LIFE
03/01/2019 11:08 CET | Aktualisiert 04/01/2019 17:31 CET

Veganerin hat 3 Jahre fleischlos gelebt: Deshalb isst sie nur noch rohes Fleisch

“Ich fühle mich einfach so viel besser als je zuvor, selbst wenn ich normal gegessen habe.”

  • Sylwia Tabor war beim Camping-Urlaub, als eine Spinne ihr ins Bein gebissen hat.
  • Dadurch hat sie eine gefährliche Infektion bekommen – seitdem bleibt der ehemaligen Veganerin nichts anderes übrig, als rohes Fleisch zu essen. 
  • Im Video oben erklärt ein Arzt, wie gesund vegan zu leben wirklich ist. 

Ein Augenblick kann plötzlich alles im Leben verändern: So erging es auch der 32-jährigen Sylwia Tabor aus dem kalifornischen Sacramento.

Die Frau wurde bei einem Camping-Urlaub im Juli 2017 von einer Spinne gebissen und bekam dadurch eine lebensbedrohliche Infektion. Seither kann die ehemalige Veganerin nur noch rohes Fleisch essen.

Über den Fall berichten mehrere Medien, unter anderem die britische Tageszeitung “Daily Mail”.

Frau wird von Spinne gebissen und bekommt lebensbedrohliche Infektion

Sylwia Tabor war im Juli 2017 mit Freunden in Michigan campen, als eine Spinne die Frau biss.

Das habe Tabor aber nicht weiter beunruhigt, wie sie der Zeitung erklärte: “Ich dachte mir am Anfang nicht viel. Es war nur ein kleiner Biss an meinem Knöchel.”

Doch einen Monat später sei die Wunde schlimmer geworden: “Ende August entdeckte ich einen Pickel in meiner Leistengegend, der in den nächsten Tagen wuchs und wuchs, bis er etwa so groß war wie meine Hand.”

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Da sich ihre Haut förmlich selbst aufzuessen schien, ging Tabor in die Notaufnahme.

Dort diagnostizierten Ärzte der Frau die lebensbedrohliche Infektion namens nekrotisierende Fasziitis.

 

Was ist die nekrotisierende Fasziitis?

Die Infektionskrankheit wird häufig durch Bakterien ausgelöst, die durch kleine Hautverletzungen oder Injektionen in den Körper dringen.

Die nekrotisierende Fasziitis beginnt mit Schmerzen und Fieber an den betroffenen Stellen. Innerhalb kürzester Zeit schwellen die Bereiche stark an, werden heiß, rot und werfen Blasen. Später kann es an diesen Stellen zu einem völligen Absterben der Haut, Unterhaut und der Muskelfaszien kommen.

Daher ist es wichtig, das infizierte Gewebe schnellstmöglich operativ zu entfernen, da großflächige Hautverluste zum Tod führen können.

Die Krankheit hatte zur Folge, dass die Frau sofort operiert werden musste.

Innerhalb von drei Stunden transplantierten Ärzte ihre Haut, um das fehlende Fleisch ihres Torsos zu ersetzen.

Frau muss nach der Infektion Ernährung umstellen

Nachdem sich Tabor von ihrer Tortur im Jahr 2017 erholt hatte, fühlte sie sich weiterhin extrem schwach, wofür sie die strenge vegane Ernährung verantwortlich machte, nach der sie drei Jahre lang lebte.

Eine weitere körperliche Einschränkung: Tabors Verdauungstrakt nahm kaum noch etwas auf, was sie aß. Außerdem litt die Frau an Durchfall und Ausschlägen: “Weil ich viele Antibiotika bekam, die alle guten Bakterien in meinem Darm töten, war mein Magen ein Chaos (...)”, sagte die 32-Jährige der Zeitung.

Nach der Operation fand Tabor für sich heraus, was sie essen konnte, ohne dass es ihr schlecht ging: nämlich rohes Fleisch.

Diese Ernährungsweise ist nicht ganz ungefährlich. Denn: Rohes Fleisch kann zu Krankheiten führen, da es mit Salmonellen belastet sein kann.

Doch die Tatsache scheint der Frau egal zu sein.

Seit Januar 2018 betreibt die 32-Jährige die sogenannte “Fleischfresser-Diät”:

“Je mehr ich mich damit beschäftigte, desto mehr entdeckte ich, dass Fleisch essen die wirksamste Art ist, Nährstoffe zu absorbieren – weit mehr als wenn man Kohlenhydrate und Gemüse mischt”, sagte Tabor.

Sie fügte hinzu: “Ich fühle mich einfach so viel besser als je zuvor, selbst wenn ich normal gegessen habe.”

Die Frau geht sogar noch weiter: Inzwischen ist sie der Meinung, dass Veganismus sie beinahe umgebracht habe.

“Als ich mein erstes Stück Fleisch gegessen habe, fühlte ich mich sofort stärker”, argumentierte Tabor.  

Auch über ethische Probleme, über die sich die Frau damals Gedanken gemacht hatte, sei sie hinweg: 

“Ich beziehe mein eigenes Fleisch von einem örtlichen Bauern. Ich weiß, dass es von einem guten Ort kommt, also habe ich keine ethischen Bedenken mehr.“

(jr)