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15/06/2018 19:41 CEST | Aktualisiert 15/06/2018 20:07 CEST

Warum ausgerechnet Rambo-Kicker Ramos vor Cristiano Ronaldo Angst hat

Auf dem Platz gibt es keine Freunde.

Getty Images
Heute sind sie Gegner: Cristiano Ronaldo und Sergio Ramos.
  • Am Freitag trifft bei der WM in Russland das Team von Spanien auf Portugal.
  • Es ist auch das Duell der Real-Stars Sergio Ramos gegen Cristiano Ronaldo. 

Sergio Ramos ist bestimmt nicht der beliebteste Fußballspieler. Der Kapitän der spanische Nationalmannschaft ist für seine ruppige Art bekannt. Auf dem Platz ist der Verteidiger körperlich sehr präsent – und macht sich damit bei seinen Gegenspielern unbeliebt.

Übeltäter Sergio Ramos

Nicht selten hat er dabei über die Stränge geschlagen. Sein wohl prominentestes Opfer aus jüngster Zeit: Mohamed Salah. Der ägyptische Superstar in Diensten des FC Liverpool hatte sich im Champions-League Finale Ende Mai bei einem Zweikampf an der Schulter verletzt.

Der Übeltäter war Ramos. 

Der spanische Verteidiger von Real Madrid war besonders hart in den Zweikampf mit Salah gegangen und zog ihn zu Boden. Ohne Rücksicht auf Verluste.

► Das Resultat: Salah musste mit einer Schulterverletzung ausgewechselt werden. Afrikas Fußballer des Jahres hätte dadurch beinahe die Fußballweltmeisterschaft in Russland verpasst.

ZDF-Moderator Jochen Breyer hatte Ramos nach dem Spiel gar Absicht unterstellen wollen. TV-Bilder zeigten, wie Ramos kurz nach dem Zweikampf mit Salah hämisch grinste.

Duell der Superstars

Das Grinsen dürfte ihm jedoch spätestens am Freitagabend vergehen. Denn:  Ramos trifft im ersten Gruppenspiel der WM mit der spanischen Nationalmannschaft auf die Auswahl von Portugal um Superstar Cristiano Ronaldo. Der befindet sich gerade in herausragender Form.

Mit 15 Toren in 13 Spielen war er Torschützenkönig in der vergangenen Champions-League-Saison. In der spanischen Liga gelangen ihm in 27 Spielen 26 Tore. Ronaldo trifft, wie er will.

Für beide steht viel auf dem Spiel

Ramos sagt über Ronaldo: “Er hat die Saison in einer herausragenden Verfassung beendet. Er ist immer gefährlich.” Wenn es nach Ramos ginge, würde er ein Duell eher meiden. “Ich würde lieber mit ihm zusammen im Team spielen, als gegen ihn. Wir alle wissen, wie gefährlich er sein kann”, sagte Ramos auf der Pressekonferenz vor der Partie.

Ein Ronaldo in Höchstform kann ein Spitzenspiel auch alleine entscheiden. Eine Auftaktniederlage wäre für Spanien eine weitere negative Schlagzeile, nachdem der Verband wenige Tage vor der WM Nationaltrainer Julen Lopetegui gefeuert hat, da dieser unerlaubter Weise bereits einen Vetrag bei Real Madrid unterschrieben hatte. Dem Verein von Ramos und Ronaldo. 

Ronaldo sollte auf der Hut sein

Dass beide Superstars bei Real Madrid unter Vertrag stehen, spielt heute keine Rolle. Heute sind sie Gegner. Das dürfte Cristiano Ronaldo nicht unbedingt beruhigen. Denn mit Ramos als Gegner ist nicht gut Kirschen essen. Dem Spanier dürfte relativ egal sein, wen er in einem Zweikampf umnietet, solange seine Mannschaft dadurch kein Tor hinnehmen muss.

Ronaldo sollte sich also hüten. Eine Verletzung käme für den Stürmerstar jetzt besonders ungünstig. Zum einen würde er die restliche Weltmeisterschaft verpassen.

Zum anderen kursieren immer mehr Gerüchte über einen möglichen Wechsel von Ronaldo, weg von Real Madrid. Eine Verletzung wäre somit für ihn doppelt bitter, weil sich dadurch auch ein möglicher Wechsel zerschlagen könnte.

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(ll)