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10/08/2018 16:05 CEST | Aktualisiert 10/08/2018 16:52 CEST

Jan Ullrich festgenommen - er soll Escort-Frau gewürgt haben

Versuchter Totschlag oder schwere Körperverletzung?

  • Ex-Radprofi Jan Ullrich soll im Drogenrausch eine Prostituierte gewürgt haben.
  • Nun ermittelt die Mordkommission wegen versuchten Totschlags.
  • Im Video oben äußert sich die Oberstaatsanwältin zu dem Vorfall.

Nach Berichten über die Festnahme des Ex-Radstars Jan Ullrich im Frankfurter Luxus-Hotel “Villa Kennedy” kommen nun erschreckende Details über die Hintergründe ans Licht.

Demnach sei Ullrich ursprünglich nach Frankfurt gereist, um seinen Drogenentzug anzutreten. Doch in seinem Hotelzimmer im Frankfurter Nobel-Stadtteil Sachsenhausen sollen sich dramatische Szenen abgespielt haben.

Anstatt sich auf seinen Entzug zu konzentrieren, soll sich Ullrich im Alkohol- und Drogenrausch eine Escort-Dame auf sein Zimmer bestellt haben.

Jan Ullrich: Festnahme nach Gewalttat

Die Staatsanwaltschaft Frankfurt bestätigt gegenüber “FOCUS Online” die Vorwürfe: Ullrich steht unter dringendem Verdacht, die Prostituierte nach einem Streit so heftig gewürgt zu haben, dass dieser “schwarz vor Augen” wurde.

Ullrich wurde daraufhin in den frühen Morgenstunden von der Polizei festgenommen.

Sogar die Frage des versuchten Totschlags stehe im Raum, heißt es von Seiten der Staatsanwaltschaft.

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Muss Jan Ullrich sich wegen versuchte Totschlag oder gefährliche Körperverletzung verantworten?

“Zur Tatzeit stand der Beschuldigte unter erheblichem Drogen- und Alkoholeinfluss“, so die Behördensprecherin weiter. Zunächst war Ullrich aufgrund seines Zustandes nicht vernehmbar. Mittlerweile berichtete eine Polizeisprecherin gegenüber “FOCUS Online”, dass Ullrich inzwischen befragt worden sei, aber auf Anraten seines Anwalts die Aussage verweigere.

Die Polizei Frankfurt am Main teilte mit, dass Ullrich im Laufe des Freitagnachmittags wieder entlassen werde. Die Voraussetzungen für eine Inhaftierung lägen nicht vor. 

Ullrichs mutmaßliches Opfer wird derzeit von der Polizei vernommen, die Oberstaatsanwältin geht von einer schweren Körperverletzung aus. Deswegen sei bisher auch kein Haftbefehl ausgestellt worden. Allerdings beschäftigt man sich auch noch mit der Frage des versuchten Totschlags. Die Mordkommission hat den Fall übernommen, erklärte die Sprecherin am Freitagnachmittag. Vorläufig wird wegen gefährlicher Körperverletzung ermittelt. 

(amr)