POLITIK
17/07/2018 06:29 CEST | Aktualisiert 02/08/2018 09:06 CEST

Trump trifft Putin: US-Politiker sehen schlimmsten Verdacht nun bestätigt

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Oben im Video: Trump trifft Putin: Schon vor der Pressekonferenz kommt es zum Eklat.

► Der ehemalige CIA-Chef John Brennan hat das Treffen von US-Präsident Donald Trump mit Russlands Präsident Wladimir Putin scharf kritisiert. “Das war nichts anderes als verräterisch.” Er fügte hinzu: “Republikaner: Wo seid ihr?”

► Auch der Politikwissenschaftler Eliot Cohen, Mitglied der republikanischen Partei, nahm das Wort “Verrat” in den Mund. Die Pressekonferenz habe den US-Präsidenten in diese “dunkle, dunkle Ecke” gerückt. 

► Nancy Pelosi, Vorsitzende der demokratischen Fraktion im Repräsentantenhaus, sagte am Montagabend: “Trumps Schwäche gegenüber Putin war peinlich und beweist, dass die Russen etwas gegen Präsidenten in der Hand haben, persönlich, finanziell oder politisch.”

Darum sind die Äußerungen über Trump wichtig: 

Die Kritik an Trump ist nach dem Gipfeltreffen mit Putin am Montag vernichtend. Auf der Pressekonferenz hatte der US-Präsident auf Nachfrage verweigert, Russland für die mutmaßliche Einmischung in den US-Wahlkampf verantwortlich zu machen. 

Damit stellt sich Trump gegen die Einschätzung der US-Geheimdienste und des eigenen Justizministeriums. Neben den Trump-Kritikern Brennan, Cohen und Pelosi äußerte sich etwa auch ein Kommentator des Trump-freundlichen US-Senders Fox News kritisch über das Treffen. 

Kommentator Neil Cavuto sprach von einem “widerlichen Auftreten”.

Selbst ein Trump-Unterstützer ist entsetzt:

Selbst einer der größten Trump-Unterstützer, der Republikaner New Gingrich, sprach am Montagabend vom bislang ernsthaftesten Fehler des Präsidenten seit Amtsantritt vor rund anderthalb Jahren. Trump müsse seine Äußerungen über die US-Geheimdienste und Putin umgehend korrigieren, verlangte Gingrich via Twitter.