BLOG
05/05/2018 12:41 CEST | Aktualisiert 05/05/2018 12:41 CEST

Vier Schritte zur IT-Optimierung im Unternehmen

scyther5 via Getty Images

Neue Technologien ebnen den Weg zu einfacheren, leicht bedienbaren Systemen mit hoher Verfügbarkeit

Wer sich heute mit dem Einsatz von Unternehmens-Software beschäftigt, trifft auf eine zutiefst gespaltene Welt. In vielen mittelständischen Unternehmen herrscht in der Verwaltung und - deutlich öfter - in der Produktion mit überkommenen IT-Systemen finsteres Mittelalter. Das Problem ist ein dreifaches: 1. Das operative Geschäft hält viele IT-Abteilungen bereits heute über Gebühr in Atem. 2. Die Geschwindigkeit der Neuentwicklungen ist horrend und nimmt weiter in erschreckendem Maße zu. Und 3.: Die Anzahl der am Markt verfügbaren Entwickler geht inzwischen gegen null. Die Gefahr ist folglich groß, dass Innovation nur langsam stattfindet und die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen darunter leidet. Schlanke und flexible IT-Systeme sind also ein Muss, wenn es darum geht, gegen alle Widerstände die IT im eigenen Unternehmen doch Schritt für Schritt zu optimieren.

Schritt 1: Best of Breed ist heute besser als alles aus einem Guss

Best of Breed statt all in one: Der große Wurf einer Rundum-Erneuerung ist ein riesiges Projekt, das viel Zeit und Kraft kostet. Und wenn der Plan steht, hat sich die Welt schon wieder geändert. Moderne Systeme sind vom ERP über's MIS und das CRM bis zum PPS auf Basis einer professionellen Datenintegration als Schaltzentrale problemlos in der Lage, mit allen anderen Systemen im Unternehmen und darüber hinaus zu kommunizieren. Standard-Software in möglichst vielen Bereichen spart Programmieraufwand, der lange dauert, Flexibilität verhindert und durch die knappen Ressourcen zudem teuer ist.

Schritt 2: Easy durch HTML 5

Aktuelle Technik bietet heute erstaunliche Vorteile für Anwender. HTML 5 bedeutet zum Beispiel ein Höchstmaß an Nutzerfeundlichkeit, Inhalte oder Objekte auf dem Bildschirm mit dem Finger hin und her zu schieben etwa. Solche Anwenderfreundlichkeit bedeutet geringeren Schulungsbedarf und Effizienzgewinn.

Schritt 3: Fit für die Cloud mit Container

Der letzte Schrei heißt Container-Technologie. Dabei werden Programme, Anwendungen, Applikationen tatsächlich in einen virtuellen Container gepackt, der dann in dem jeweiligen Betriebssystem ausgeführt wird. Vorteile gibt es gleich mehrere: Der Container läuft isoliert vom Betriebssystem in einer Sandbox, also in einem abgeschotteten Bereich, der eine zusätzliche Sicherheit ermöglicht. Damit wird ein wesentlicher Teil bösartiger Zugriffe von vornherein verhindert. Zudem lassen sich Container einfach von Rechner zu Rechner transportieren - das gilt auch für den Wechsel von on premise in die Cloud und zurück. Außerdem lassen sich dadurch Anwendungen leichter aufspalten in so genannte Microservices. Dabei funktioniert die Software wie eine komplexe Maschine, bei der unterschiedliche Funktionen aufgeteilt werden. Ein Teil der Anwendung holt Daten irgendwo ab, etwa Bankdaten. Mit einem anderen Teil des Programms kann man diese Daten bearbeiten. Heute ist es meist so, dass ein Programm entweder funktioniert oder eben nicht. Sind die Funktionen aufgespalten, ist lediglich ein Teil außer Funktion (z.B. das Ausführen von Überweisungen), während alle anderen Programmteile weiter funktionieren. Damit reduzieren sich Ausfallzeiten, außerdem lassen sich einzelne Funktionen isoliert updaten oder austauschen.

Schritt 4: Viele kleine Updates statt ein umfassendes Roll Out

Kontinuierliche Updates erleichtern das Leben. Das betrifft natürlich nur Standard-Software. Bisher wird von der IT meist irgendwann ein Update oder ein neues Release aufgespielt - Wartezeiten und Bugs inbegriffen. Amazon macht's vor: Alle 11,7 Sekunden initiiert der Konzern ein Update. Sobald der Code geschrieben ist, geht er online. Permanentes Testen und ständiges Monitoring hilft, mögliche Fehlerquellen schnell zu finden und Änderungen vorzunehmen, bevor es zu größeren Schwierigkeiten kommt. Die Folge sind geringere Stillstandszeiten und ein System, das sich ständig auf dem aktuellen Stand befindet.

Freiräume schaffen, Kosten senken

Wer heute bei der Optimierung der eigenen IT-Strukturen auf diese Punkte achtet, schafft Freiraum für eine stark belastete IT, die sich dank hoher Flexibilität, einfacher Wartung, großer Nutzerfreundlichkeit, problemloser Datenintegration und höherer Verfügbarkeiten wieder mehr strategischen Themen widmen kann.