LIFE
11/10/2018 16:37 CEST

Vater will seinen Geldbeutel bei Finder abholen und landet im Gefängnis

"Warum hat er sich nur mit ihm getroffen?"

  • Ein Amerikaner hat seinen Geldbeutel verloren – und sitzt seitdem im Gefängnis.
  • Der Grund war seine abgelaufene Aufenthaltserlaubnis, die im Geldbeutel war.
  • Oben im Video seht ihr eine ebenso ungewöhnliche Geschichte: Frau findet handgeschriebene Nachricht im Geldbeutel – und möchte sie am liebsten wieder zurückgeben.

Als der Argentinier Flavio Musmanno im August beruflich in Ohio war, hat er seinen Geldbeutel verloren. Und dieser Verlust entwickelte sich für Musmanno in eine wahre Odyssee. 

Musmanno kam 2000 aus Argentinien in die USA, heiratete eine amerikanische Staatsbürgerin und lebt seitdem in Miami. Doch seine Aufenthaltserlaubnis ist abgelaufen.

Musmanno möchte eine unbefristete Aufenthaltserlaubnis

Musmanno habe sich deshalb für eine unbefristete Aufenthaltserlaubnis beworben, diese befinde sich bereits im Prüfungsprozess.

Als er im Sommer beruflich in Ohio war, verlor er seinen Geldbeutel, in dem auch die abgelaufene Aufenthaltserlaubnis war.

Schon einige Stunden nach dem Verlust meldete sich ein Mann bei Musmanno, der angab, den Geldbeutel gefunden zu haben. 

Der Finder bat Musmanno, sich mit ihm an einer Tankstelle zu treffen, um ihm den Geldbeutel zurück zu geben.

Obwohl sich die Telefonnummer von Musmanno überhaupt nicht im Geldbeutel befand, traf er sich mit dem unbekannten Finder. Wie sich später herausstellte war das ein großer Fehler.

An der Tankstelle wartete kein ehrlicher Finder, sondern ein Mitarbeiter des amerikanischen Einwanderungs- und Zollermittlungsdienstes (ICE). 

“Warum hat er sich nur mit ihm getroffen?”

Der Agent verhaftete Musmanno. Seitdem sitzt er in einem Gefängnis in Ohio und muss damit rechnen, nach Argentinien abgeschoben zu werden. 

Die Stieftochter von Musmanno richtete sich aus Verzweiflung an die Öffentlichkeit und erzählte die Geschichte der “New Times Miami”:

“Da war doch gar keine Telefonnummer im Geldbeutel. Warum hat er sich nur mit ihm getroffen?”

Auf Anfrage der “New Times Miami” habe der amerikanische Einwanderungs- und Zollermittlungsdienst nicht reagiert.

Die Familie von Musmanno rechnet aber bereits damit, dass er abgeschoben wird.

Aus diesem Grund haben sie ein Spendenkonto eingerichtet, um einen Anwalt zu bezahlen und Musmanno einen finanziellen Start in Argentinien ermöglichen zu können.

(chr)