LIFESTYLE
26/06/2018 16:33 CEST | Aktualisiert 27/06/2018 16:55 CEST

Frau wartet 2 Stunden auf veganes Gericht – was sie bekommt, ist frech

Sie war in einem deutschen Restaurant.

  • Taylor Mooney hat eine vegane Spezialität aus Deutschland bestellt und Gemüse im Brötchen bekommen. 
  • Zwei Stunden wartete die Amerikanerin auf ihr veganes Gericht.
  • Oben im Video: Viel zu anzüglich? Dieser Peta-Werbespot für vegane Ernährung durfte nicht ausgestrahlt werden! 

Schweinebraten, Schnitzel, Currywurst, Eisbein – weltweit ist die deutsche Küche für ihre fleischig-deftige Hausmannskost bekannt.

Umso spannender sind daher vegetarisch-vegane Gerichte aus Deutschland. Diese preist auch das deutsche Restaurant “Kathrin’s Biergarten” in Kalifornien an. Doch Veganerin Taylor Mooney hat dort eine große Überraschung erlebt, wie das US-Nachrichtenportal “Unilad” schreibt.  

“Grüne Bohnen und zwei halbierte Minikarotten in ein Laugenbrötchen gestopft”

Am Vatertag hat die überzeugte Veganerin Taylor Mooney mit ihrer Familie den “Biergarten” in Rocklin im US-Bundesstaat Kalifornien besucht. Die vegetarisch-veganen Gerichte seien auf der Karte schwer zu finden gewesen, schreibt sie in einer Restaurant-Kritik im Bewertungs-Portal “Yelp”.

Doch sie habe sich für “vegan pretzel bun filled with delicious veggies” (ein Veganes Laugenbrötchen, gefüllt mit köstlichem Gemüse) entschieden.

Zwei Stunden habe sie daraufhin auf ihre vegane Bestellung warten müssen, um dann festzustellen, was hinter dem klangvollen Namen steckte: “Ein paar grüne Bohnen und zwei halbierte Minikarotten in ein Laugenbrötchen gestopft”.

Trocken, merkwürdig und schwer zu essen

“Alle am Tisch haben gelacht, als es kam”, schreibt sie auf “Yelp”.

Das knackige Gemüse und das trockene Brot hätten zusammen eine merkwürdige Konsistenz gehabt und seien schwer zu essen gewesen. 

Mehr zum Thema: Münchner Professor warnt: “Vegane Ernährung kann bei Kindern zu dauerhafter Behinderung führen”

“Mein Essen war so trocken, dass ich es in Senf und Sauerkraut ertränken musste”, sagte sie “Unilad”.

“Man sollte ja meinen, dass ein so ’veganerfreundliches’ Restaurant vegane Würstchen oder zumindest ein Kartoffelgericht führt”, schreibt sie auf “Yelp”. Das Restaurant bewertete sie mit nur einem von fünf Sternen.

Deutsche Küche ist mehr als Bratwurst

Die Fotos von ihrem Essen veröffentlichte die enttäuschte Veganerin auf Twitter, wo sie bisher mehr als 2700 Likes bekam. 

Keine gute Werbung für vegetarisch-vegane deutsche Küche. Dabei hat fleischarme Ernährung in Deutschland eine lange Tradition und auch überzeugte Vegetarier gibt es in Deutschland schon ewig.

1867 haben diese in Nordhausen im Harz die erste deutsche “Vegetarische Vereinigung” gegründet, wie das ARD-Magazin “Planet Wissen” schreibt.

1929 habe Clara Ebert das erste vegetarische Kochbuch auf deutsch herausgebracht, sagte Veggie-Koch Stevan Paul im Interview mit der Zeitung “Die Welt”.

Am meisten beeindruckt hätten Paul die Krautschnitzel aus Eberts Buch.

Ob ein Krautschnitzel die enttäuschte Vegan-Bloggerin Taylor Mooney aber wieder mit der deutschen Veggie-Küche versöhnen könnte, ist fraglich.

(fk)