POLITIK
23/02/2018 14:54 CET | Aktualisiert 23/02/2018 16:17 CET

Grünen-Politiker von Notz vergleicht AfD mit Nazis – die reagieren mit wüsten Beschimpfungen

Es war eine hitzige Debatte.

  • In einer emotionalen Debatte hat der Bundestag über Rechtsextremismus in Deutschland und die AfD diskutiert
  • Die AfD-Abgeordneten reagierten mit wüsten Beschimpfungen und kassierten einen Ordnungsruf
  • Was er der AfD zu sagen hat, seht ihr im Video oben

Es war eine der hitzigsten Debatten im neuen Bundestag: Die Abgeordneten diskutierten über Rechtsextremismus in Deutschland – und es wurde eine Abrechnung mit der AfD.

Initiiert hatte die Debatte die Grünen-Fraktion, erster Redner war daher der Abgeordnete und Innenexperte Konstantin von Notz.

Während seines fünfminütigen Auftritts erhob er schwere Vorwürfe gegen die AfD-Fraktion.

Weidel und Gauland: die Antreiber

“Sie radikalisieren sich im Minutentakt”, sagte er unter großem Applaus. “Und die Spirale dreht sich immer schneller.”

Mit Blick auf die Fraktionschefs Alexander Gauland und Alice Weidel rief von Notz: “Sie sind nicht Getriebene, sondern Treiber dieser zutiefst antidemokratischen Entwicklung.”

Gauland und Weidel hetzten mittlerweile “fast täglich nach Aussehen, Namensklang und vermeintlichen Stammbaum” und stünden damit “in direkter Tradition der Schlimmsten, die nichts als Tod, Elend, Schimpf und Schande über dieses Land gebracht haben.”

“Unerträglicher Geschichtsrevisionismus”

Es sei eine Schande, dass AfD-Abgeordnete bei der Rede einer Ausschwitz-Überlebenden zu Beginn des Jahres den Applaus verweigerten.

Stattdessen “faseln Sie vom Schuldkult, einer Erinnerungskultur und einem Denkmal der Schande”. Das sei “unerträglicher Geschichtsrevisionismus in Reinform”.

Nach der Rede rügte Bundestagsvizepräsident Wolfgang Kubicki (FDP) zwei AfD-Abgeordnete für ihre Zwischenrufe.

Ordnungsruf an AfD-Abegeordneten

AfD-Vize Beatrix von Storch hatte in Richtung von Notz gerufen: “Sie haben eine Macke.”

“Der Zuruf ist unzulässig”, sagte Kubicki.

Einen Ordnungsruf erteilte Kubicki an den AfD-Abgeordneten Thomas Seitz, der der Bezeichnung des Holocaust-Mahnmals als “Denkmal der Schande” während von Notz’ Rede mit einem “Richtig” zugestimmt hatte.

(ll)