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04/09/2018 11:50 CEST

Amazon: Warum Gründer Jeff Bezos wollte, dass Mitarbeiter täglich Angst haben

Es war nicht die Angst vorm Chef, anderen Online-Versandhändlern oder dem Verlust des Arbeitsplatzes.

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Amazon-Gründer Jeff Bezos ist der reichste Mensch aller Zeiten.
  • Amazon-Gründer Jeff Benzos wollte, dass seine Mitarbeiter täglich in Angst aufwachen.
  • Das geht aus einem wieder aufgetauchten Aktionärsbrief aus dem Jahr 1999 hervor.

Der Online-Versandriese Amazon steht seit Jahren immer wieder in der öffentlichen Kritik – vor allem wegen seinem Umgang mit den Mitarbeitern.

In einem jetzt wieder aufgetauchten Brief an die Aktionäre aus dem Jahr 1999, empfahl Amazon-Gründer Jeff Bezos, den Mitarbeitern Angst einzujagen, um ihre Arbeitsmoral und ihren Erfindergeist anzutreiben – sogar, wenn alles gut läuft. Den Brief veröffentlichte der amerikanische TV-Sender “CNBC”.  

Keine Angst vor dem Chef

“Ich ermahne unsere Angestellten ständig, jeden Morgen in Angst aufzuwachen”, schrieb Bezos im Aktionärsbrief

Die Angestellten sollten nicht etwa Angst vor ihrem Chef, den anderen Online-Versandhändlern oder dem Verlust ihres Arbeitsplatzes haben.

Sie sollten vor etwas ganz anderem Angst haben: “Nicht unsere Konkurrenz, sondern unsere Kunden” sollten die Mitarbeiter fürchten, schrieb Bezos.

“Unsere Kunden haben unsere Firma zu dem gemacht, was sie ist. Wir haben eine Beziehung zu ihnen und eine große Verpflichtung ihnen gegenüber.”

Der reichste Mann der Welt

Der Erfolg scheint Bezos Recht zu geben. Im Aktionärsbrief berichtete Bezos von Amazons fantastischen Erfolgen im vorherigen Geschäftsjahr.

1998 hatte Amazon seinen Umsatz mehr als verdreifacht, die Firma war nach Deutschland und Großbritannien expandiert und hatte zum ersten Mal mehr als eine Milliarde Dollar Gewinn gemacht.

Mit einem Gewinn von 177.86 Milliarden Dollar ist Amazon heute der größte Online-Versandhändler der Welt. Das hat Gründer Jeff Bezos zum reichsten Menschen gemacht, der jemals auf diesem Planeten gelebt hat.

(chr)