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25/05/2018 16:36 CEST

Diese 6 Fakten solltet ihr kennen, bevor ihr einen Verlobungsring kauft

Es könnte eure Ehe retten.

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Verlobungsringe kosten oft mehr, als ein Auto. (Symbolbild)
  • Verlobungsringe gibt es nicht nur für Frauen, sondern schon lange auch für Männer. 
  • Weitere wichtige Fakten rund um den Verlobungsring werden hier vorgestellt.

Teure Juweliere sind nicht gerade das Wohnzimmer der meisten jungen Männer und besonders Verlobungsringe zahlen viele nicht mit dem Kleingeld aus der Portokasse.

Geld spielt jedoch eine wichtige Rolle, wenn es um das richtige Schmuckstück für die zukünftige Ehefrau geht. 

Zwei Wirtschaftsprofessoren aus Georgia, USA, stellten fest, dass zwischen dem Preis des Verlobungsrings und einer gelungenen Ehe sogar ein Zusammenhang besteht. 

Um einer Enttäuschung vorzubeugen und zu verhindern, dass ihr beim Ringkauf auf den falschen Weg gebracht werdet, zeigen wir euch hier die sechs wichtigsten Fakten über Verlobungsringe.

1. Wer einen billigen Verlobungsring kauft, bleibt länger zusammen

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Ja, richtig gelesen: Billig. Das legt eine Studie der Emory-Universität im US-Bundesstaat Georgia aus dem Jahr 2014 nahe. So trennten sich Paare mit einem 2000 bis 4000 Dollar (etwa 1700 bis 3400 Euro) teuren Ring 1,3 mal häufiger als Paare mit einem günstigeren Ring für 500 bis 2000 Dollar (etwa 427 bis 1700 Euro).

Billige Ringe bringen laut Studienergebnissen Glück: Wer einen Ring für unter 1000 Dollar (etwa 850 Euro) hat, bleibt überdurchschnittlich lange zusammen. Doch zu günstig sollte es nicht sein, denn wer weniger als 500 Dollar (etwa 427 Euro) ausgibt, erhöht das Trennungsrisiko wieder.

Mehr zum Thema: Mann macht einen Heiratsantrag – zum Glück sieht er nicht, was sein Sohn hinter ihm macht

Die Studie verrät zwar nicht, warum das so ist, aber es kursieren einige Theorien. So könne es sein, dass die Paare, die wenig Geld ausgäben einfach besser zusammen passen würden, erklärte Hugo M. Mialon, einer der Studienautoren, dem Nachrichtensender “CNN”“Oder es könnte sein, dass eine günstige Hochzeit junge Paare von finanziellen Belastungen befreit, die ihre Ehe belasten könnten.”

2. Der Ring sollte keine Überraschung sein

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Wer den Ringkauf für reine Männersache hält, liegt falsch. Mittlerweile suchen sich schon über 20 Prozent der amerikanischen Frauen ihren Ring selbst aus und bezahlen diesen auch.

Das zeigt eine Studie des amerikanischen Heiratsportals “The Knot”. 2017 wurden über 14.000 Verlobte beziehungsweise kürzlich verheiratete US-amerikanische Paare nach ihren finanziellen Entscheidungen rund um das Thema Hochzeit befragt. 

► 70 Prozent der Männer gaben an, dass sie ihre Freundin in die Entscheidung mit einbeziehen, welchen Ring sie kaufen sollten. 

Wer die Freundin dennoch überraschen will und dabei auch auf Nummer sicher gehen möchte, kann einen sogenannten “Token Ring” besorgen. Dieser Ring ist nur ein Platzhalter beim Antrag. Das richtige Schmuckstück sucht sich das Paar später gemeinsam aus. 

 3. Ringe gibt es auch für Männer

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Ed Sheeran trägt seinen Verlobungsring bei den BRIT Awards 2018.

Auch die Männer haben ein Recht darauf, der Öffentlichkeit ihre Verlobung zu präsentieren. Und zwar mit einem sogenannten “Management Ring”Bislang trügen zwar die wenigsten Männer einen dieser Ringe, doch immer mehr Juweliere böten die Verlobungsringe für Männer an, berichtete das Newsportal “The Independent”.  

Schon 1926 hätten amerikanische Juweliere, wie “L. Bamberger & Co.”, versucht, Verlobungsringe für den Mann zu verkaufen, wie die US-Zeitung “The Atlantic” schrieb.

Sie hätten die Ringe mit Schwarz-Weiß-Fotos einer Männerhand beworben: Zwischen Zeige- und Mittelfinger qualmte eine Zigarette und am Ringfinger funkelte ein dicker Edelstein.

► Um die Männer nicht abzuschrecken, erhielten die Ringe vermeintlich maskuline Namen wie “Hirsch”, “Pilot” und “Meister”.

Trotzdem seien die Ringe zu weiblich für die damalige Zeit gewesen. Die Kampagne sei gefloppt und Verlobungsringe für den Mann weitestgehend in Vergessenheit geraten.

2009 aber habe die britische Juweliers-Kette “H. Samuel” wieder Verlobungsringe für Männer auf den Markt gebracht, berichtete “The Atlantic” weiter. Diese Männer-Ringe seien mit etwa 60 bis 150 Euro viel günstiger als der Klassiker für die Frau und mit ihren kleinen Glitzersteinchen ausgefallener als herkömmliche Ringe für Männer. 

“Als Feministin gefällt mir die Idee von Management-Ringen ziemlich gut. Sonst wirkt das, als wären wir das Eigentum der Männer, die uns mit dem Ring ‘brandmarken’, während sie ohne Ring herumhüpfen und scheinbar unverlobt sind”, sagte eine Käuferin dem Newsportal “The Independent”.

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Auch in der Popkultur werden Verlobungsringe für Männer immer präsenter: Als sich der kanadische Jazz-Sänger Michael Bublé 2010 mit seiner Freundin, der argentinischen Schauspielerin Luisana Loreley Lopilato de la Torre, verlobte, zeigte er sich danach öffentlich immer mit Verlobungsring. In der argentinischen Kultur ist es jedoch ohnehin eher die Norm, als Mann einen Ring zu tragen.

Auch Sänger Ed Sheeran erregte vor einigen Wochen Aufmerksamkeit mit seinem Management Ring: “Ich habe nie verstanden, warum Männer keine Verlobungsringe tragen”, sagte der 27-Jährige in der britischen Talkshow “Lorraine”. Den Ring habe seine Verlobte Cherry Seaborn selbst aus Silber geschmiedet.

“Dass Ed Sheeran jetzt einen Mangement Ring bekommen hat, könnte diesen neuen Mikro-Trend noch weiter anheizen”, sagte Schmuckbloggerin Amy Elliot gegenüber dem Online-Portal “Yahoo-Lifestyle”.

► “Promi-Hochzeiten beeinflussen die Nachfrage.”

4. Nicht nur Frauen schwindeln bei den Kosten

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Donald Trump habe beim Preis für den Verlobungsring seiner Frau angeblich gelogen.

Dass Frauen gerne mal den Preis ihrer Shoppingbeute herunterspielen, scheint keine Neuigkeit zu sein. Nur sind sie dabei wohl nicht mehr alleine.

Auch Männer beschönigen gerne den Preis, wenn es um den Verlobungsring geht. Das behauptet zumindest das Nachrichtenportal “Mirror.

2015 befragte nach Angaben des Newsportals ein britisches Gutscheinportal über 1000 verlobte oder verheiratete Männer, ob sie bei der Preisfrage ehrlich gewesen seien.

Ganze 34 Prozent der Befragten gab an, den Preis des Ringes hochgespielt zu haben. 

Die Männer täten das, um ihre Freundin, die Schwiegereltern oder gemeinsame Freunde zu beeindrucken.

“Die Kosten des Verlobungsrings sind immer schambehaftet und ich glaube, das muss aufhören”, erklärte George Charles, Auftraggeber der Studie, “Mirror”. “Ich glaube, das ist eine Folge gesellschaftlichen Drucks und von dem, was die Medien berichten. Kauf einen Ring, den du dir leisten kannst und wenn deine Partnerin dich wirklich liebt, wird sie sich nicht über den Preis des Rings aufregen.”

Traditionellerweise koste ein Verlobungsring das Dreifache eines Monatseinkommens, erklärte Charles dem Newsportal. Er fände dies jedoch lächerlich und plädiert dafür, dass der Ring dem eigenen Budget angepasst werden sollte.  

Doch während die meisten Männer beim Preis des Rings übertrieben, habe US-Präsident Donald Trump die Kosten für den Klunker seiner Frau, Melania Trump, wohl heruntergespielt.

Und zwar um eine bescheidene Millionen US-Dollar, berichtete das Nachrichtenportal “New York Times”. Er habe zwar angegeben, einen Rabatt von einer Millionen Dollar erhalten zu haben, das stimmte wohl aber nicht. Laut “New York Times” habe er den Ring voll bezahlt.

5. Ringe für den extravaganten Geschmack 

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Ein sogenannter “Blutdiamant”, also ein Edelstein aus einer Krisenregion, der in Zwangs- oder Kinderarbeit geschürft wurde, macht wohl keinem eine Freude. 

Zwar seien nur noch etwa ein Prozent der weltweit gehandelten Diamanten sogenannte “Konfliktdiamanten”, berichtete der US-Fernsehsender “CNBC”, doch der Kampf sei noch lange nicht gewonnen. 

Wer eine radikale Alternative zu den klassischen Klunkern sucht, kann einem neuen Trend folgen und sich ein Verlobungstattoo stechen lassen.

Die Designs sind kreativ und individuell – nur sollte solch eine Entscheidung gut überlegt sein, denn einfach abstreifen kann man diesen Ring danach nicht mehr. 

Eine etwas blutigere Variante stellt das Verlobungspiercing dar. Anstatt eines Glitzersteinchens gefasst in einem Ring, lassen sich immer mehr Paare den Edelstein direkt unter die Haut implantieren. 

💙 #fingerpiercing #piercings 👌

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Wie die britische Zeitung “The Independent” schreibt, würden diese Piercings meist ohne Betäubung gestochen, also nichts für schwache Nerven. “Es war etwas schmerzhaft und blutig, aber definitiv wert und eine tolle Idee meiner Verlobten”, sagte ein frisch gepiercter Instagram-Nutzer dem Newsportal. 

6. Ein Ring im Wert eines Autos

Philippe Wojazer / Reuters
Elizabeth Taylors Verlobungsring kostete knapp 9 Millionen Dollar. 

Ein Großteil der amerikanischen Männer gibt mehr für den Verlobungsring aus,  als für das erste eigene Auto. Das geht aus der “Verlobungsring-Umfrage” des amerikanischen Schmuck-Portals “ringspo” aus dem Jahr 2017 hervor, bei der 2432 verlobte Amerikaner befragt wurden.

Knapp die Hälfte der befragten Männer gab an, für den Verlobungsring mehr als für das erste eigene Auto ausgegeben zu haben. Der durchschnittliche Preis für einen Ring belief sich auf 4325 Dollar (3695 Euro).

Dafür bekommt man hierzulande schon einen guten Gebrauchtwagen: Vom kleinen Cabrio, über den Cityflitzer oder die Familienkutsche wäre in dieser Preisspanne alles drin.

Als teuerster Ring gab ein Befragter an, 30.000 Dollar (etwa 25.700 Euro) bezahlt zu haben. Der billigste sei in einer Duftkerze für zehn Dollar (etwa 8,50 Euro) eingegossen gewesen sein.   

Mehr zum Thema: Meghan Markle: Ihr Verlobungsring hat eine romantische Geschichte

A propos teuer: In die Geschichte wird wohl der Verlobungsring der verstorbenen Schauspielerin Elizabeth Taylor eingehen. Sie erhielt den Ring mit dem legendären 33-karätigen “Krupp-Diamanten” von ihrem Mann, dem britischen Schauspieler Richard Burton, vier Jahre nach der eigentlichen Verlobung. Da bekam sie nämlich keinen Ring, sondern lediglich einen edlen Stift.

2011 erzielte der Diamant bei einer Auktion den rekordverdächtigen Preis von knapp 9 Millionen Dollar (etwa 7,7 Millionen Euro).

Wer nun vielleicht die Wahl des Verlobungsrings noch einmal überdenken möchte, der hat noch ein wenig Zeit, denn die beliebteste Jahreszeit für eine Verlobung sei der Winter, berichtete das Onlineportal “Haarpers Bazar”.

Das liege daran, dass viele Paare um die Feiertage herum mehr Ruhe und Kraft fänden, sich einander zu versprechen.

 

 

 

(nc) (ap)