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12/11/2018 09:08 CET | Aktualisiert 12/11/2018 09:41 CET

München: Halle-Fans verletzten Polizisten und zeigen Hitlergruß

Einigen "Fans" ist es offensichtlich nicht um den Fußball gegangen.

Karina Hessland via Getty Images
Fans des Halleschen FC bei einem Heimspiel ihres Vereins. 
  • Am Wochenende ist es während  dem Drittligaspiel zwischen dem TSV 1860 München und dem Halleschen FC zu extremen Ausschreitungen gekommen.
  • Wie die “Süddeutsche Zeitung” berichtete, soll dabei ein Polizist von Hooligans krankenhausreif geschlagen worden sein. 

In München ist es wegen eines Fußballspiels zwischen dem TSV 1860 München und dem Halleschen FC zu Randale und Gewalt gekommen.

Insgesamt sieben Hooligans wurden am Samstag von der Polizei festgenommen, wie die “Süddeutsche Zeitung” berichtete. 

Die Polizei habe große Mühe gehabt, die Halle-Fans unter Kontrolle zu halten. Bei den Ausschreitungen sei ein Polizist sogar krankenhausreif geschlagen worden, als er versuchte, die Fußballfans zu bändigen.

Ein Hooligan habe dem Polizisten ins Gesicht geschlagen und ihm dabei die Nase gebrochen.

Vielen ging es nicht um Fußball

Die Fans aus Sachsen-Anhalt hätten alle 1500 Karten für das Spiel genutzt. Hinzu seien noch rund 200 Fans gekommen, die sich ohne Karten auf den Weg nach München gemacht haben sollen.

Laut der “SZ” wurden schon während des Spiels immer wieder Flaschen und Becher auf Polizeibeamte geworfen. Spezialkräfte der Polizei hätten daraufhin mehrere Halle-Anhänger aus deren Fanblock gezogen.

Mindestens vier Körperverletzungsdelikte seien registriert worden. Außerdem hätten die Halle-Ultras Treppen und Fluchtwege blockiert und Pyrotechnik abgebrannt. 

Ein weiterer Fan sei wegen dem Zeigen des Hitlergrußes festgenommen worden, schreibt die “SZ”.

Antisemitische Parolen

Die Liste der Vergehen der Hooligans ist lang: Körperverletzung, Beleidigung, Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte und Verwendung von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen festgenommen.

Doch auch nach Ende des Spiels seien die Ausschreitungen weiter gegangen. So hätten Halle-Fans bei ihrer Heimfahrt ihren Zug per Nothalt gestoppt.

Bereits in der Vergangenheit sind laut “SZ” Halle-Ultras und Hooligans immer wieder durch Gewalt sowie durch antisemitische Parolen aufgefallen.

(jg)