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05/03/2018 07:39 CET | Aktualisiert 05/03/2018 07:54 CET

Oscars 2018: Welche Szenen ihr wirklich gesehen haben müsst

Diese Szenen müsst ihr gesehen haben.

Mike Blake / Reuters
In der Nacht auf Montag wurden die Oscars verliehen (im Bild: McDormand mit ihrem Preis).
  • Oscar-Verleihung in Hollywood: Das sind die Gewinner des Abends
  • Die Gala stand im Zeichen der #MeToo-Bewegung, wie mehrere Szenen zeigen

Es waren die 90. Academy Awards. Der Oscar ist nun also ein alter Mann.

In der Nacht auf Montag präsentierte er sich aber bemerkenswert fortschrittlich. So wurde die Film-Gala wieder einmal auch zu einem politischen Spektakel.

Die wichtigsten Gewinner des Abends:

► Bester Film: “Shape of Water – Das Flüstern des Wassers”

► Regie: Guillermo del Toro für “Shape of Water – Das Flüstern des Wassers”

► Hauptdarsteller: Gary Oldman für “Die dunkelste Stunde”

► Hauptdarstellerin: Frances McDormand für “Three Billboards Outside Ebbing, Missouri”

Der Deutsche Gerd Nefzer gewann mit seinen Kollegen John Nelson, Paul Lambert und Richard R. Hoover einen Oscar für die Visuellen Effekte in “Blade Runner 2049”

Der größte Abräumer:

► “Shape of Water - Das Flüstern des Wassers” gewannt 4 Oscars. Der Film wurde für die beste Regie, als bester Film, für das Produktionsdesign und die Filmmusik ausgezeichnet.

► Darauf folgte “Dunkirk” mit  3 Oscars: für Tonschnitt, Tonmischung und Filmschnitt.

Der skurrilste Moment des Abends:

Vor allem über eine Szene wurde getratscht: Schauspielerin Jennifer Lawrence zeigte sich in bester Laune – und sportlich.

So kletterte die 27-Jährige über die Sitzreihen hinweg auf ihren Platz – mit einem Glas Wein in der Hand wohlgemerkt. Viele Fans fanden: Sympathisch menschlich.

Der wichtigste Moment des Abends:

Die Oscars standen ganz im Zeichen der #MeToo-Bewegung.

Das machte Moderator Jimmy Kimmel schon in seiner Begrüßungsrede deutlich. “Was sie tun ist wichtig, sie verändern Dinge zum Besseren”, lobte Kimmel alle Aktivistinnen und Aktivisten.

Für den #MeToo-Moment der Nacht sorgte eine andere: Frances McDormand, die für ihre Rolle als kämpferische Mutter im Film “Three Billboards Outside Ebbing, Missouri” ausgezeichnet wurde.

Sie ließ alle Frauen im Saal aufstehen und sagte dann: “Schaut euch um. Wir haben alle Geschichten zu erzählen und Projekte zu verwirklichen!”

McDormand verwies auf den “inclusion rider”-Paragraphen, der es Schauspielerinnen und Schauspielern ermöglicht, aus Produktionen auszusteigen, wenn bei der Produktion der Filme nicht auf Gleichberechtigung geachtet wird.

 Der Aufreger des Abends:

Gerade weil #MeToo alles überschattete, geriet ein Oscar zum Aufreger.

Ex-Basketball-Star Kobe Bryant gewann einen Award für den animieren Kurzfilm “Dear Basketball”. Bryant wurde 2003 vorgeworfen, eine 19-Jährige vergewaltigt zu haben.

Vor Beginn der Gala hatten Zehntausende eine Petition unterzeichnet, dass Bryant nicht nominiert werden solle.