POLITIK
24/08/2018 07:37 CEST | Aktualisiert 24/08/2018 16:53 CEST

Waldbrand nahe Berlin: Rauch zieht bis in die Hauptstadt – "richtig übel"

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Im Video oben sind erste Aufnahmen der Feuerwehr vor Ort zu sehen.

Ein riesiger Waldbrand wütet seit Donnerstag südwestlich von Berlin. Mehr als 500 Menschen mussten deswegen ihre Häuser verlassen.

Die gute Nachricht: Der Feuerwehr gelang es bis zum frühen Freitagmorgen, die drei evakuierten Dörfer vor einem Übergreifen der Flammen zu schützen. 

► Allerdings zogen die Rauchschwaden bis nach Berlin, die Polizei empfahl am Morgen, Fenster und Türen geschlossen zu haben.

Nutzer in den sozialen Netzwerken berichteten von einem unangenehmen Rauchgeruch. “Gerade durch den starken chemischen Geruch aufgewacht. (Friedrichshain) Sofort die Fenster geschlossen. Das ist ja richtig übel!”, schreibt einer etwa. Mittlerweile ist der Geruch verflogen.

Wie schwer das Feuer wütete

Das Feuer brach 50 Kilometer südwestlich von Berlin aus, es brannte auf einer Fläche so groß wie 400 Fußballfelder. Die Löscharbeiten dauerten am frühen Morgen weiter an.

Mehr zum Thema: Brandenburg: Ministerium spricht von “Feuerteufel” – Brandstiftung könnte Ursache sein

Der Brand hatte sich am Nachmittag schnell ausgebreitet. Weil der Boden mit Munition belastet ist, sind die Löscharbeiten besonders schwierig.

“Wir haben schon einige große Waldbrände in der Region gehabt. In dieser Dimension, wo es sich zwischen den Ortschaften bewegt, haben wir das noch nicht gehabt”, sagte Michael Knappe, Bürgermeister der nahe gelegenen Kleinstadt Treuenbrietzen. 

Innenminister: “Waldbrand stark eingedämmt”

Am Freitagvormittag haben Einsatzkräfte den Brand stark eingedämmt. “Weite Teile sind unter Kontrolle”, sagte Brandenburgs Innenminister Karl-Heinz Schröter (SPD) am Einsatzort der Deutschen Presse-Agentur.

Wenn der Wind so bleibe, sehe er gute Chancen, dass das Feuer bald gelöscht werde und die in Sicherheit gebrachten Anwohner noch im Laufe des Tages in ihre Häuser zurückkehren könnten.

Derzeit gebe es aber noch mehrere größere Brandstellen. Die Bundeswehr und die Bundespolizei seien mit Hubschraubern im Einsatz. Zudem spritzten die Wasserwerfer der Polizei Wasser in den Wald bei Treuenbrietzen. Die Arbeiten würden noch mehrere Tage dauern, sagte Schröter.

(ame)