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19/10/2018 14:42 CEST | Aktualisiert 19/10/2018 14:42 CEST

Verbraucher haben Angst vor zu smarten IoT-Geräten und technischen Problemen

alexsl via Getty Images

72 Prozent der Konsumenten glauben, dass IoT-Softwarefehler schwere Schäden verursachen, zwei Drittel haben Ladeverzögerungen

Das Internet of Things boomt. Immer mehr Geräte sind mit einer IP-Adresse ausgestattet und immer online. Die Verbraucher lieben Fitness-Apps wie Runtastic und smarte Licht und Temperatursteuerung zu Hause, nach einer Bitkom-Studie hat schon jeder vierte Deutsche ein Smart-Home-Gerät. Aber viele haben Ängste bei der Nutzung der neuen digitalen Geräte. Und: Zwei Drittel der Nutzer sind von Performance-Problemen betroffen, die oft bereits täglich auftreten.

Zu den Nachteilen des Intenet of Things gehört die Abhängigkeit von einem schnellen und zuverlässigen Internetzugang. Denn eine langsame oder instabile Verbindung erschwert alle Funktionen erheblich. In einer weltweiten Umfrage unter 10.000 Verbrauchern wurde ermittelt, dass 52 Prozent der befragten Verbraucher Internet of Things (IoT)-Geräte nutzen – doch 64 Prozent von ihnen bemerken bereits Performance-Probleme. Im Durchschnitt fällt deutschen IoT-Nutzer 1,6-mal täglich eine langsamere Geschwindigkeit auf, wenn sie Anwendungen wie Smartwatch; Smart Meter, Kühlschrank, oder Thermostat nutzen.62 Prozent der Menschen befürchten, dass Anzahl und Häufigkeit der auffälligen Probleme im Zuge der IoT-Expansion weiter zunehmen werden. Autonome, selbstfahrende Autos beunruhigen die Deutschen zu 84%. Außerdem fürchten 86% im Auto eingesperrt zu werden. Auch bei smarten IoT-Geräten im Haushalt sind die Verbraucher skeptisch, ebenso bei Medizintechnik.

Unternehmen haben bereits mit der Komplexität der Cloud zu kämpfen, aber das IoT erhöht diese mit einer Vielzahl neuer Daten, Sensoren und dynamischen, containerisierten Workloads. Die Verbraucher berichten bereits von Probleme mit medizinischen Anwendungen, smarten Messgeräten, Autoschlössern und virtuellen Assistenten bis hin zu intelligenten Temperaturreglern und Haushaltsgeräten. Ihre Geduld hängt an einem seidenen Faden und sie werden schlechte Erfahrungen nicht mehr einfach so tolerieren. Dabei hat die IoT-Ära gerade erst begonnen. Für Unternehmen ist es deshalb zwingend notwendig, die IoT-Lieferkette umfassend und detailliert zu steuern, zu analysieren und zu organisieren. Nur so können sie die Problemursache in Echtzeit feststellen. Das ist keine leichte Aufgabe.

IoT im Straßenverkehr

85 Prozent aller weltweit Befragten befürchten, dass bei selbstfahrenden Autos Fehler auftreten, die Unfälle bei hoher Geschwindigkeit auslösen. 72 Prozent der Teilnehmer glauben sogar, Softwarefehler in selbstfahrenden Fahrzeugen könnten zu schweren Verletzungen und Todesfällen führen. Außerdem gaben 84 Prozent der Konsumenten an, dass sie aus Angst vor Softwarefehlern keine selbstfahrenden Autos nutzen würden.

Die Realität ist, dass IoT-Fehler tödlich sein können. Die Verbraucher sind verständlicherweise besorgt. Deshalb müssen Unternehmen zeigen, dass sie einen neuen, ausgereiften Ansatz verfolgen, damit die Software unsere Sicherheit nicht beeinträchtigt.

IoT im Gesundheitswesen

Bedenken in Bezug auf die IoT-Performance zeigen sich auch im Bereich Gesundheitswesen. So gaben 62 Prozent der Befragten an, sie würden IoT-Geräten, die Medikamente verabreichen, nicht vertrauen. Dieses Gefühl ist bei über 55-Jährigen mit 74 Prozent am stärksten.

Auch beim Einsatz von IoT-Geräten zur Überwachung von Herzfrequenz oder Blutdruck sind die Konsumenten skeptisch. 85 Prozent glauben, dass Performance-Probleme bei solchen IoT-Geräten die klinischen Daten verfälschen könnten.

IoT im eigenen Heim

Neben der Automobil- und der Gesundheitsbranche wird das IoT vor allem auch das eigene Zuhause verändern. Intelligente Türschlösser erhöhen die Sicherheit, während andere IoT-Geräte Thermostate, Beleuchtung und Kameras steuern. Die Studie ergab jedoch, dass 83 Prozent der Verbraucher besorgt sind, die Kontrolle über ihr Heim aufgrund von Störungen in der Smart Home-Technologie zu verlieren. Laut der Umfrage befürchten die Anwender zu: ·

73 Prozent, dass sie ins oder aus dem eigenen Heim gesperrt werden

68 Prozent, dass sie die Temperatur nicht richtig einstellen können

64 Prozent, dass sie das Licht nicht mehr regulieren können

81 Prozent, dass Probleme mit intelligenten Zählern zu einer überhöhten Gas-, Strom- oder Wasser-Rechnung führen

Die bisherigen Methoden zur Verwaltung von IT und Software funktionieren in diesen extrem verschachtelten, komplexen IT-Umgebung nicht mehr. Daher sagen erfahrene IoT-Anwender, dass Künstliche Intelligenz nötig ist, um die hohe Komplexität zu verstehen, die IT-Umgebung durchgängig abzubilden, sowie Probleme sofort präzise zu erfassen und schnell zu beheben. Die Konsumenten erwarten perfekte IoT-Lösungen. Wer diese nicht liefern kann, verpasst die Chancen, die das Internet of Things bietet.

Der IoT Consumer-Report

wurde als Online-Umfrage von Opinium Research mit über 10.000 Teilnehmern durchgeführt. Davon stammen 2.000 aus Großbritannien, 2.000 aus den USA und jeweils 1.000 aus Deutschland, Frankreich, Australien, Brasilien, Singapur und China. Die Umfrage enthält Antworten von 4.796 männlichen und 5.206 weiblichen