der Bezeichnung “Vergewaltigung” gehabt habe. Mutig schreibt sie über ihren Kampf mit den Selbstvorwürfen, der Schuld und dem Gefühl der Wertlosigkeit, das Vergewaltigungsopfer plagt: 

“Die abgedroschene Phrase ‘was dich nicht umbringt, macht dich stärker’ bedeutet wirklich etwas, wenn man eine Vergewaltigung erlebt, weil man sich eine ganze Zeitlang so fühlt, als wäre ein Teil von einem selbst gestorben. Und sich davon wieder zu erholen bedeutet, sich ein neues, stärkeres Leben und eine Persönlichkeit zu schaffen.”

Jacksons Mitgefühl ist politisch begrenzt

In ihrem Buch behauptet Jackson, dass sie die “Gleichberechtigung aller Geschlechter, Rassen und sexuellen Orientierungen in allen Aspekten des Lebens” unterstütze.

► Aber im nächsten Atemzug sagt sie, sie sei dagegen “irgendwas davon mithilfe von politischer Macht durchzusetzen”.

Es ist eine seltsame Sichtweise für jemanden, deren Zugang zu einem Jura-Abschluss, zu einem machtvollen Regierungs-Job, zu einer Ehe mit einem geliebten Menschen und zu der Fähigkeit, legal Kinder aufzuziehen mit ihr nur möglich war, weil politische Bewegungen Erfolg hatten.

Und es ist eine besonders seltsame Philosophie für jemanden, der den Auftrag hat, die Macht der Regierung zum Schutz Bürgerrechte zu nutzen.

► Die Politik scheint Jacksons Mitgefühl zu begrenzen.

Sie ist den Clinton-Opfern mit einer Ehrlichkeit begegnet, die sie im Umgang mit den Mädchen und Frauen vermissen lässt, die behaupten, Opfer ihres derzeitigen Chefs geworden zu sein.

Laut “ProPublica” sagte Jackson 2016, dass Trumps Opfer nicht die Wahrheit sagen würden. Sie seien “fake”.

Jackson politisiert Vorwürfe sexueller Gewalt

Am zweiten Sonntag im Oktober 2016 wird bekannt, dass Jackson eine wahrscheinliche Kandidatin für eine Anstellung unter Trump ist.

Die “Washington Post” hatte Aufnahmen veröffentlicht, in denen der republikanische Präsidentschaftskandidat darüber prahlte, Frauen “an die Pussy” zu grapschen. Und das nur 48 Stunden vor der zweiten Fernsehdebatte mit seiner demokratischen Rivalin Hillary Clinton. Trump musste die Geschichte schnell relativieren.

Trumps vertrauter Berater und Rattenfänger Roger Stone hatte die Lösung. Monatelang habe Stone Trump dazu gedrängt, die Anschuldigungen von sexueller Gewalt und Belästigungen gegen Hillary Clintons Ehemann zu beleuchten, schreibt das “New York Magazine”.

Zu einem früheren Zeitpunkt des Jahres hatte Stone sich an Jackson gewandt, um einen Plan zu entwickeln, wie man die Geschichten der Anklägerinnen in den Wahlkampf mit einfließen lassen könnte.

Als die Krise da war, nahm Trump die Vorschläge von Stone an. Jackson half der Kampagne, indem sie vor der Debatte eine Überraschungs-Pressekonferenz inszenierte.

Trump saß in der Mitte von zwei langen, zusammengeschobenen Tischen, im Rücken die Amerikanische Flagge und umringt von Bill Clintons Anklägerinnen und von Kathy Shelton, einer Klientin von Jackson, die von einem Mann vergewaltigt wurde, den Hillary Clinton als Anwältin 1975 in Arkansas vertreten hatte.

► Die Pressekonferenz war ein durchschlagender Erfolg.

Nicht einmal einen Monat später gewinnt Trump die Wahl – und Jackson wird zu einer gefragten politischen Figur.

Innerhalb weniger Wochen hat Jackson einen Job in der Trump-Regierung

In den Wochen nach Trumps Wahlsieg ist sie zu Gast in der Show von Sean Hannity bei “Fox News” und bezichtigte Hillary Clinton der Heuchelei, weil sie behauptet hatte, eine Verfechterin der Frauen zu sein.

Einige Wochen zuvor hatte sie eine ähnlich intensive Vorstellung in einem Video mit Dinesh D’Souza abgeliefert, einem rechten Politikkommentator. 

► Jackson will nun einen Job in der Trump-Regierung. 

“Ich habe exzellente Empfehlungen von angesehenen Konservativen wie David Horowitz, Dinesh D’Souza und Sean Hannity. Jeder von ihnen hat mir gesagt, dass sie sich speziell an Kellyanne Conway oder Steve Bannon gewandt hätten, um mich zu empfehlen”, schreibt sie in einer E-Mail an die Verantwortlichen in Trumps Übergangs-Team, die später in die Hände von “BuzzFeed News” gelangte.

Jackson zitiert auch eine Empfehlung von Thiel, Trumps prominentestem LGBTQ-Anhänger.

► Das Übergangs-Team von Trump reagiert schnell.

Fünf Wochen nachdem Jackson ihre E-Mail geschrieben hat, mailt ein Verantwortlicher des Übergangs-Teams einer Beraterin von DeVos. Es waren gute Nachrichten. Jackson bekommt den Vorsitz im Amt für Bürgerrechte im Bildungsministerium.  

Ihre Vorgängerinnen Russlynn Ali und Catherine Lhamon hatten jahrzehntelange Erfahrungen damit, Zivilrechte zu verfechten, als sie den Job übernahmen. Und sie engagierten sich dafür, die Rechte von Opfern eines sexuellen Übergriffs an Bildungseinrichtungen noch zu erweitern.

“Die sexuelle Belästigung von Studenten, einschließlich sexueller Gewalt, beeinträchtigt das Recht der Studenten, auf eine Ausbildung frei von Diskriminierung. Und im Falle der sexuellen Gewalt ist es ein Verbrechen”, schrieb Ali 2011 in einem Brief an ihre Mitarbeiter. “Die Statistiken zur sexuellen Gewalt sind sowohl verstörend, als auch ein Aufruf an unser Land, zu handeln.”

Aber Jackson hat nicht die Erfahrung wie Ali oder Lhamon – oder deren Einsatzwillen, den Schutz für die Leute auszuweiten, denen ihr Amt dienen soll.

“Nicht sicher, ob sie die Qualifikation für ihren Job hat”

Aktivisten ist es kein Trost, dass Jackson selbst ein Teil der LGBTQ-Gemeinschaft ist.

Jackson verzichtete darauf, auf Beschwerden wegen sexueller Gewalt zu reagieren. Und genauso eifrig war sie auch bei Beschwerden von LGBTQ-Menschen.

Im Juni 2017, kurz nach ihrer Ernennung, trifft Jackson eine Gruppe von LGBTQ-Aktivisten.

Sie sprechen mit ihr darüber, wie sie transsexuelle Studenten schützen wolle. Jackson sei “super freundlich” und “sehr nett” gewesen. Aber sie scheine nicht zu verstehen, welche Macht ihre neue Position habe, sagt Nathan Smith von der Organisation GLSEN, die sich für Homosexuelle und Transsexuelle einsetzt.

“Es ist eine wirklich wichtige Position, die für die Beaufsichtigung einer wirklich wichtigen Bürgerrechts-Behörde zuständig ist”, sagt Smith. “Und ich bin mir nicht sicher, ob sie die Qualifikationen hat, dieses Büro effektiv zu leiten.”

Jackson brauche keine Erfahrung, um im Amt für Bürgerrechte erfolgreich zu arbeiten, sagte hingegen ihr Freund Eric Jackson. 

“Es stimmt, dass sie nicht ihr ganzes Leben schon Bürokratin ist”, sagte er der HuffPost. “Aber sollten wir nicht die Bürger ermutigen, ihren Dienst an der Öffentlichkeit zu leisten? Dort herrscht ein Chaos, das beseitigt werden muss.”

Teil dieses “Chaos” war der 19-seitige Brief von Jacksons Vorgängerin Ali. Vergangenen September schickte Jackson ihr eigenes Memo an ihre Untergebenen – mit der Mitteilung, dass Alis Brief zurückgenommen werde.

“Das Dokument könnte in guter Absicht geschrieben worden sein”, schreibt Jackson über Alis Memo.

Aber es habe “dazu geführt, dass vielen Studenten die Rechte entzogen wurden – den beschuldigten Studenten wird ein fairer Prozess verweigert und über die Anklage des Opfers ergeht kein angemessener Beschluss.” 

Seit der Veröffentlichung von Jacksons Brief hat das Amt für Bürgerrechte die sexuelle Gewalt am Campus in seiner Wichtigkeit heruntergestuft. Stattdessen konzentriert es sich auf Geschlechter-Diskriminierung – gegen Männer.

Jackson macht Täter zu Opfer 

Dass Jackson ihren Fokus auf die Rechte der wegen sexueller Gewalt angeklagten Menschen legt und nicht auf ihre vermeintlichen Opfer, sei laut ihrem Kollegen und Freund William Anderson vom konservativen “Mises”-Institut keine Überraschung.

“Diese Anschuldigungen ziehen lebenslange Folgen für den Angeklagten nach sich”, sagte Anderson in einem Interview. “Und die Obama-Regierung wollte ein Verfahren, das für den Ankläger von Vorteil ist.”

Es ist wahr, dass die Obama-Regierung versucht hat, das Gleichgewicht zu verschieben. Aber das Verfahren war sowieso schon von Vorteil, für die Vergewaltiger. Falsche Vergewaltigungs-Vorwürfe sind höchst selten.

Die meisten Vergewaltigungen werden nicht einmal gemeldet. Vergewaltigungen, die zur Anzeige gebracht werden, werden selten strafrechtlich weiterverfolgt. Und Leute, die wegen Vergewaltigung angeklagt sind, werden selten schuldig gesprochen.

Die Obama-Regierung hatte gehofft, mithilfe der Politik den Status quo ändern zu können.

► Aber Jackson glaubt nicht an diese Veränderung.

Warum, das verrät sie nicht. Auf Anfragen der HuffPost reagierte Jackson nicht. So, wie auf die Hilfegesuche vieler diskriminierter oder missbrauchter Studenten und Studentinnen.   

Dieser Artikel erschien zuerst bei der HuffPost USA und wurde von Patrick Steinke aus dem Englischen übersetzt sowie von Josh Groeneveld bearbeitet und gekürzt.

(mf)