01/02/2018 09:01 CET | Aktualisiert 26/02/2018 14:30 CET

Sieben Gründe, warum Osteopathie Körper und Psyche heilen kann

iStock/nicolamargaret

Ein guter Osteopath empfängt seine Patienten mit einem freundlichen Lächeln und einer sehr wichtigen Frage: „Wie geht es Dir?“. Denn bei dieser Heiltherapie wird der Mensch als Einheit gesehen und behandelt. Wir geben dir sieben gute Gründe, warum sich das positiv auf deine Psyche auswirken kann.

1. Chronische Symptome zu behandeln heißt auch, chronisches Leiden zu behandeln

Sorgen schlagen auf den Magen. Die Vergangenheit macht den Rücken krumm. Und wer eine schwache Blase hat, den plagt in Wahrheit ein schlechtes Gewissen. Wer immer wieder unter Bauchkrämpfen, Kreuzschmerzen oder Inkontinenz leidet, der freut sich über Linderung – und über ein offenes Ohr. Denn gerade chronische Schmerzen und Symptome belasten auf die Dauer auch deine Psyche. Ein guter Osteopath fragt dich ausführlich nach deiner Geschichte und deinen Erlebnissen aus und stellt so eine Verbindung zu deinen Symptomen her. So kannst du schon einiges an Seelenmüll loswerden.

 

2. Sich Zeit zu nehmen bedeutet auch, die Achtsamkeit zu schulen

Alles muss schnell funktionieren, die Schmerzen sollen am besten mit einer Tablette weggehen. Genau diesen Ansatz verfolgt die Osteopathie nicht. Stattdessen beginnt alles mit einem Gespräch. Der Körper bekommt Zeit, die Schmerzpunkte zu finden. Deswegen passiert in einer Sitzung auch erstmal nicht so viel. Zudem benutzt der Osteopath zur Therapie keine Hilfsmittel, ausschließlich die Hände. Seine Berührungen gehen dabei bis in die Untiefen deines Körpers und des Organismus hinein und sollen so deine Selbstheilungskräfte aktivieren. Du lernst also, deinen Körper zu verstehen.

 

3. Der Osteopath hat gelernt, das Befinden seines Patienten zu ertasten

Ein echter Osteopath hat sein Handwerk mindestens vier Jahre lang in weit über 1.000 Unterrichtseinheiten gelernt. Das Wichtigste: Seine Hände sind dabei zu hochsensiblen Tastwerkzeugen geschult worden. Durch bloße Berührungen und behutsamen Druck erspürt er Beschaffenheit, Temperatur, Spannung und Beweglichkeit der Haut. Aber sein Sinn geht noch weiter: Er kann auch das darunterliegende Gewebe, die Muskeln, Bänder, Faszien, Knochen und die inneren Organe erkunden. In der Fachsprache heißt dieses Tasten „Palpieren“. Es setzt bei vielen Patienten ein innerliches Gefühl des „verstanden Werdens“ frei, das unglaublich zufrieden macht.

 

4. Blockaden im Bewegungsapparat zu lösen, löst auch Blockaden im Kopf

Wenn dein Rücken wieder frei, deine Schultern entspannt und dein Becken beweglich ist, dann hast du endlich wieder Zeit, dich locker zu bewegen. So kannst du dich auch wieder den Themen in deinem Kopf widmen. Der Erfinder der Osteopathie, Andrew Taylor Still, hatte den Leitsatz: „Find it, fix it and leave it alone“ (dt.: „Finde es, heile es und lass es dann in Ruhe“). Es ist wohl kein Zufall, dass man nach der gleichen Taktik auch mit Seelenschmerz umgeht.

 

5. Osteopathie ebnet den Weg zu inneren Erkenntnissen

Wenn mein langjähriges Leiden mit so wenig Aufwand so sehr gelindert werden konnte – dann geht es vielleicht gar nicht so sehr um einen falsch sitzenden Wirbel? Sondern eher um eine Schranke in meinem Kopf, die sich auf meinen Rücken auswirkt? Osteopathie ermöglicht es, solche Fragen zu stellen und im Nachgang auch zu beantworten. Natürlich sind seelische Erkrankungen oder ernsthafte psychische Probleme etwas für den Psychotherapeuten und nicht für den Osteopathen, aber er kann helfen, den Schritt dorthin zu gehen.

 

6. Berührungen sind Balsam für die Seele

Es ist längst bewiesen: Wer nicht oder zu wenig berührt wird, der kann psychische Schäden davontragen. Gerade deshalb sind die ruhigen und gezielten Berührungen des Osteopathen oft sehr heilsam. Denn dadurch, dass der Mensch in dieser Therapie als Zusammenspiel aus Gewebe, Knochen, Muskeln, Geist und Organen gesehen wird, berührt der Osteopath seine Patienten oft genau dort, wo deren Schmerz sitzt. Nur so können Blockaden gelöst oder Spannungen gelockert werden. Das Wundersame ist dabei, dass dafür so wenig Kraft und Aufwand notwendig sind.

 

7. Osteopathie ist schmerzfrei, dauert nicht lange und geht doch tief

Manche Patienten sind schon nach ein bis zwei Sitzungen Osteopathie beschwerdefrei. Das ist für eine Therapieform ohne Hilfsmittel extrem schnell. Bei der Behandlung schwieriger oder langjähriger Beschwerden kommt man im Schnitt auf etwa fünf Sitzungen. Dabei liegen die Kosten jeweils etwa zwischen 60 und 120 Euro pro Sitzung – wovon viele Krankenkassen auch Teile übernehmen. Das alles ist erstaunlich, wenn man sich anschaut, wie viele Menschen in Erfahrungsberichten erzählen, dass ihr Osteopath ihre letzte Hoffnung war, und sie nun auf dessen heilende Hände schwören.

Einen guten Osteopathen findest du übrigens über den Verband der Osteopathen Deutschlands (VOD). Und du solltest unbedingt herausfinden, ob deine Krankenkasse die Behandlungen bezuschusst. Bei der KNAPPSCHAFT zum Beispiel kannst du pro Jahr bis zu 150 Euro für osteopathische Behandlungen zurückbekommen. Informiere dich gleich heute.