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02/01/2019 14:15 CET | Aktualisiert 02/01/2019 14:15 CET

Warum Intervallfasten DOCH besser ist als andere Diäten

Der Ernährungstrend Intervallfasten erfuhr im Jahr 2018 einen Hype wie kaum eine andere Ernährungsform zuvor. Der als “Wunder-Diät” angepriesenen Form des kontrollierten Nahrungsverzichts folgten zahlreiche prominente Beispiele - zuletzt war es Promi-Mediziner Dr. Eckart von Hirschhausen, der den Wirbel um das intermittierende Fasten mit seiner persönlichen Abnehm-Story perfekt machte.

Doch nun die Wende? Aktuelle Schlagzeilen berichten “Intervallfasten ist keine Wunder-Diät” oder “Eine Diät wie jede andere auch”.

Könnten wir uns dann bitte mal einigen?!

Eine Studie des Universitätsklinikums Heidelberg sorgt für Aufruhr - hier heißt es sinngemäß: Intervallfasten hat gegenüber einer herkömmlichen Kalorienreduktion keine Vorteile.

STOPP!

Hat eigentlich auch nur einer der Redakteure der zahlreichen überregionalen Zeitungen, die die Schreckensnachricht einer möglicherweise nicht wundersamen Wirkung von Intervallfasten verbreitet haben, die zitierte Studie gelesen?

Allen Anschein nach haben sie das nicht.

Intervallfasten ist im Wesentlichen durchführbar anhand von zwei Methoden: Das 16/8 Fasten, welches ein tägliches Fasten auf Stundenbasis vorschreibt und die 5/2 Methode, bei welcher zwei Fastentage pro Woche eingelegt werden.

Die Studie der Universität Heidelberg beschränkt sich dabei gänzlich auf die 5/2 Methode, welche sich fundamental von der 16/8 Variante unterscheidet.

Warum das wichtig ist?

Mehr als 90% der Intervallfasten Anwender fasten nach der 16 Stunden Regel - mit dieser Methode nahm auch Eckart von Hirschhausen ab.

Und so konnten einige Medien die Tatsachen verdrehen, eine relativ unaussagekräftige Studie heranziehen und diese mit einer vollkommen differenzierten Ernährungsform - dem Intervallfasten im 16/8 Stil - vermischen und damit sichtliche Verwirrung stiften.

Ganz genau genommen beschreibt Intervallfasten gar keine Diät, da es zeitlich nicht begrenzt und als langfristige Ernährungsform gedacht ist. Und tatsächlich hat das kontrollierte tägliche Fasten sehr wohl deutliche Vorteile gegenüber irgendwelcher Diäten aus Boulevard- oder Lifestyle Magazinen.

Neben einer gestärkten Autophagie, welche unseren Körper von sogenanntem “Zellschrott” befreit und einer gesteigerten Growth-Hormon-Synthese, die unsere Fettverbrennung nachweislich ankurbelt, sind es vor allem die gesundheitlichen Vorzüge des intermittierenden Fastens wie verbesserte Blutzuckerwerte oder ein geringeres Krankheitsrisiko.

Welche weiteren Vorteile das 16-stündige Fasten mit sich bringt und warum Intervallfasten eben DOCH besser ist als andere Diäten, lässt sich in diesem Artikel nachlesen.

Doch worum es eigentlich geht: wenn schon medizinische Studien zur Berichterstattung verwendet werden, dann bitte auch mit richtigen und vor allem vollständigen Informationen.